Zurück Zurück   Inhaltsverzeichnis

Gymnasium Neureut  Jahresbericht  2000/2001 Titelbild
 

 Herausgegeben vom

Verein der Eltern und Freunde des Gymnasiums Neureut

in Zusammenarbeit mit der Schulleitung


 
 

 Inhaltsverzeichnis

 
Zurück Zurück

I. Chronik

Jahresrückblick des Fördervereins „Eltern und Freunde des Gymnasiums Neureut e.V."
Zur Verabschiedung von Frau Jutta Degelow
Zur Verabschiedung von Herrn Lothar Hofmann
Abiturfeier in der Badnerlandhalle
Angela Sabadisch und Chris Thomale führen durch den Abend
Rede des Schulleiters zur Verabschiedung der Abiturienten
Rede des Scheffelpreisträgers
Liste der Abiturienten im Schuljahr 2000/2001
Die Preise des Abiturjahrgangs 2001
Ehemaligentreffen am Gymnasium Neureut
Amerikanische Nacht am Gymnasium Neureut
Bericht über das mir verliehene Reisestipendium ins Deutsche Museum München
Bundeswettbewerb Fremdsprachen 2001
Chemiepreis für Daniel Gandyra
Mathematik ohne Grenzen
Besondere Aktivitäten des Schuljahres 2000/01
Schülerinnen und Schüler gedachten der Opfer in den USA
Ich erinnere mich ...
Klaus Bothe war unter den Opfern des 11. September.
 

II. Musik und Sport

Schülervorspiel am Gymnasium Neureut 
Schulkonzert am Gymnasium Neureut 
Besuch bei den Musikinstrumenten im Bruchsaler Schloss
Jazzband des Gymnasiums spielt im Forschunsgzentrum 
Gymnasium Neureut geht neue Wege im Sportunterricht
Differenzierungsmodell startet im Schuljahr 2001/2002 mit den Schülerinnen und Schülern der 5. Klassen 
Jugend trainiert für Olympia 2001
Schulschachwettbewerbe 
 

III. Exkursionen

Klasse 5a fährt nach Goersdorf
Besuch des Lindenmuseums in Stuttgart
Landschulheimaufenthalt der 8c auf Rügen
Studienfahrt der Klasse 10a nach München
Rovinj oder ein Bio-LK lebt auf!
 

IV. Auslandskontakte

Schüler aus Verdun genießen deutsche Romantik 
Aus dem Tagebuch eines französischen Austauschschülers
Schüler aus Neureut erleben Verdun
Trimesteraufenthalt in Verdun
Klasse 7a besucht Villars-les-Dombes
 

V. Am Rande des Lehrplans

Fahrradturnier am Gymnasium Neureut
Die 5a auf neuen Wegen
Ist die Goldstunde für unsere Kinder wichtig ?
"Glück im Unglück" oder "Wie Cindela das Meer rettete"
Die drei Raben 
Plasmidisolation am Forschungszentrum Karlsruhe
Das Labyrinth wächst weiter
Wahnsinn oder Methode? 
Ein weiterer Schritt zur multimedialen Wissensvermittlung 
Thesen zum pädagogischen Einsatz der Multimedia-Techniken 
Gute Vorsätze und viele Wünsche
Schriftstellerbesuch im „Betonklotz" 
 

VI. Verzeichnisse für das Schuljahr 2001/2002


Elternvertreter und Stellvertreter 
Mitglieder der Schulkonferenz 
Ferienordnung für das Schuljahr 2001/2002 
 
 

Inhaltsverzeichnis I. Chronik

Inhaltsverzeichnis Jahresrückblick des Fördervereins „Eltern und Freunde des Gymnasiums Neureut e.V."

Liebe Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren,
in Zeiten knapper öffentlicher Finanzmittel sind wir froh, dass wir auch in diesem Geschäftsjahr unsere Schule bei vielen notwendigen Vorhaben unterstützen konnten, die sie allein aus ihrem Budget nicht hätte finanzieren können.
Hier ist ein Auszug, für welche Unterrichtsbereiche wir Anschaffungen bzw. Projekte ermöglichten:
-Bildende Kunst: Digitale Kamera
-Sport: Medaillen, Pokale, Kennzeichnungshemden, Reisekostenzuschuss für den Eislaufwettbewerb in Mannheim, Isoliegematten
-Musik: Klavier, Musik-CDs, Generalüberholung des Flügels
-Sprachen: CDs für den Englisch- und Französischunterricht
-Naturwissenschaften & Informatik: Chemiekittel, Bildbearbeitungssoftware für Internetseiten, Multimediasystem für die naturwissenschaftlichen Räume, bestehend aus einem leistungsfähigen Notebook mit trans- portablem Beamer
-Jazz-AG: Keybord
-AG-Gesundheit: Beteiligung an den Auslagen für Lebensmittel
-Schach-AG: Reisekostenzuschuss für die Fahrt zur Deutschen Meister- schaft nach Berlin
-Jahresbericht: Finanzierung des Drucks
Diese Anschaffungen und Projekte kommen Ihren Kindern zugute! Sie konnten nur durch Ihre Mitgliedsbeiträge, durch großzügige Spenden auf unser Vereinskonto oder bei Schulveranstaltungen und durch Anzeigen im Jahresbericht finanziert werden.
Dafür wollen wir uns recht herzlich bedanken!
Auch in diesem Jahr erhielten wir freundlicherweise wieder Gutscheine für unsere SchülerInnen der 5. Klassen.
  Ein besonderes Dankeschön möchten wir den folgenden Personen oder Familien aussprechen, die unserem Spendenaufruf folgten und somit den Kauf eines Klaviers ermöglichten:
Stober, Mandel, Scholl, Nieder, Zimmermann, Vogel, Herb, Goetz-Sudarski, Schlichter, Riesch-Oppermann, Knaus
Selbstverständlich würden wir uns freuen, wenn Sie uns weiterhin helfen könnten, damit wir auch im nächsten Jahr unsere Schule in vielen Bereichen unterstützen können. Werden Sie Mitglied im Förderverein! Einen Aufnahmeantrag erhalten Sie im Sekretariat. Hier bekommen Sie auch die Formulare und Preisliste für Ihre Anzeige im nächsten Jahresbericht. Wenn Sie uns mit einer Geldspende unterstützen wollen, können Sie den im Jahresbericht liegenden Spendenüberweisungsträger benutzen. Für Beträge über 50 € stellen wir Ihnen gerne eine Spendenbescheinigung aus.

Herzlichen Dank im Voraus!

Weitere Informationen zu unserem Förderverein finden Sie im Internet unter www.gymnasiumneureut.de

Karin Mandel Andrea Reuter
1. Vorsitzende 2. Vorsitzende
 
 

Inhaltsverzeichnis Zur Verabschiedung von Frau Jutta Degelow

Heinz Bennent, der große Schauspieler und besessene Theatermensch, sagte kürzlich anlässlich seines 80. Geburtstags: „Die wirklich wichtigen Dinge in meinem Leben, hatten nichts mit meinem Beruf zu tun." Dieser bemerkenswerte Satz könnte auch von dir als Erklärung für Deinen Entschluss stehen, vorzeitig in den „Altersurlaub" zu gehen. Dass du schon in der Mitte des Lebens und nicht erst im Lebensrückblick diese Erkenntnis mutig in die Tat umsetzt, bewundern wir
 alle, zumal du damit einem Junglehrer eine Steile verschafft hast. Wer könnte deinen Entschluss besser verstehen als wir Kollegen, die immer wieder gespürt haben, wie schwer es dir aus gesundheitlichen Gründen fiel, auch den stimmlich notwendigen Beitrag zum Unterrichten zu leisten. Wir neidvoll Zurückbleibenden verstehen gut, dass du das Leben in Burgund beim Burgunder dem Schulstress in Neureut bei den Neureutern vorziehst. Laut Christian Morgenstern ist man „nicht da ... daheim, wo man seinen Wohnsitz hat, sondern wo man verstanden wird." So behältst du zwar einen Wohnsitz in Karlsruhe, verstanden und daheim fühlen wirst du dich sicher auch in Burgund, zumal du nicht nur eine Fremdsprache wie Französisch perfekt beherrschst, nein, du sprichst vor allem die Sprache der Menschlichkeit, der Toleranz und der Großzügigkeit. Nicht nur in unserer Tischrunde, sondern allen Kollegen wirst du mit deiner verständnisvollen, immer gleichbleibend positiven und humorvollen Art fehlen, die tagtäglich für eine wohltuende und aufbauende Atmosphäre am Tisch sorgte.
Wir danken dir dafür ganz herzlich mit einem umfangreichen, ganz neu erschienenen romanistischen Leckerbissen, einer Biographie über Arthur Rimbaud, die du ja jetzt ausreichend Zeit hast zu studieren ...
Christiane Rabe-Vogt (PR)
Neureut, 25.07.2001
 

Inhaltsverzeichnis Zur Verabschiedung von Herrn Lothar Hofmann

 Fast ein Mitbegründer des Neureuter Gymnasiums verlässt uns heute. Als Mitglied dieses Kollegiums blickt er auf eine 25-jährige Tätigkeit zurück.
Lothar, ein Mann mit klaren Prinzipien, aber auch ein Kollege, der gerne anderen mal unter die Arme greift, sie berät und ihnen weiterhilft. So haben auch zahlreiche Referendarinnen und Referendare seine Schule durchlaufen.
Auf der anderen Seite ist Lothar ein geselliger Mensch. Kaum ein Kollegenausflug, ein Hüttenfest u.a., an denen er nicht teilgenommen hat. So kennen wir ihn und werden dazu mehr auch noch von anderen hören. Lothar, wir möchten dich anhalten, auch weiterhin bei gesellschaftlichen Anlässen, wenn immer möglich, in unserer Runde präsent zu sein.
Doch zunächst will er wohl etwas Abstand vom Schulleben gewinnen. Hat er doch sicher die letzten Unterrichtstage und -stunden bis zum heutigen Tag gezählt. So vernahm ich vor kurzem, wie er freudig darüber sprach, dass diese seine letzte Klassenarbeit gewesen sei.
Wir haben aber auch erfahren, dass er gerne reist _im Campingbus_ und dass es ihm Italien angetan hat. So wollen wir ihm zur heutigen Verabschiedung und für den nun kommenden hoffentlich angenehmen Abschnitt ein wenig Handwerkszeug mitgeben:
Einen Bildband von Italiens Sehenswürdigkeiten zur häuslichen Vorbereitung und zur Inspiration und, damit du dann weißt, wo man vor Ort unterkommen kann oder welche Routen man planen kann, noch einen passenden Reiseführer dazu.
Jürgen Dehmer (PR)
Neureut, 25.07.2001
 

Inhaltsverzeichnis Abiturfeier in der Badnerlandhalle

Am 30. Juni feierten 70 Abiturienten ihren Abschied vom Gymnasium Neureut. Alle, die nach Ostern zur schriftlichen Prüfung angetreten waren, hatten bestanden. 19 von ihnen hatten einen Notendurchschnitt mit 1,9 und besser erreicht. Kein Wunder also, dass die Badnerlandhalle an diesem Abend von einer Stimmung ungetrübter Freude erfüllt war und der Gewitterdonner von draußen kaum im Saal bemerkt wurde.
Oberstudiendirektor Michael Wibel erinnerte die Schulabgänger daran, dass die Gesellschaft hohe Summen in sie investiert habe. So viel das Gymnasium auch dem Erbe der Aufklärung verdanke und die Rechte des Einzelnen auf Selbstverwirklichung betone, so müsse man aus dieser Tradition heraus doch auch die Uberwindung von Gleichgültigkeit und Egoismus fordern und die Verpflichtung zum Einsatz für die Angela Sabadisch und Chris Thomale führen durch den Abend Gemeinschaft erkennen.
Ortsvorsteher Günter Seith beglückwünschte die Abiturienten zu der guten Vorbereitung auf das lebenslange Lernen, zu dem die Zukunft sie nun herausfordere, und überreichte traditionsgemäß der besten Sportlerin und dem besten Sportler des Jahrgangs einen Buchpreis.
Patrick Hofmann erstellte in seiner originellen Abiturientenrede eine soziologisch-psychologische Schülertypologie, verfolgte die Entwicklung der von ihm gefundenen Kategorien über die neun Schuljahre und bewies durch sprachliches Geschick und ironische Distanz, dass er den Scheffelpreis für besondere Leistungen im Fach Deutsch verdient hatte.
Der Jahrgang 2001 kann stolz darauf sein, dass in allen Leistungskursfächern Preise für sehr gute Leistungen vergeben werden konnten. Den Schulpreis erhielt Ronny Thomale. Das Interesse der Öffentlichkeit an der Arbeit an den Gymnasien zeigt sich auch in der Stiftung neuer Preise. So vergab die Robert Bosch Stiftung dieses Jahr zum ersten Mal einen Apollinaire-Preis für die besten Leistungen im Fach Französisch. Dieser Preis soll darauf hinweisen, dass es nötig ist, den Französischunterricht in unserem Land wieder mehr zu fördern.
Philipp Hofacker (Geige), Veronika Söhner (Querflöte) und Elisabeth Butzer (Klavier), die schon bei zahlreichen Schulveranstaltungen aufgetreten waren, verabschiedeten sich mit anspruchsvoller Kammermusik und sorgten somit für eine würdige Abrundung des feierlichen Rahmens.
Ko
 

Inhaltsverzeichnis Rede des Schulleiters zur Verabschiedung der Abiturienten

Herr Ortsvorsteher, meine Damen und Herren, liebe Ehemalige, liebe Eltern, liebe Abiturientinnen und Abiturienten, herzlich willkommen zur Entlassfeier des Abiturjahrgangs 2001!

Liebe Abiturientinnen und Abiturienten,
Sie haben es geschafft! Sie werden das Papier, das Ihnen den Weg in die begehrtesten Berufe und Positionen ebnet, in wenigen Minuten in Händen halten. Herzlichen Glückwunsch!
Zu Ihrem Erfolg haben Sie selbst den größten Teil beigetragen, er wäre aber nicht möglich gewesen ohne Ihre Eltern, Ihre Schule und den Staat, der den organisatorischen Rahmen der schulischen Ausbildung unter hohen Kosten geschaffen hat. Die Gemeinschaft der Bürger hat Sie finanziell kräftig unterstützt. Jeder Abiturient hat seine Mitbürger im Laufe seines Schullebens weit mehr als das durchschnittliche Jahresgehalt eines Akademikers gekostet. Dafür erwartet die Gesellschaft eine Gegenleistung von Ihnen.
Als ich Ihre Biographien in Ihrer Abizeitung gelesen haben, habe ich mit Freude bemerkt, wie viele von Ihnen sich bereits in der Schule in gemeinnützigen Aufgaben engagiert haben, in den Kirchen, im CVJM, bei der Feuerwehr und den Rettungsdiensten. Das ist bemerkenswert in einer Zeit, in der es zunehmend unmodern wird, sich für andere zu engagieren ohne unmittelbare Gegenleistung. Die Selbstverwirklichung, die nicht beeinträchtigt werden darf durch Leistungen für andere, scheint der Handlungsgrundsatz unserer Zeit zu sein. Die Überzeugung vom Vorrang des Individuums gegenüber jeglicher Gemeinschaft ist einerseits eine berechtigte Reaktion auf vergangene Zeiten, in denen das Individuum und sein Glück einer vermeintlich für das Kollektiv nötigen, in Wirklichkeit aber verbrecherischen Aufgabe brutal geopfert wurde. Es ist aber bestimmt auch nicht nur die Erfahrung des Faschismus oder des Kommunismus, die den Rückzug aus gemeinschaftlichen Aufgaben und die Anbetung individueller Selbstverwirklichung bewirkt hat. Die Betonung des Individuums ist noch mehr ein Erbe der großen Tradition der Aufklärung, die noch heute unser Denken bestimmt. Das Recht des Einzelnen auf „pursuit of happiness", dem Folgen des eigenen Glücks, wie es Thomas Jefferson in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung vor ziemlich genau 225 Jahren formuliert hat, kann freilich erst heute umfassend verwirklicht werden. Neben der politischen Freiheit erlaubt es vor allem der im Vergleich zu vergangenen Zeiten ungeheure materielle Wohlstand den meisten von uns, auf die Hilfe durch die Gemeinschaft zu verzichten und damit die Teilnahme an der Gemeinschaft als unnötig zu erachten, um einen individuellen Weg der Glückssuche gehen zu können.
Es scheinen uns keine Kriege mehr zu drohen, die einen gemeinschaftlichen Einsatz erfordern, wir müssen keinen gemeinsamen Aufbau von Strukturen mehr leisten, die die Entfaltung des individuellen Glücks überhaupt erst ermöglichen, mit unseren Steuerzahlungen scheinen unsere gemeinschaftlichen Aufgaben erfüllt zu sein. Mit diesem Geld, auf das wir zur Gestaltung unseres individuellen Lebens zumeist verzichten können, kaufen wir uns frei von den Gemeinschaftsaufgaben, die wir nicht mehr erfüllen wollen. Spezialisten werden dafür bezahlt, uns zu verteidigen, ein angenehmes Umfeld zu schaffen, ja selbst für unsere kränkelnden Alten zu sorgen und unsere missratenen Kinder zu erziehen.
Ein Opfer für andere, die Teilnahme an Gemeinschaften aller Art, die Übernahme von Aufgaben zum Nutzen anderer ist nicht mehr „in". Die Vereine suchen verzweifelt nach Nachwuchs, den sie in vielen Fällen überhaupt nicht mehr verkraften könnten, weil es ihnen an freiwilligen Übungsleitern fehlt, die Kirchen müssen Austritte hinnehmen und einen Teil ihrer gemeinnützigen Aktivitäten einstellen, weil sie kaum noch freiwillige Helfer haben, Gewerkschaften und Berufsverbände verlieren an Macht und Einfluss, weil sie zunehmend weniger Arbeitnehmer vertreten, die politischen Parteien beklagen einen hohen Mitgliederschwund. Natürlich können wir nicht so naiv sein, nicht zu sehen, dass dies - vor allem im letzten Fal l - auch selbst verschuldet ist. Es liegt aber auch im Zeitgeist. Warum, so fragen sich viele von uns, soll ich mich zweimal in der Woche abends zum Training und am Sonntag im Wettkampf plagen, wenn es doch so viele Möglichkeiten gibt, meine Zeit individuell zu gestalten, zu faulenzen, fern zu sehen, sich mit Freunden in der Disko zu treffen, in die man kommen und gehen kann, wann man will, ohne von einem Trainer angeraunzt zu werden, weil man schon wieder zu spät ist.
Um besser unserem individuellen Glück folgen zu können, haben wir die Großfamilie zerbrochen, in der einer auf den anderen Rücksicht nehmen muss, in der schon Kinder ihre Aufgaben haben, die sie nicht gerne erfüllen, an die sie sich aber gewöhnen müssen. Auch die Kleinfamilie beginnt sich aufzulösen, weil die Bindungen die individuellen Freiheiten einschränken, die Mühen der Kindererziehung werden gescheut, die Kinder aus dem vorhandenen Überfluss mit materiellen Dingen abgespeist, um nicht die Zeit, die man für sich selbst zu brauchen meint, für die Erziehung opfern zu müssen. Um unser Leben ganz nach individuellen Wünschen gestalten zu können, schicken wir unsere Kinder nicht mehr in Vereine, zu denen man sie fahren müsste, deren Feste man mitgestalten müsste, oder geben dem Wunsch der Kinder nach, wenn sie beklagen, dass die Vereinsmitgliedschaft sie in der Gestaltung ihrer individuellen Zeit behindert. Damit wird ihnen wieder ein Zwang genommen, sich in eine Gemeinschaft einordnen zu müssen, auch einmal für andere da zu sein. Die Erwachsenen selbst lehnen ja vielfach auch jede Ein- und Unterordnung, jede Übernahme von Pflichten ab und gehen lieber allein joggen oder ins Fitnessstudio, wenn sie gerade Lust dazu haben oder wenn es ihnen passt.
Ist diese Selbstverwirklichung es aber wert, gemeinschaftliche Aktivitäten zu vernachlässigen? Ist sie nicht zu häufig nichts weiter als eine Ausrede für das Nachgeben gegenüber allen individuellen Wünschen und Süchten, einem Glück, das oft nur in der Befriedigung einer oberflächlichen Vergnügungssucht besteht. Und: Geben wir uns nicht einer Illusion hin, wenn wir so handeln, als ob unsere individuelle Glückssuche auf Dauer unabhängig von jeder Gemeinschaft stattfinden könne?
Bei den Landtagswahlen dieses Jahres war die erfolgreichste Partei wieder die Partei der Nichtwähler. Bei manchen von ihnen mag dies ein zweifelsohne berechtigter Ausdruck des Protests gegen das Angebot der Parteien gewesen sein, den meisten der Nichtwähler ist es aber schlicht und einfach gleichgültig, wer ihr Land wie regiert, oder es scheint ihnen zumindest der Mühe nicht wert, in ein Wahllokal zu gehen. Aber wie schon die antiken Philosophen, die das individuelle Glück als Lebensziel definierten, waren sich auch die Begründer der politischen Gedanken der Aufklärung einig, dass die Gestaltung des individuellen Glücks nur dann möglich ist, wenn die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen diese Gestaltung ermöglichen, dass, wer seinem persönlichen Glück folgen möchte, auch dafür sorgen muss, dass seine Umwelt ihm dies erlaubt, und dass dazu aktive Mitarbeit nötig ist. Wenn man dem amerikanischen Gründungsvater und Hauptautor der Unabhängigkeitserklärung, Thomas Jefferson, gesagt hätte, dass der Tag kommen werde, an dem die Bürger von dem so mühsam erkämpften Recht, ihre Regierung selbst zu bestimmen, überhaupt keinen Gebrauch mehr machen wollen, wäre er sicher sehr erstaunt gewesen. Wenn wir uns die Möglichkeit der Mitgestaltung selbst nehmen, bringen wir uns selbst um die Chance, bestmögliche Rahmenbedingungen für unser Glück zu gestalten, damit verlieren wir ein Recht, für das ganze Generationen gekämpft und viel Blut vergossen haben.
Warum sollten wir uns aber solche Gedanken machen.? Es klappt doch alles. Die Politiker machen ihre Aufgaben im großen und ganzen doch ganz gut und garantieren uns so die Möglichkeiten zur individuellen Entfaltung, und wer in Vereine, Kirchen, Parteien gehen will, kann das doch jederzeit tun.
 Meine Damen und Herren, ich will hier nicht irgendwelcher Vereinsmeierei oder hohlem Aktivismus in Verbänden oder Parteien, dem Verfolgen von angeblich allgemeingültigen Idealen unter Aufgabe individueller Gestaltungsmöglichkeiten das Wort reden. Die Möglichkeiten, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und sein Leben nach eigenen Vorstellungen und Kräften zu gestalten, ist ein so wichtiges Erbe der Aufklärung, dass wir es nie aufgeben sollten. Ich will aber davor warnen zu glauben, das schöne Leben werde immer so weiter gehen und dass die da oben es schon richten werden, dass die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen uns ein ganzes Leben in individuellem Glück gewähren werden, ohne dass wir uns im geringsten darum zu kümmern brauchten.

Liebe Abiturientinnen und Abiturienten,
Sie sind in einer glücklichen Zeit aufgewachsen, aber Sie haben noch ein langes Leben vor sich. Wenn Sie sicher gehen wollen, dass die Zeiten glücklich bleiben, seien Sie wachsam, nehmen Sie am Leben von Staat und Gemeinschaft teil, versuchen Sie, nicht nur Ihr eigenes Leben zu gestalten, sondern auch an der Gestaltung der Gemeinschaft aktiv mitzuwirken. Dazu müssen Sie nicht gleich Bundeskanzler oder Ministerpräsident werden, das beginnt im Kleinen, in der Mitarbeit in Vereinen, die das Gemeinschaftsleben mitgestalten, in Kirchen, in Parteien. Hier lernen Sie, sich einzufügen, individuelle Wünsche auch einmal zurückzustellen. Aber wenn Sie mitarbeiten, können Sie mitentscheiden, können Sie helfen, Fehlentwicklungen zu vermeiden, die auf lange Sicht sicher auch auf Ihr privates Leben durchschlagen.
Ich wünsche Ihnen für Ihr künftiges Leben, dass Sie sich daran erinnern, was die Gemeinschaft für Sie geleistet hat und was sie für Sie bedeutet, dass Sie sich aktiv an der Gestaltung der Gemeinschaft beteiligen und dass Sie so Ihr Leben in einer funktionierenden Gemeinschaft nach Ihren Wünschen gestalten können.

Alles Gute für ihren künftigen Lebensweg!
 

Inhaltsverzeichnis Rede des Scheffelpreisträgers

Liebe Abiturienten! Liebe Lehrer! Sehr geehrte Gäste!
Wir Abiturienten feiern heute abend das Ende unseres Schülerdaseins und den Beginn eines neuen Lebens, das uns noch gänzlich unbekannt ist. Während einige von uns sich ihre Zukunft in den schönsten Farben ausmalen, neigen andere eher dazu, ihren weiteren Lebensverlauf kühl zu berechnen. Und wieder andere spüren gar, wie sich, angesichts einer manchmal auch unheilverkündenden Zukunft, ein wenig Angst in die Vorfreude mischt.
Unsere Zukunft wird sich so unberechenbar und unterschiedlich gestalten, wie wir es selbst sind. Aber dennoch, dessen bin ich mir sicher, werden unsere verschiedenartigen Lebensgeschichten in manchen Zügen vielleicht unauffällige, aber doch eindeutig erkennbare Ähnlichkeiten aufweisen, die auf die gemeinsame Schulzeit zurückdeuten. Denn die letzten dreizehn Jahre haben uns gemeinsam geformt und geschliffen, herangezüchtet und zurechtgestutzt.
Und aus diesem Grund möchte ich Sie einladen, gerade heute, im Hinblick auf die Zukunft, noch einmal den Blick nach der Vergangenheit zu wenden _ auch, wenn dies einige Verrenkungen erfordert.
Zugegeben: Nicht allein die Schule ist verantwortlich dafür, dass wir so geworden sind, wie Sie, liebe Gäste, uns heute abend vor sich sehen; eine Menge anderer Einflüsse, von Seiten der Familie und durch die Medien zum Beispiel, haben ebenfalls bildend auf uns gewirkt. Ich will Sie im Folgenden dennoch darauf aufmerksam machen, in welch erstaunlich hohem Maß die Schule am Bildungsprozess jedes einzelnen beteiligt war. Wohlgemerkt spreche ich dabei nicht von bloßer Wissensanhäufung, was rätselhafterweise hin und wieder als Bildung bezeichnet wird. Ich spreche von einer Bildung, die wir uns ungleich mühsamer angeeignet haben, die wir jedoch auch unser Leben lang nicht vergessen werden: die Bildung von Persönlichkeiten. Dem geduldigen Beobachter dieser Persönlichkeiten aber wird bald in aufdringlichster Weise bewusst werden, dass vielmehr gruppenbestimmte Typen als eigenständig entwickelte Persönlichkeiten das Bild prägen. Um eine solche Betrachtung heute Abend in aller Schnelle nachzuvollziehen, möchte ich Ihnen vorschlagen, verehrte Zuhörer, sich an unserem Abitursjahrgang zu versuchen. Denn in dieser Hinsicht sind wir sehr beispielhaft.
 Ich möchte Ihnen nun einige der Gruppen bildenden Strömungen, die wir während unserer Schulzeit erlebt haben, vorstellen. Dabei will ich von jenem Zustand annähernder Gleichheit ausgehen, in welchem wir uns als Grundschüler und zum Teil noch in den ersten Jahren des Gymnasiums befanden: Unsere Freuden und Ängste, unsere Vorlieben und Sorgen unterschieden sich nur wenig, kindlich vorurteilsloses Zutrauen bestimmte unseren Umgang. Diese beschauliche Eintracht wurde jedoch bald durch die ersten Regungen des Heranwachsens gestört: Die ersten fassten Mut zu einer, wenn auch noch zaghaften Aufmüpfigkeit gegen die in der Schule vom Lehrer verkörperte Erwachsenenwelt. Meist waren es jene, deren Umfeld sie schon mit den Härten des Lebens in Berührung gebracht hatte, denen es zuerst gelang, sich von kindlicher Befangenheit den Älteren gegenüber freizumachen.
Zum aufrührerischen Trieb gesellte sich bald der Geschlechtstrieb, der dem Welteroberungsdrang dieses Schülertyps neue Möglichkeiten eröffnete. Von den Zurückgebliebenen zunächst mit stiller Bewunderung, bald aber mit aufstachelndem Jubel belohnt, feierten diese Helden der ersten Jahre Sieg um Sieg über den Lehrer und beim anderen Geschlecht. Ein zwanghafter Wettbewerb trieb sie zu immer aufsehenerregenderen Taten; in frühester Zeit bereits angelegte und bewährte Erfolgsrezepte wurden bis ins Übermaß gesteigert. Rauchen und Betrinken bildete den Anfang einer Entwicklung, die sich nicht selten in unschönen sexuellen Erfahrungen und schmerzhaften Zusammenstößen mit der elterlichen oder der schulischen Autorität fortsetzte. Und wen wundert es, wenn einige der Helden sich schon zu diesem Zeitpunkt etwas zu sorglos ins Verbotene stürzten und, was das Erfahrungssammeln und Herausfordern der Älteren anbelangt, einen Schritt zu weit gingen?
Betrachtet man diese Glücklichen der Vergangenheit heute, so geben die meisten von ihnen ein trauriges Bild ab: Mittels hartnäckigster Erziehungsmaßnahmen ist es der Erwachsenenwelt in den letzten Jahren vor dem Abitur gelungen, den Schülern ihre Wertvorstellungen aufzuzwingen und somit die Welt der Helden auf den Kopf zu stellen. Auf einmal gelten Fleiß und Wissen als Tugenden; Eigenschaften, die man früher als geradezu schändlich und verräterisch verachtet und verspottet hatte. Und ein gutes Verhältnis zum Lehrer zahlt sich nun plötzlich aus, wo offene Feindschaft bisher Ehrensache war.
Manch einem mag es vielleicht gelungen sein, diesen Wertewandel glimpflich zu überstehen, indem er sich in seinem verzweifelten Überlebenskampf beim Lehrer anbiederte, dem er genug Grund gegeben hatte, nachtragend zu sein, und gleichzeitig versuchte, eine ungeheure Menge versäumten Lernstoffes gerade noch ausreichend zu bewältigen. Dabei musste er selbständig und in kürzester Zeit eine umfassende Wandlung seiner selbst bewerkstelligen, für welche die Übrigen bereitwillige Hilfe von Eltern und Lehrern und viele Jahre Zeit in Anspruch genommen hatten. Die Namen derer, denen dies nicht gelang, die irgendwann einfach zurückgeblieben und verschwunden sind, haben wir, glückliche Abiturienten, und unsere stolzen Eltern verständlicherweise vergessen. Und auch diejenigen, die das Außergewöhnliche geleistet haben und die Schulzeit gemeinsam mit allen anderen hinter sich lassen können, müssen sich nun damit abfinden, dass ihre lange unangetastete Überlegenheit, gegründet auf vorlauten Stolz und Trinkfestigkeit, zusammengebrochen ist. Das Leben nach der Schule wird neue und andere Forderungen stellen; der Sturz der Helden wird tief sein.
Aber lassen Sie mich noch einmal von vorne beginnen und folgen Sie mir, verehrte Zuhörer, noch einmal in die ersten Jahre unserer Schulzeit, die wir noch nahezu ungebildet und unterschiedslos erlebten. Während die Helden, von dieser Zeit ausgehend, mehr und mehr auf sich aufmerksam machten, blieben andere in der Rolle des stillen Beobachters und Bewunderers am Rande zurück.
Was hat nun diese Vernünftigen veranlasst, vernünftig zu sein und nicht am eitlen Wettbewerb der Frühreifen teilzunehmen? Einige mag wohl eine schüchterne Wesensart in die Zurückhaltung verwiesen haben, andre lebten zu dieser Zeit vielleicht noch in einer makellos unberührten Kindheit und waren noch nicht reif für einen Schritt ins Verbotene. Der Umgang in der Gruppe, die sich in der Zuschauerecke zusammenfand, unterschied sich entsprechend von dem der Helden. Während dort ein möglichst anstößiger Ton gepflegt wurde, die Sprache mit Schimpfwörtern angereichert war und man die Worte seinem Gegenüber regelrecht ins Gesicht spuckte, nahmen sich die Vernünftigen das Verhalten der Erwachsenen zum Vorbild: Man behandelte sich mit ausgesuchtester Höflichkeit und gesitteter Strenge; schauerlich-komische kleine Erwachsene bestimmten neben einigen Allzuschüchternen, die der Allgemeinheit höchstens ihren Namen mitzuteilen wagten, das Bild. Anders als die Aufrührer, die die Ablehnung aller erwachsenen Verhaltensmaßregeln zum Grundsatz erhoben hatten, fügte man sich überdies zuvorkommend den Wunschvorstellungen der Lehrer und Eltern. So waren unterwürfige Ehrfurchtsbekundungen dem Lehrer gegenüber, übereifrige Pflichterfüllung und bei einigen Schüchternen auch große Angst vor den Mitschülern kennzeichnend für das Verhalten in der Schule.
Verständlicherweise erregte gerade diese Entwicklung besonderen Anstoß bei den Unvernünftigen. Deren Gegnerschaft, die sich die kleinen Erwachsenen ungewollt zuzogen, führte schon bald zu einer ständigen Feindlichkeit, die sich in abschätzigen Blicken und verletzenden Bemerkungen äußerte und zu wüsten Beschimpfungen und manchmal sogar tätlichen Bedrohungen steigern konnte. Mehr und mehr wurden die Vernünftigen somit zur Zielscheibe für Spott und Demütigung, und ich möchte bezweifeln, dass ein gelegentliches Schulterklopfen des Lehrers sie für das in der Schülerwelt Erlittene entschädigte, deren Bestandteil sie ja trotz allem waren und noch lange bleiben sollten.
Ansonsten gibt es nicht mehr viel über die Vernünftigen zu sagen. Ihre Schulzeit, die von den Mitschülern genutzt wurde, schon einmal die einen oder anderen Freuden des Lebens kennenzulernen, opferten sie dem stetigen Bestreben, den Anforderungen der Erwachsenenwelt wo immer möglich gerecht zu werden. Entsprechend unbewegt und eintönig gestaltete sich ihre Entwicklung vom kleinen zum großen Erwachsenen.
Doch kehren wir in die Gegenwart zurück und stellen wir fest: Das Opfer war keineswegs umsonst; die „Vernünftigen" haben letzten Endes über die „Helden" triumphiert. Tun wir ihnen also den Gefallen und erinnern sie nicht daran, wie teuer sie diesen Triumph bezahlt haben, und lassen wir ihnen die Freude, heute Abend dem einen oder anderen ihrer ehemaligen Peiniger eine spöttische Grimasse zu schneiden.
Schließlich, verehrte Zuhörer, möchte ich Ihr Augenmerk noch auf eine dritte Strömung lenken, die, denke ich, mehr der Hervorhebung bedarf, als die beiden vorangegangenen. Denn diese wurde von einer weit geringeren Anzahl von Schülern vertreten und ist außerdem viel weniger als einheitliche Gruppe auszumachen.
Dem aufmerksamen Beobachter verraten sie sich jedoch nur allzu gern dadurch, dass jeder ein ganz persönliches Markenzeichen trägt; eine auffällig ungewöhnliche Art zu reden, sich zu kleiden etwa, oder auch nur auf besonders finstere Weise in die Runde zu blicken. Meistens dient dieses Kennzeichen einem gewissen selbstauferlegten Rollenspiel. Beliebte Rollen sind hierbei beispielsweise der politische Rebell, der sich mit den entsprechenden Symbolen schmückt, der verkannte Künstler, der dem Gewöhnlichen gerne sein unsägliches Lebensleiden zur Schau stellt, oder auch der zur geistigen Überlegenheit Verdammte, der es jedoch nicht versäumt, seine Abschätzigkeit, die er für das gemeine Volk empfindet, bei jeder Gelegenheit kundzutun.
 Diese Alternativen, wie ich sie nennen möchte, haben sich erst in den letzten Jahren zusammengefunden, als die Fronten der beiden ursprünglichen Gruppen sich bereits verhärtet hatten. Manche der ehemaligen Helden und Vernünftigen lehnten ihr Gruppendasein als solches ab: Die unnachgiebige Forderung nach Angleichung und Unterordnung innerhalb der Gruppe und der gleichzeitige Drang nach Eigenständigkeit und Selbstverwirklichung trieben Abtrünnige beider Seiten in dieser Zeit zum Befreiungsschlag. Sie litten unter der einengend strengen Werteordnung ihrer Gruppe. Eine ganze Reihe Schüler verspürte zum Beispiel zwar den Trieb des Aufbegehrens und war auch, wie die Helden, willens, ihm Ausdruck zu verleihen, konnte aber deren Verachtung für jede Art von Wissensbildung nicht teilen. Andere empfanden die beklemmende Unterwürfigkeit der Vernünftigen als unerträglich, wollten jedoch nicht völlig in der Sorglosigkeit untergehen. Für solche ungewöhnlichen Gemüter bot das Gefüge der Werteordnungen keinen Platz und wurde um eine neue Gruppe erweitert.
Die Traumvorstellung von einer Gemeinschaft unterschiedlicher, eigenständiger Persönlichkeiten ohne zwingende Gruppenordnung, verbunden nur durch freundschaftlichen Zusammenhalt, hielt jedoch nicht lange stand: Das selbstauferlegte Einzelgängertum war schwerer zu tragen als die meisten erwartet hatten, zumal die beiden bestehenden Gruppen eine Stärke erlangt hatten, die nicht mehr herausforderbar war. Die Helden und die Vernünftigen waren nicht nur zahlenmäßig überlegen, sondern erhielten auch, im Gegensatz zu den Vereinzelten, Rückendeckung durch die Medien, die das Heldsein bestärkte, und von Eltern und Lehrern, die das Vernünftigsein unterstützten. Auf solchen Rückhalt mussten die Alternativen verzichten, auch der starke Zusammenhalt nach außen fehlte ihnen, da jeder mehr oder weniger auf sich allein gestellt war. Unter diesem gewaltigen Druck zog es manche zurück in die zwar wegweisenden, aber dennoch behaglichen Gruppen. Den Verbleibenden schließlich blieb nichts anderes übrig, als selbst, als Abwehr nach außen, eine Gruppe zu bilden, mit ebenso strengen Verhaltensmaßregeln und Umgangsformen wie die beiden anderen. So entstand eine widersprüchliche Gruppe der Gruppengegner, deren Bestreben vielleicht noch vor dreißig Jahren gefeiert worden wäre, heutzutage aber gnadenlos der Lächerlichkeit preisgegeben wird.
Abgrenzung nach außen und Gleichförmigkeitszwang innerhalb zeichnen somit letztendlich alle herangebildeten Gruppen aus. Die Gründe dafür sind so unterschiedlich wie die Gruppen selbst: Die einen handeln aus Geltungsdrang, die anderen aus Angst und wieder andere aus purer Not. Schlecht stünde es jedoch um jemanden, der noch genug Wertschätzung für seine eigene Persönlichkeit aufbringen würde, um ihr eine selbstbestimmte Bildung zu wünschen, statt einer gruppenbestimmten. Denn er müsste einsam bleiben.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

Patrick Hofmann
 

Inhaltsverzeichnis Liste der Abiturienten im Schuljahr 2000/2001

Achache Patrick
Behnes Michael
Brunn Corinna
Brzozowski Christoph
Butsch Alexander
Butzer Elisabeth
Crocoll Katja
El Gamali Jasmin
Enzmann Alexander
Faubel Birgit
Fender Tanja
Glassner Sabine
Glesing Dominik
Götz Anke
Gröbel Susanne
Günther Caroline
Häfele Stephanie
Heger Michaela
Heger Silvia
Hetenyi Nicolas
Hodorff Tanja
Hofacker Philipp
Hofmann Patrick
Homann Philipp
Hornung Petra
Jäger Jessica
Kapica Ines
Kiefer Christina
Kirchberg Julia
Koscielny Benjamin
Kreuter Sebastian
Kuch Vanessa
Kundinger Andrea
Mäusner Marcus
Mautter Marisa
Mehlich Julia
Meinzer Michael
Metzger Julia
Nagel Romy
Nees Stephanie
Noppe Carolin
O'Malley Holger
Pfefferle Tima
Pfeifer Christian
Ranew Fridolin
Sabadisch Angela
Saleh-Ebrahimi Sanaz
Sapnaras Dimitrios
Schindler Joscha
Schmid Robert
Schulz Susanne
Seeland Sandy
Seitz Sascha
Sies Nicole
Söhner Veronika
Stadler Florian
Steffe Sören
Stober Sarah
Strunck Stefan
Supper Maximilian
Thomale Chris
Thomale Ronny
Unger Ina
Usvat Miriam
Vogel Martin
Weniger Tamara
Werner Thorsten
Westhoff Susanne
Zambelli Melanie
Zamora Manuel

 

Inhaltsverzeichnis Die Preise des Abiturjahrgangs 2001

Die 5 Jahresbesten:
  Ronny Thomale
  Alexander Enzmann
  Julia Kirchberg
  Sabine Glassner
  Chris Thomale

Schulpreis: Ronny Thomale
Scheffelpreis/Deutsch: Patrick Hofmann
Englisch: Julia Kirchberg, Rommy Nagel, Stephanie Nees
Französisch/Apollinaire-Preis der Robert- Bosch-Stiftung: Sabine Glassner
Geschichte/Franz-Schnabel-Medaille: Alexander Enzmann
Biologie: Tanja Fender, Vanessa Kuch
Physik: Chris Thomale, Ronny Thomale
Mathematik: Chris Thomale, Ronny Thomale
Mathematik/Physik _ Ferdinand-Porsche- Preis: Ronny Thomale
Sport/Maul Medaille: Sebastian Kreuter

Anerkennungen für Mitarbeit:
Chor und Jazz-orchester: Katja Crocoll, Susanne Gröbel, Holger O'Malley, Tamara Weniger, Susanne Westhoff
Schach-AG: Alexander Enzmann, Sebastian Kreuter, Susanne Schulz, Chris Thomale
Bescheinigungen für Ehrenamt:
Michael Behnes, Alexander Butsch, Elisabeth Butzer, Katja Crocoll, Susanne Gröbel, Sebastian Kreuter, Andrea Kundinger, Holger O'Malley, Marisa Mautter, Veronika Söhner, Chris Thomale, Ronny Thomale, Martin Vogel, Susanne Westhoff.
 

Inhaltsverzeichnis Ehemaligentreffen am Gymnasium Neureut

Am 30. März verwandelte sich die Pausenhalle abends in einen Partykeller. Das Gymnasium feierte mit seinen Ehemaligen ein großes Wiedersehensfest. Lokalpresse, Internet und Mundpropaganda lockten eine erstaunlich große Zahl von gestandenen Frauen und Männern zurück in ihr altes Schulhaus, und viele hatten den Eindruck, es habe sich wenig verändert. „Sie unterrichten also immer noch?," fragte ein Dreißigjähriger seinen ehemaligen Leistungskurslehrer. „Sie müssen doch vor elf Jahren schon um Mitte Fünfzig gewesen sein." Der Angesprochene weiß nicht, ob er sich freuen soll oder nicht, wenn er daran denkt, dass er noch beide Hände braucht, um seine verbleibenden Dienstjahre an den Fingern abzuzählen. Anderseits freut es ihn heimlich, dass auch eine Mittdreißigerin seinen Namen verwechselt hat. Auch kommt es ihm vor, dass die Schüler, an die er sich noch erinnern kann, sich in ihrem Wesen wenig verändert haben.
An den Mienen der Anwesenden war abzulesen, dass das große Schulfamilienfest ein großer Erfolg war. Es soll wieder zur festen Tradition werden.
Ko
 

 Inhaltsverzeichnis Amerikanische Nacht am Gymnasium Neureut

"Amerika, du hast es besser," dachten sich Verbindungslehrer Thomas Gottwald und die SMV des Neureuter Gymnasiums und luden alle Freunde des Gymnasiums zwei Tage nach dem Nationalfeiertag der USA zu einer großen Amerikaparty ein. Die Pausenhalle war zünftig hergerichtet mit Pop Art aus den Klassen von Manfred Alt und einer echten Harley-Davidson. Es gab süße amerikanische Brausen und scharfes chili con carne, und viele Gäste zeigten durch ihre passenden T- und Sweatshirts, dass sie viel vom Sprung über den großen Teich hielten. Leibhaftige Cheerleaders warben zu Beginn im Schulhof mit Tanz und Akrobatik für das Fest. Später tanzten in der Pausenhalle Sabine Versens Schülergruppe und ein Square-Dance-Ensemble des Kollegiums. Daddy Lee, ein richtiger Amerikaner, sorgte für live music im Reggae-Stil, und D J Chris, professioneller Plattenmoderator und Neureuter Gymnasiast, ließ den Abend mit "seiner" Musik ausklingen.
Allen Organisatoren und Helfern gebührt großer Dank. Sie haben einmal mehr gezeigt, dass eine gute Schule mehr ist als Pauken und Notendruck.
Ko
 

Inhaltsverzeichnis Bericht über das mir verliehene Reisestipendium ins Deutsche Museum München

Wie auch in den vergangenen Jahren wurde einem Abiturienten für besondere Leistungen in Mathematik und Naturwissenschaften ein Reisestipendium zum Deutschen Museum in München verliehen. So kam es, dass ich mich in der Zeit vom 28.09.00 bis zum 01.10.00 in München aufhielt. Ich konnte die Reise erst jetzt antreten, da ich unmittelbar nach meinem Abitur im Juli '99 meinen Wehrdienst ableistete und direkt danach mit meinem Studium begonnen habe.
Nun sollte es endlich soweit sein und mit einer gehörigen Portion Vorfreude im Bauch fuhr ich am 28.09. nach München. Dort angekommen begab ich mich zu Frau Fischer, die für die Stipendiaten im Deutschen Museum zuständig ist. Sie stattete mich zunächst mit einem Ausstellungsführer des Deutschen Museums und einem Ausweis, der mir kostenlosen Eintritt zu allen Sammlungen des Deutschen Museums erlaubte, aus und zeigte mir mein Zimmer im Kerschensteiner Kolleg, wo ich während meines Aufenthalts wohnte. Von nun an konnte ich meinen Aufenthalt frei planen und begab mich dann auch gleich in die Ausstellungsräume.
Im Folgenden möchte ich einige meiner Eindrücke schildern.
Zunächst erlebte ich eine kleine Enttäuschung, denn die Ausstellungen Wissenschaftliche und Technische Chemie, auf die ich mich auch wegen meines Studiums am meisten gefreut hatte, waren wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Dafür wurde ich mit der brandneuen Ausstellung Pharmazie entschädigt. In diesem Bereich wird unter dem Motto "You are chemistry" ("Du bist Chemie"), die Bedeutung, Arbeitsweise und Geschichte der Pharmazie, aber auch der Aufbau des menschlichen Körpers gezeigt. Mittelpunkt und Hauptattraktion dieses Ausstellungsbereiches ist ein begehbares Modell einer menschlichen Zelle, in dem die Aufgaben der verschiedenen Zellorganellen erklärt wird, sowie mittels eines Films der Einsatz von Gentechnik bei der Herstellung von Medikamenten. Um diese Zelle herum gruppieren sich die anderen Ausstellungsstücke dieser Abteilung. So gibt es zum Beispiel einen kleinen Garten mit diversen, zum Teil schon aus dem Altertum bekannten Heilpflanzen oder Modelle der verschiedenen Zellen des menschlichen Körpers. Außerdem ist noch der Nachbau einer alten Apotheke (s. Bild) zu nennen, den man sich mittels eines Computers erklären lassen kann, sowie Informationsecken über verschiedene Krankheiten wie AIDS, Krebs oder Tbc und deren Ursache, Übertragung und Therapiemöglichkeiten.
 Auf der gleichen Etage wie die Pharmazieabteilung befindet sich auch die Abteilung Physik. Hier kann man bei den meisten Experimenten selbst Hand anlegen und so die Zusammenhänge verstehen, die die meisten Erfindungen erst möglich gemacht haben. Die Abteilung beginnt mit Experimenten der klassischen Mechanik wie zum Beispiel die des freien Falls oder über die Pendelgesetze. Ergänzt werden die Experimente durch historische Gerätschaften und den Nachbau des Laboratoriums von Galileo Galilei. Weiter geht es mit Ausstellungsräumen zu den Gebieten Thermodynamik, Elektrizität und Optik. Bei der letzteren Abteilung kann man sehr gut den Wandel der Physik im Lauf der Jahrhunderte nachvollziehen. Da gibt es einerseits die klassische geometrische Optik des Altertums und des Mittelalters mit den dazugehörigen Geräten wie zum Beispiel Fernohre, über die Wellenoptik mit Experimenten zur Beugung und Interferenz des Lichts, bis hin zu den optischen Geräten unserer Zeit wie zum Beispiel Elektronenmikroskope. Den Abschluss der Physikabteilung bildet eine Abteilung mit Experimenten und Schautafeln zur Atomphysik, bei der erklärt wird, "was die Welt im Innersten zusammenhält".
Eine Abteilung, die mit der Physik eng verknüpft ist, ist die Energietechnik. Hier werden verschiedene Energieformen vorgestellt. Zum einen die Kernenergie mit ihren Vorteilen (geringe Kosten, keine Abgase, hohe Effizienz), aber auch großen Problemen wie Sicherheit von Kernkraftwerken und die Lagerungsprobleme der ausgebrannten Brennstäbe. Zum anderen werden neue Energieformen vorgestellt, wie zum Beispiel die Sonnenenergie oder Energie aus Windkraft. Ein anderer Teil befasst sich mit der noch in der Entwicklung befindlichen Möglichkeit, Energie aus der Fusion von Atomkernen zu gewinnen.
Als Abschluss meines ersten Tages besuchte ich noch die Starkstromtechnikvorführung. Hierbei werden einige sehr effektvolle Ladungsüberschläge präsentiert. Außerdem wird die Wirkungsweise eines Blitzableiters erläutert und es wird gezeigt, welche fatalen Folgen es hat, wenn dieser nicht richtig geerdet ist.
Am zweiten Tag beschäftigte ich mich mit dem alten Menschheitstraum vom Fliegen. Dazu besuchte ich die Flugwerft Schleißheim, eine Außenstelle des Deutschen Museums auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Schleißheim vor den Toren Münchens. Dort wird mit vielen Original-stücken und Nachbauten die Geschichte der Luftfahrt lebendig. So sieht man zum Beispiel Nachbauten der Fluggeräte von Otto Lilienthal aus der Pionierzeit der Luftfahrt. Weiter geht es mit den Doppeldeckern aus der Zeit des 1.Weltkriegs wie der D V Albatros über Propellerflugzeuge aus dem 2.Weltkrieg, wie dem amerikanischen Transporter Douglas DC-3 oder dem Deutschen Bomber Heinkel He 111. In der neuen Ausstellungshalle findet man schließlich noch die Jets der Nachkriegszeit wie zum Beispiel den Starfighter. Neben den bereits erwähnten Flugzeugen findet man noch eine Reihe von Flugzeugmotoren beziehungsweise Triebwerken. Ein besonderes Highlight ist die sogenannte gläserne Werkstatt, bei der man den Restaurateuren bei der Arbeit zusehen kann. Nach der Rückkehr ins Deutsche Museum besichtigte ich die Luftfahrtausstellung im Museum selbst. Dort gibt es beispielsweise einen Nachbau des Standardtyp A der Gebrüder Wright, dem ersten Serienmotorflugzeug der Welt, eine Junkers Ju-52 dem Standardverkehrsflugzeug in den dreißiger Jahren, oder das erste Strahlflugzeug der Welt, eine Messerschmidt Me-262 aus dem Jahr 1945, zu sehen. Ebenfalls zur Ausstellung gehören zahlreiche Modelle der verschiedenen Zeitabschnitte der Luftfahrt. Unmittelbar an die Ausstellung der Flugzeuge angegliedert ist eine Reihe von Schaukästen mit verschiedenen Bordinstrumenten.
Zum Abschluss des Tages besichtigte ich noch die Raumfahrtabteilung des Museums. Dort findet man beispielsweise eine deutsche A-4 Rakete (besser bekannt als V-2), die den ersten brauchbaren Raketenmotor enthielt und so wichtige Erkenntnisse für den weiteren Weg der Raumfahrt lieferte. Weiter geht es mit Modellen der wichtigsten Raketen, die in der Raumfahrt eingesetzt wurden, wie zum Beispiel die Saturn V Trägerrakete des amerikanischen Apollo-Programms oder das europäische Gemeinschaftsprojekt Ariane IV. Unmittelbar daneben befinden sich einige Raumanzüge, darunter die von F. Bormann, der mit Gemini-7 im All war, und von D. Eisele von Apollo-7. Außerdem findet man in der Raumfahrtabteilung noch Modelle verschiedener Satelliten und Raumkapseln, darunter ein Nachbau der Mercurykapsel, in der John Glenn als erster Amerikaner ins All flog. Den Abschluss der Ausstellung zum Thema Raumfahrt bildet ein Spacelab, wie es in zahlreichen Spaceshuttlemissionen eingesetzt wurde.
Der nächste Tag sollte mich zunächst unter die Erde führen. Das Deutsche Museum beherbergt nämlich in seinem Untergeschoss eine umfangreiche Bergbauabteilung. Um diese genauer kennen zu lernen, machte ich eine Führung, die mehrmals täglich angeboten wird mit. Dies ist äußerst empfehlenswert, da der Führer die Möglichkeit hat, zahlreiche Ausstellungsstücke "zum Leben zu erwecken". Der Rundgang beginnt mit dem Blick in eine Betstube, in der die Bergleute ihre Schutzpatronin die heilige St. Barbara um Beistand bei ihrer harten und gefährlichen Arbeit baten. Weiter geht es dann in nachgebildeten Stollen, wo verschiedene Möglichkeiten erläutert werden, wie der Bergmann zu seinem eigentlichen Arbeitsplatz unter Tage gelangen konnte. Bis ins 19. Jahrhundert blieb den Bergleuten keine andere Wahl, als sich mit Leitern zu ihrem Arbeitsplatz zu bewegen. Ab 1833 gab es dann die sogenannte Fahrkunst, eine Vorrichtung aus beweglichen Balken mit Sprossen, die eine beträchtliche Erleichterung für die Bergleute brachten. In großformatigen Modellen wird dann der Abbau und Transport von erzhaltigem Gestein in früherer Zeit gezeigt. Daran angeschlossen ist ein Bereich über Salzgewinnung mit der Nachbildung von Solequellen, bei denen Salz aus dem Felsen mit Wasser herausgelöst wird, und einem Salzbergwerk, bei dem das Salz in großen Blöcken herausgeschlagen wird. Daran angegliedert ist ein Bereich über den Kohlebergbau ab 1900. Hier wird unter anderem die Einführung von Druckluft als Antriebsmöglichkeit gezeigt oder verschiedene Techniken einen Tunnel abzustützen. Ebenfalls sind moderne Fördermaschinen vorhanden, wie zum Beispiel Gesteinsfräsen oder Schaufellader, wie man sie aus dem Straßenbau kennt. Den Schluss der Bergbauabteilung bildet ein Ausstellungsteil über den Tagebau, bei dem heute vorwiegend Braunkohle gefördert wird.
 Eine Abteilung, die eng an den Bergbau anknüpft, ist die Abteilung über Metalle. Hier werden die zahlreichen Verhüttungsmethoden von erzhaltigem Gestein gezeigt. Zunächst erhält man einen Einblick in die Verarbeitungstechniken von Eisenerz. So wird die geschichtliche Entwicklung von den Schmiedewerkstätten des Mittelalters, über die ersten Hochöfen der Zeit der industriellen Revolution bis hin zu den Stahlwerken aus heutiger Zeit deutlich. Der zweite Abschnitt der Abteilung befasst sich mit den sogenannten Nichteisenmetallen. Hier werden Verfahren zur Gewinnung von Kupfer, Zink, Aluminium oder Blei dargestellt.
 Eine weitere Ausstellung, die sich mit Bodenschätzen beschäftigt, ist die Abteilung über Erdöl und Erdgas. Hier wird die Entstehung, Förderung und Aufbereitung von Erdöl dargestellt. Zahlreiche Exponate verdeutlichen die unterschiedlichen Bohrtechniken, die im Lauf der Zeit entwickelt wurden. So zum Beispiel eine Rotary-Bohranlage, bei der ein sich drehender Bohrmeißel das Gestein zerkleinert. Bei der Weiterverarbeitung des Öls werden mit Modellen und Leuchttafeln die Arbeitsschritte zwischen dem geförderten Rohöl und den fertigen Produkten wie Benzin, Teer, aber auch Plastik dargestellt.
Am letzten Tag meines Aufenthalts besuchte ich zunächst die Ausstellung über Astronomie. Hier erfährt man einiges über unser Sonnensystem, die Milchstraße und das gesamte bis heute bekannte Universum. So wird beispielsweise an Sternenmodellen die Umgebung der Erde und ihre Position dargestellt. Schautafeln informieren über die Planeten unseres Sonnensystems. Neben historischen Geräten, mit denen früher der Himmel erforscht wurde, gibt es auch Demonstrationen zu physikalischen Grundlagen der Astronomie, wie Gravitation oder Dopplereffekt. Darüber hinaus gibt es noch verschiedenste Linsenteleskope und Modelle heutiger Radioteleskope.
Ergänzend zur Astronomieabteilung gibt es im Deutschen Museum noch ein Planetarium. Hier sieht man die Sterne und Planeten, wie wir sie am Abendhimmel wahrnehmen können. Allerdings können im Planetarium auch die Sternbewegungen im Lauf eines Jahres verdeutlicht sowie der Himmel an allen Orten der Welt nachgebildet werden.
Danach besuchte ich die Abteilung Telekommunikation. Hier erfährt man einiges über die verschiedenen Arten der Informationsweiterleitung. So sieht man beispielsweise historische Holzschnitte von optischen Telegrafenstationen, bei denen die Nachricht durch die Stellung von beweglichen Balken auf einem Turm weitergegeben wurde. Daneben befinden sich Nachbauten der ersten Telegraphen oder Telefone. Anhand einer sogenannten Fernmeldelandschaft kann man den Weg eines Fernsehsignals vom Ort der Aufnahme bis zum heimischen Fernseher nachverfolgen kann. Ebenfalls sehr interessant ist eine sogenannte Blue-Box, mit deren Hilfe man Personen in eine virtuelle Umgebung einbetten kann.
Als Abschluss meiner Reise besuchte ich noch die Schifffahrtsabteilung. Diese ist, ebenso wie viele andere Ausstellungen, geschichtlich gegliedert. Den Beginn der Ausstellung markieren Nachbauten von Fellbooten der Steinzeit. Weiter geht es mit Modellen von Segelschiffen des Altertums und des Mittelalters. Im Untergeschoss sind weitere Modelle, diesmal von den dampfbetriebenen Schiffen, die seit der industriellen Revolution die Segelschiffe nach und nach ablösten. Ein Teilbereich dieser Abteilung widmet sich ausschließlich den Unterseebooten. Das beherrschende Objekt ist hierbei das erste deutsche U-Boot U1.
Aber schließlich hieß es auch für mich Abschied nehmen, vom Deutschen Museum und von München, und so fuhr ich am 01.10.00 mit vielen schönen Erinnerungen wieder zurück nach Karlsruhe.
Abschließend möchte ich mich noch bei allen bedanken, die mir diese Reise ermöglicht haben. Zuerst einmal beim Förderverein des Gymnasiums und dem Forschungszentrum Karlsruhe, die dieses Reisestipendium gestiftet haben und hoffentlich noch vielen Schülern eine Möglichkeit geben, das Deutsche Museum zu besuchen. Dann bei der Schulleitung und bei Frau Fischer vom Deutschen Museum für die Organisation meines Aufenthalts. Und last-but-not-least bei Matthias Schulz, der als bester Naturwissenschaftler unseres Jahrgangs die Reise bekommen hätte, aber zu meinen Gunsten darauf verzichtete.
Thomas Linder
 

Inhaltsverzeichnis Bundeswettbewerb Fremdsprachen 2001

Nach Aussage der Initiatoren des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen, ist der Mehrsprachenwettbewerb für die Jahrgangsstufen 11 bis 13, an dem ich dieses Jahr zum zweiten Mal teilnehme, etwas für Schüler, die sich gerne herausfordern lassen.
Da man hier in zwei selbst gewählten Wettbewerbssprachen in vier über das Jahr verteilten Runden sowohl mündlich als auch schriftlich seine Sprachfertigkeit unter Beweis stellen muss, ist diese Beurteilung durchaus gerechtfertigt. Allerdings habe ich den Wettbewerb in erster Linie als eine Möglichkeit erlebt, seine in der Schule erlangten Fremdsprachenkenntnisse praktisch anzuwenden und sich dabei gleichzeitig noch mit aktuellen Themen auseinanderzusetzen. Die Aufgaben beziehen sich nämlich meistens auf aktuelle Problematiken unseres Lebens.
 Besonders gut finde ich, dass man in diesem Wettbewerb mit Aufgabentypen konfrontiert wird, die man aus der Schule nicht unbedingt gewöhnt ist.
So besteht schon die erste Runde darin, dass man in den modernen Fremdsprachen _ für Latein gibt es gesonderte Aufgaben _ zu einem Bild, meist einem Comic oder einer Karikatur, entweder eine konkret gestellte Frage beantworten muss oder einfach seine Gedanken dazu wiedergibt und das ganze auf Kassette spricht. Dabei ist dann nicht nur Sprachfertigkeit, sondern auch noch ein Stück Kreativität gefragt, eine Fähigkeit, die im Fremdsprachenunterricht oftmals etwas kurz kommt.
Die zweite Runde besteht dann aus einer ganz gewöhnlichen Klausur, wie wir sie aus der Schule auch gewöhnt sind, nur etwas umfangreicher: vier Stunden für die erste, anderthalb für die zweite Wettbewerbssprache. Diese Klausur wird natürlich nicht zu Hause, sondern an einem zentralen Ort geschrieben, ich war bisher einmal in Stuttgart und einmal in Ludwigshafen. Das ist insofern ganz nett, weil man so auch andere Teilnehmer kennen lernt und sich über seine Eindrücke von den Aufgaben oder auch Gott und die Welt unterhalten kann.
Die dritte Runde steht dann ganz im Zeichen der praktischen Anwendung der gewählten Sprache. Man muss hier nämlich in seiner ersten Wettbewerbssprache einen Aufsatz schreiben. Die Themen dazu sind zwar vorgeschrieben, da aber immer fünf Sachthemen sowie eine Aufgabe mit Vorgaben für eine Kurzgeschichte zur Auswahl stehen, ist eigentlich immer ein Thema dabei, das einem liegt oder mit dem man sich ohnehin schon beschäftigt hat. Für diese doch recht umfangreiche Aufgabe hat man dann ca. zwei Monate Zeit, was einem eine intensivere Beschäftigung mit dem gewählten Thema und ermöglicht. Die Aufgabe in der zweiten Sprache ist es dann, seinen Aufsatz zusammenzufassen, im Fall von Latein kann man wählen, ob man den Text in einer dritten Sprache zusammenfassen oder eine Zusatzaufgabe für Latein lösen möchte.
Was einen in der vierten und letzten Runde des Wettbewerbs genau erwartet, kann ich leider nicht sagen, da ich sie letztes Jahr nicht erreicht habe und im diesjährigen Wettbewerb noch auf mein Ergebnis aus der dritten Runde warte. Was ich allerdings weiß, ist, dass diese Runde aus einem mehrtägigen Kolloquium besteht, das immer in einer anderen Stadt stattfindet, dieses Jahr in Berlin. Dort soll man dann noch ein letztes Mal sein Können in Runden- und Einzelgesprächen zeigen. Und vielleicht gewinnt man dann ja auch einen der zahlreichen interessanten Preise, wie z.B. die Aufnahme in die Studienstiftung des Deutschen Volkes, Reisestipendien o.ä.
Wie schon erwähnt, waren die Preise für mich nicht der ausschlaggebende Grund, an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Es macht einfach Spaß, sich einmal außerhalb der Schule fordern zu lassen und nicht immer nur das wiederzugeben, was man die Wochen vor einer Klausur gelernt hat. Auf jeden Fall bereue ich es nicht, mir schon zum zweiten Mal die Arbeit gemacht zu haben, innerhalb eines dreiviertel Jahres zwei Kassetten zu besprechen, eine Klausur und einen Aufsatz zu schreiben, denn dieser geringe Aufwand hat sich auf jeden Fall bezahlt gemacht.
Neben dem beschriebenen Mehrsprachenwettbewerb gibt es im Bundeswettbewerb Fremdsprachen auch noch den Einzelwettbewerb für Klasse 9 und 10, sowie den Gruppenwettbewerb für Klasse 7 bis 10. Sollte sich jemand für den Wettbewerb 2002 interessieren, so findet er alle weiteren Informationen sowie die Aufgaben der ersten Runde des Mehrsprachenwettbewerbs auf der Homepage des Wettbewerbs unter www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de. Allen, die sich in Zukunft dazu entschließen, sich ebenfalls dieser durchaus angenehmen Herausforderung zu stellen, wünsche ich schon einmal viel Erfolg und genauso viel Spaß, wie es mir gemacht hat.
Nina Meinzer, 13
 

Inhaltsverzeichnis Chemiepreis für Daniel Gandyra

Daniel Gandyra aus der 10. Klasse des Neureuter Gymnasiums hat sich im Jahr 2000 bei allen drei Aufgabenteilen des Landeswettbewerbs „Chemie im Alltag: das Experiment" erfolgreich beteiligt und „Ausdauer, Phantasie und Freude am experimentellen Arbeiten" bewiesen. Die Jury hat ihm deshalb den Jahrespreis 2000 zuerkannt.
Die gestellten Aufgaben beziehen sich auf alltägliche Anwendungen chemischer Vorgänge. Daniel untersuchte z. B. die feuchtigkeitsbindenen Eigenschaften von Babywindeln. Zur Verleihung der Jahres- und Sachpreise lädt das Ministerium für Kultur, Jugend und Sport die Gewinner am 8. März in den Echterdinger Flughafen. Daniel erhält dabei unter anderem ein naturlich gewachsenes Kupfer-Nugget, das in einem Bergwerk in Michigan gefunden wurde.
Ko
 

Inhaltsverzeichnis Mathematik ohne Grenzen

Die Welt steht vor zahllosen naturwissenschaftlichen Problemen. Es ist zu hoffen, dass begabte junge Menschen, die heute in den Schulen ausgebildet werden, Lösungsansätze zu diesen dringlichen offenen Fragen finden werden. In diesem Sinne begrüßte Regierungsschuldirektor Buhmann vom Oberschulamt Karlsruhe die Sieger im internationalen Wettbewerb „Mathematik ohne Grenzen", die am 15. Juni traditionsgemäß in der Sporthalle des Schulzentrums ihre Preise in Empfang nahmen. Richtungweisend sei dieser Wettbewerb vor allem, weil er zeige, wie verwickelte Fragen aus der konkreten Praxis durch abstraktes mathematisches Denken beantwortet werden können.
Oberstudiendirektor Wibel vom Gymnasium Neureut und Madame Audeaud, welche die französischen Schulen offiziell vertrat, betonten den völkerverbindenden Aspekt des Wettbewerbs, bei dem bekanntlich auch fremdsprachlich formulierte Aufgaben gestellt werden. Kennzeichnend für „Mathématiques sans frontières" ist auch die partnerschaftliche Zusammenarbeit in der Gruppe. Gleichzeitig steht das Projekt für die vielfach gewünschte Öffnung der Schulen nach außen.
Organisation und Durchführung des Wettkampfes sind dem Engagement zahlreicher Gymnasiallehrer zu verdanken. Die Beschaffung der Preise wäre aber ohne materielle Unterstützung durch wirtschaftliche Unternehmen nicht möglich. Die Coca-Cola-AG sorgte für einen Imbiss für etwa 200 Schüler, die aus Baden-Württemberg, Bayern und dem Elsass angereist waren. Die Sparkasse Karlsruhe stiftete 1000 DM für Preise, und die Firma Michelin organisiert einen Tag in der Go-cart-Rennbahn in Liedolsheim für zwei Klassen. Die französische Schulbehörde hat zwei Klassen aus Pforzheim nach Straßburg eingeladen.
Die Schulband und die Tanzgruppe des Gymnasiums sorgten für Stimmung bei den Schülern, die den Vormittag mit einem Volleyball-Turnier ausklingen ließen.
Ko
 

Inhaltsverzeichnis Besondere Aktivitäten des Schuljahres 2000/01

September 2000

12.09. 6 a Begrüßung der neuen Fünftlässler mit der Kantate "Max und Moritz"
13.09. 5 a "Die 5 a auf neuen Wegen" Teamunterricht in den ersten drei Tagen
29.09.-04.10 LK B 13 Studienfahrt an den Gardasee

Oktober 2000

02.10. 7 a Tour de Wissembourg
02.10. 8 b Theaterbesuch
15. _ 18.10 LK Ph 13 Exkursion nach Hamburg
19.10. 9 c Theaterbesuch "Aida"
21.10. gk mu 12 Theaterbesuch  "Aida"
27.10 5 a _ d ADAC-Fahrradturnier

November 2000

24.11. 5 b Basteln im Advent
28.11. 5 b Weihnachtsbäckerei
28.11.-8.12. Schüler aus Verdun besuchen Neureut
29.11. 9 b, 10 a Besuch des Musicals "Victor Viktoria"
29.11. 11 b Theaterbesuch "Faust"

Dezember 2000

04.12. gk mu 12 u. franz. Schüler Theaterbesichtigung
07.12. 5 c Adventsbasteln
08. _ 15.12. Ausstellung im FZ Leopoldshafen "Präsentation d. Ergebnisse eines ökol. Projekts"
12.12. Konzert "Schüler musizieren"
12.12. 9 b Klassenveranstaltung/Kegelabend in Eggenstein-Leopoldshafen
Dez. 11 c Theaterbesuch "Die Räuber"

Januar 2001

09.01. 11 c Besuch bei BASF Ludwigshafen
12.01. gk mu Theaterbesuch "Faust"
24.01. 5 b Theaterbesuch "Fazz und Zwo"
25.01. gk mu Theaterbesuch "Figaro"
27.01. gk f 13 Theaterbesuch "L'Avare"
Jan. 11 c Theaterbesuch "Emilia Galotti"
bis Jan. 11 Teilnahme am Wettbewerb "Medienpädagogik"

Februar 2001

02. _ 09.02. 8 a Skilandheimaufenthalt in Vals/Südtirol
06.02. Turn AG Jugend trainiert f. Olympia Gerätturnen Kreisfinale
09.02. 5 b Ernährungsberatung und Versuchsküche mit Milch
09. _ 17.02. 8 b Skilandheimaufenthalt in Vals/Südtirol
15.02. 9 b Eislaufen in der Eislaufhalle Neureut
16.02. 7 a Eislaufen in der Eislaufhalle Neureut
22.02. Turn AG Jugend trainiert f. Olympia Gerätturnen Bezirksfinale

März 2001

bis März 5 c Wettbewerb "akiju _ Politik bewegen" Einsenden digitaler Beiträge
05.03. 5 c Teilnahme am Wettbewerb: Food for you(ngsters) Präsentation der Arbeitsergebnisse
08.03. Turn AG Jugend Trainiert f. Olympia Gerätturnen Oberschulamtsebene
09.03. 7 a Eislaufen in der Eislaufhalle Neureut
14.03. 6 b Besuch der Ausstellung "Im Labyrinth des Minos"
15.03. 11 c Einführung in die Rasterelektronenmikroskopie
16.03. 7 a Eislaufen in der Eislaufhalle Neureut
16.03. 9 a Besichtigung des Rheinhafendampfkraftwerkes
20.-30.3. 10+11 Deutsche Schüler besuchen Verdun
22.03. 7 d Völkerkundemuseum Stuttgart Ausstellung: Indianer
28. _ 30.03. 6 a Dreitagesfahrt nach Herrenwies
29./30.03. 11 + 12 Sicherheitstage für Führerscheinbewerber und Fahranfänger in Zusammenarbeit mit dem Polizeiposten Neureut

April 2001

05. _ 07.04. Lk M 13 Vorbereitung schriftl. Abitur im Füllmenbacher Hof
10.04. Jazz-Band 40-Jahre FTU-Feier im FZ Karlsruhe
25.04. 7 a Dichterlesung/Gespräch mit Jugendbuchautor
April 7 d Museumsbesuch "Im Labyrinth des Minos"

Mai 2001

02. _ 08.05. 7 a Schüler aus Villar les Dombes in Neureut
10.05. Schulkonzert
11. _ 17.05.01 7a Aufenthalt inVillar les Dombes
11.05. 5 c "Wir leben in Europa" Teilnahme an der Europawoche 16.05. Lk B 12 Praktikum zu Methoden der Gentechnik
16.05. LK B 13 Besuch im Botanischen Garten der Uni Karlsruhe
17.05. 5 c Geografisch-geologische Exkursion in den Nordschwarzwald
19.05. 8 b, c Theaterbesuch "Zauberflöte"
23.05. 5 d Besuch der Stadtbibliothek in Neureut
Mai gk Phil. Universitätsbesuch in Freiburg

Juni 2001

10. _ 17.06. 11 a,c Studienfahrt nach Cesenatico
11. _ 17.06. 11 b Studienfahrt nach Rom
11.- 17.06. LK B 12 Exkursion nach Istrien
15.06. 9 b Bewirtung bei der Preisverleihung "Mathematik ohne Grenzen"
27.06. Besichtigung des Gehörlosenzentrums in Daxlanden als Nachbereitung des Projekts "Gebärdensprache"

Juli 2001

01.- 03.07 7 b Klassenfahrt DJH Bad Bergzabern
04.07. 5 d Ein musikalischer Ausflug Schloss Bruchsal
04. _ 06.07. 8 a Klassenfahrt nach Untersmatt und Wanderung zur Hornisgrinde
05. _ 08.07. LK/gk F Studienfahrt nach Paris
05. _ 09.07 9 b Klassenfahrt nach München
09. _ 11.07 5 a Schullandheim "Soziales lernen" und fächerübergreifender Unterricht in Goersdorf/Elsass
11.07. 5 a Begegnung mit den franz. Austauschschülern in der Ecole Primaire in Seebach
18. _ 25.07. 8 c Schullandheimaufenthalt in Binz/Rügen.
20.07. Gk lat. Besuch einer Villa rustica bei Wachenheim/Pfalz
 

Inhaltsverzeichnis Schülerinnen und Schüler gedachten der Opfer in den USA

 Die rund 1400 Schülerinnen und Schüler, Lehrer und Bedienstete im Neureuter Schulzentrum in der Unterfeldstraße haben sich am Freitagvormittag im Pausenhof getroffen, um mit einer eigenen kleinen Veranstaltung der Tausenden von Opfern nach den Terroranschlägen in den USA zu gedenken.
Die Idee hierzu sei im Ethikunterricht entstanden, die SMV organisierte die Zusammenkunft in der Pause. Einige Dutzend Schülerinnen und Schüler bildeten dabei das Friedenszeichen nach, alle entzündeten Kerzen als Symbol der Trauer und Hoffnung. Danach wurde eine Schweigeminute eingelegt. Außerdem hatten die Jugendlichen einen kurzen Brief an den amerikanischen Präsidenten verfasst, in dem sie ihre Trauer und Anteilnahme ausdrückten.
Neureuter Nachrichten 20.09.2001, S.3
 

Inhaltsverzeichnis Ich erinnere mich ...

Ich erinnere mich an manche Schüler.
Ich erinnere mich an manche Schüler nicht mehr.
Ich erinnere mich ...
Ich erinnerte mich sofort, als die unfassbare Nachricht kam.
Ich erinnere mich gut an den Jungen.
Ich erinnere mich gut an seine Mitschüler.
Ich erinnere mich gut an den gegenseitigen Respekt.
Ich denke an Klaus Bothe,
deine Lehrer denken an dich,
deine Schule denkt an dich.

Gerhard Eilers

 Klaus Bothe war unter den Opfern des 11. September.
 
 
 
 

Inhaltsverzeichnis II. Musik und Sport

Inhaltsverzeichnis Schülervorspiel am Gymnasium Neureut

Gabriele Dittmar lud am12. 12. zum traditionellen Vorspielabend der Gymnasiasten in die Aula des Schulzentrums. Wie in den vergangenen Jahren war das Schülerkonzert ein großer Erfolg. Die Talente aus den mittleren und oberen Klassen sind der Schulgemeinde schon wohl bekannt. Jelena Petrovic und Holger Nieder aus der Klasse 9 bewiesen mit Sonatensätzen von Haydn und Mozart, dass sie inzwischen "Oberstufenniveau" erreicht haben. Philipp Hofacker und Elisabeth Butzer zeigten, dass sie sich eine Paganini-Sonate bzw. Beethovens "Pathétique" zutrauen dürfen.
In der ersten Hälfte des Konzert zeigten Schüler der Unter- und Mittelstufe ihr Können. Dabei kamen neben dem Klavier Klarinetten, Gitarren und Flöten zum Einsatz. Alle begeisterten das Publikum in der vollbesetzten Aula durch ihre unbefangene Spielfreude. Besonders weit hat es die Gitarristin Sabrina Hanke schon gebracht. Sie hat schon einen ersten Preis bei "Jugend musiziert" gewonnen. Besonderen Beifall erhielt auch Meike Illges aus der 5. Klasse für ihre klassische Tanzeinlage.
      Zeitgenössische U-Musik ist heute ebenfalls salonfähig: Ulrich Scholl, Saxophon, interpretierte den Super Trouper, die Geschwister Berger spielten ein Akkordeon-Duo, Kristina Maier sang einen Song aus der West-Side-Story und Stefan Gaukel beeindruckte am Xylophon mit einer geradezu akrobatischen Version der "Erinnerung an Zirkus Renz".
Wie immer sorgte der Förderverein des Gymnasiums als Sponsor für einen festlichen und gastfreundlichen Rahmen. Der Verein hat im Rahmen des Konzerts zu einer Spendenaktion für ein neues Klavier aufgerufen. Auch dazu ist ihm viel Erfolg zu wünschen. Ko
 

Inhaltsverzeichnis Schulkonzert am Gymnasium Neureut

Es muss nicht immer Händel sein, dachten sich die Musiker des Neureuter Gymnasiums, als sie das Programm aus Jazz, Musical und "klassischen" Schlagern der letzten siebzig Jahre für ihr Schulkonzert am 10. Mai zusammenstellten. Anne Kerns Blockflötenorchester, das der Schulgemeinde mit Bearbeitungen aus dem Barockrepertoire in bester Erinnerung ist, präsentierte witzig verfremdete Evergreens, die sogar zum Wetter passten. Die zahlreichen Zuhörer in der Pausenhalle brauchten nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, wie bei Wochenend und Sonnenschein die fesche Lola mit dem schönen Sigismund am Sonntag segeln gehen will.
Der ebenfalls von Frau Kern geleitete Chor am Gymnasium, der bekanntlich Schüler, Eltern und Lehrer harmonisch vereint, beeindruckte mit beliebten Melodien aus "My Fair Lady", "Westside Story" und "Porgy and Bess" auch anspruchsvolle Ohren. Für die Augen aber hatte Sabine Versen mit gelungenen Choreographien und gut eingeübten Tanzgruppen gesorgt. Toni Mahl begann und beendete das Konzert schwungvoll mit seiner Jazzband, die durch einige Ehemalige verstärkt wurde.
Vera Kern aus der Klasse 10a führte mit viel Charme durch das Programm. Kristina Meier erweckte mit ihrer anrührenden Stimme Eliza Doolittle und Bernsteins Maria zum Leben. Rainer Mandel leistete am vom Förderverein renovierten Schulflügel beachtliche Arbeit im Hintergrund. Denn er gestaltete die Klavierbegleitung für Chor und Solistin. Das Schlagzeug hatte Stefan Gaukel übernommen.
Das Konzert wurde in Zusammenarbeit mit dem Förderverein organisiert, der für den Pausenimbiss sorgte und noch auf viele Spenden für das neue Klavier für den Musikunterricht hofft.
Ko

Inhaltsverzeichnis  Besuch bei den Musikinstrumenten im Bruchsaler Schloss

Um 8.15 Uhr traf sich die Klasse 5d mit ihrer Musiklehrerin Frau Dittmar und der Klassenlehrerin Frau Kubala an der Staßenbahnhaltestelle in Neureut. Es war ein sonniger Tag, und alle Schüler waren fröhlich, denn sie hatten heute keine Schule. Unser Ziel war das Musikinstrumentenmuseum im Bruchsaler Schloss. Als die Bahn um 8.30 Uhr kam, fuhren wir zum Hauptbahnhof in Karlsruhe. Dort war schon viel los, und die Menschen hasteten zu ihren Zügen. Nach 20minütiger Fahrt stiegen wir wieder aus. Nur eine kurze Zeit dauerte es, bis wir am Schloss angekommen waren. Es war ein großes und schön verziertes, mächtiges Gebäude.
Inmitten des Platzes befanden sich mehrere Springbrunnen, die munter vor sich hin plätscherten. Ein sympathischer Herr namens Kreis begrüßte uns freundlich und führte uns in einen von sechs Räumen. In diesem Raum standen verschiedene Orgeln und Klaviere. Das erste Musikinstrument, das wir besichtigten, bestand aus einer Orgel, einem Minischlagzeug, einem winzigen Xylophon sowie einer Walze mit verschiedenen Löchern, die darin versteckt waren. Wir bekamen erzählt, dass diese Löcher kleine Melodien erzeugen. Es gab unterschiedlich große und kleine Orgeln. Als erstes betrachteten wir Orgeln, auf denen kleine Figürchen standen. So große Orgeln besaßen meistens sehr reiche Menschen, oder sie standen in der Kirche. Die etwas kleineren Orgeln standen meistens in Wohnzimmern oder Wirtschaften. Sie dienten zur Unterhaltung. Danach gingen wir weiter zu den Kuckucksuhren. Die meisten von ihnen wurden im Schwarzwald gebaut. Die Schwarzwaldbewohner hatten ein Wohnzimmer mit Zugang zu allen anderen Räumen des Hauses. Der Mann arbeitete den ganzen Tag an den Kuckucksuhren. Die Frau und die Kinder halfen bei der Arbeit auf dem Feld. An den Uhren arbeitete der Mann zwei Wochen lang, jedoch verdiente er nicht viel für die Kuckucksuhren. Nun führte uns Herr Kreis in ein Zimmer mit vielen Stühlen und Tischen. Der große Moment kam, und wir durften selbst eine kleine Melodie lochen. Doch nicht irgendeine Melodie sollten wir uns ausdenken, sondern ein bekanntes Musikstück. Das Lied hieß: "Auf de schwäbsche Eisebahne". Wir zeichneten Kreuze ein und stachen diese mit einem kleinen Werkzeug aus. Als wir fertig waren, durften wir unsere Melodie anhören.
Danach sausten wir in den Marmorsaal des Schlosses, wo die „Optischen Täuschungen" zu bewundern waren. An der Decke waren verschiedene Gemälde und Figuren, die sich je nach Sichtposition entscheidend veränderten. Hinterher spielten einige Jungs Fußball auf einer naheliegenden Wiese. Die anderen warfen eine Frisbeescheibe hin und her oder ruhten sich einfach aus. Am Ende kamen wir erschöpft, aber trotzdem fröhlich zu Hause an. Für uns alle war das ein „super" Ausflug. Vielen Dank! Die Klasse 5d
 

Inhaltsverzeichnis Jazzband des Gymnasiums spielt im Forschunsgzentrum

Am 10.4.2001 feierte die Schule für Technik und Umwelt (FTU) beim Forschungszentrum Karlsruhe ihr vierzigjähriges Bestehen.
Das Gymnasium Neureut ist Patenschule des Forschungsszentrums und führt vielfältige außerunterrichtliche Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit den Forschern in Leopoldshafen durch. Deshalb wollte sich auch unsere Schule an der Feier beteiligen. Was lag da näher als die musikalische Umrahmung des Festaktes durch unsere derzeitige und durch „Ehemalige" verstärkte Jazzband?.
Der Auftritt war ein großer Erfolg, und Herr Dr. Körting, der Leiter der Schule, zeigte sich offensichtlich begeistert von unserer musikalischen Einstimmung. Die FTU hat uns auch durch eine beachtlich finanzielle Unterstützung beim Kauf eines E-Pianos für das Gymnasium geholfen. Hierfür möchten wir uns auch auf diesem Wege nochmals herzlich bedanken. Besonderer Dank gebürt aber auch allen Mitwirkenden, zumal dieser Auftritt in die Zeit der Osterferien fiel.
Toni Mahl
 

Inhaltsverzeichnis  Gymnasium Neureut geht neue Wege im Sportunterricht

Differenzierungsmodell startet im Schuljahr 2001/2002 mit den Schülerinnen und Schülern der 5. Klassen

Hin und wieder sollte es an der Zeit sein, seine geleistete pädagogische Arbeit kritisch zu reflektieren. Ohne einem geschätzten Kollegen zu nahe treten zu wollen, um aber einen Vergleich heranziehen zu können, sei behauptet, dass sich beispielsweise ein Mathematiklehrer diesbezüglich nicht besonders schwer tun sollte. Er hat seinen konkreten Lehrplan und findet darin recht klar definierte Ziele. Das Ergebnis seiner fachpädagogischen Bemühungen dokumentiert sich dann schlussendlich in den Noten und in der weiteren Entwicklung seiner ihm anvertrauten Zöglinge.
Betrachtet man demgegenüber den pädagogischen Auftrag im Fach Sport, so findet man Zielvorgaben, die weitaus weniger konkret, dafür aber deutlich vielfältiger gefasst sind. Filtert man alle Konjunktive und Randziele aus, so reduziert sich für den verantwortungsbewussten Sportpädagogen der zentrale Bildungsauftrag auf die Förderung motorischer Neigungen und Begabungen.
Gehen wir gedanklich nochmals zum Vergleich mit dem Unterricht im Fach Mathematik zurück. Der Mathematiklehrer einer 5. Klasse darf durchaus erwarten, dass seine gymnasialen Novizen überdurchschnittliche fachliche Begabungen und Fähigkeiten mitbringen. Darauf wird er nach einer gewissen Nivellierungsphase aufbauen können.
Wie sehen aber demgegenüber die individuellen motorischen Voraussetzungen unserer zehn- bis zwölfjährigen Gymnasiasten aus? Ohne auf die vielfältigen Ursachen eingehen zu wollen, die Schere zwischen denjenigen Kindern, die gute bis sehr gute motorische Voraussetzungen mitbringen, und denen, die in Sachen Ausdauer, Beweglichkeit, Kraft und Koordinationsvermögen deutliche Defizite aufweisen, klafft immer weiter auseinander.
Wie sollen wir bei solch unterschiedlichen Voraussetzungen unseren pädagogischen Auftrag verantwortungsbewusst erfüllen? Ein pädagogischer Spagat, der in den letzten Jahren zunehmend zu unbefriedigenden Erlebnissen und Ergebnissen führte.
Die Fachabteilung Sport des Gymnasiums Neureut hat sich nach durchaus kontroverser, abwägender Diskussion und nach Zustimmung unseres Schulleiters, Herrn Wibel, mehrheitlich dafür entschieden, im Sportunterricht der neuen Klassenstufe 5 einen zunächst auf ein Jahr befristeten Differenzierungsversuch zu starten.
Unmittelbar nach Beginn des Schuljahres 2001/2002 werden alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 mittels standardisierter Tests bezüglich ihrer  individuellen Voraussetzungen und Fähigkeiten in Sachen Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Schnelligkeit und Koordinationsfähigkeit überprüft. Das Ergebnis dieses Sichtungsverfahrens wird, getrennt nach Mädchen und Jungen, die Grundlage für eine erste, vorübergehende Zuordnung in eine von jeweils 3 motorischen Lerngruppen darstellen. Da wir in der glücklichen Lage sind, in Neureut über zwei Großsporthallen zu verfügen, können alle 6 Gruppen (jeweils 3 männliche Gruppen und 3 weibliche Gruppen) zeitgleich vormittags unterrichtet werden. Die endgültige Einteilung in die jeweilige motorische Lerngruppe findet dann nach Absprache zwischen den betreuenden Sportlehrern erst am Ende der 6. Schulwoche statt.
Das Sportkollegium des Gymnasiums Neureut ist sich bereits im Vorfeld durchaus bewusst, dass auch das geplante Differenzierungsmodell gewisse Nachteile aufweist und im Verlauf seiner Durchführung Schwierigkeiten und Probleme auftreten können. Wir begreifen es allerdings mehrheitlich als große Chance und gute Möglichkeit, möglichst vielen Schülerinnen und Schülern, entsprechend ihren jeweiligen individuellen motorischen Fähigkeiten, eine optimale motorische Förderung zukommen zu lassen. Von daher hoffen wir auf eine breite Zustimmung und Unterstützung durch die kommenden Fünftklässler und deren Eltern. Nach Ablauf des Schuljahres wird uns ein gemeinsames Resümee zeigen, ob sich hier für die Zukunft neue Möglichkeiten aufzeigen oder ob es doch vernünftiger sein wird, beim herkömmlichen Klassenverband zu bleiben.
Schule muss sich bewegen, nicht um ihrer selbst willen, sondern stets zum Wohle und damit zur best möglichen Förderung unserer Kinder.
Thomas Gottwald, Fachbeauftragter für Sport am Gymnasium Neureut

Inhaltsverzeichnis  Jugend trainiert für Olympia 2001

Gerätturnen:

Da einige turnbegabte Schülerinnen unsere Schule besuchen, konnte das Gymnasium Neureut bei den diesjährigen Wettkämpfen drei Mannschaften anmelden.
Generell besteht eine Mannschaft aus 5 Turnerinnen. Die Mannschaften selbst sind altersbegrenzt in Wettkampfklassen (WK) eingeteilt.
Die Wettkampfsaison beginnt mit der „Kreisqualifikation", die bereits schon traditionell in Pfinztal/Bgh ausgetragen wird.
    Im WK III: (Jahrgang 87/88) turnten für unsere Schule: Lisa_Maria Hardt, Lisa Reinhard, Cornelia Kotuna, Jasmina Blechschmidt sowie Francessca Pernecker.
Sie konnten ihre bisher gewonnenen Wettkampferfahrungen einsetzen und sich für die Bezirksausscheidung in Oberderdingen qualifizieren, indem sie den 1.Rang belegten.
Im WK. IV. (Jg. 88 u. jünger ) starteten zwei Mannschaften.
Gymnasium Neureut II, mit Heidi Böhm, Jenny Drausnigg, Sonja Reiling, Natascha Könches und Rebecca Zuber, die als erfahrene Turnerin die anderen vier Mädchen gut unterstützten konnte.Alle turnten ihre Übungen gut und die Stimmung innerhalb der Mannschaft war dies auch. Am Ende ihres Wettkampfdebüts war ihnen der 4. Platz von acht Mannschaften sicher.
Gymnasium Neureut I. bildeten Julia Ebersol,Rebecca Reinhard (beide KL: 5 ), Kira Weimer, Maike Wulbrede und Kristina Magagnato.
Diese Mannschaft hatte echte Chancen, den 1. Platz zu belegen, dies gelang ihr auch. Somit konnten wir mit zwei Mannschaften bei der nächst höheren Wettkampfrunde, den Bezirksmeisterschaften, starten.
Wie sich herausstellte, werden wir dieses Jahr auf zwei leistungsstarke Turnerinnen verzichten müssen. Verena Rodemann setzt ihre sportliche Laufbahn erfolgreich im Trampolinturnen fort. Andrea Deutsch, die bereits badische u. deutsche Meistertitel erhalten hat, laboriert an einer langwierigen Rückenverletzung. Wir hoffen,dass es ihr bald wieder besser geht.
 

Bezirksmeisterschaften:

Am 22.1.01. fanden in der schönen Aschingerhalle in Oberderdingen die Bezirksmeisterschaften statt.Bei diesem Wettkampf waren die konkurrierenden Mannschaften nicht zu verachten, denn Platz 1 oder 2 waren wichtig, um sich für das Oberschulamtsfinale zu qualifizieren.
Der WK III. begann morgens und unsere Mädchen hinterließen am Boden einen guten Eindruck.. Aber tatsächlich büßten wir an unserem „Sorgengerät", dem Sprung, einige Punkte ein. Auch der Schwebebalken wurde an diesem Tag einige Male zum „Zitterbalken". Doch durch hervorragende Übungen am Barren gelang es Lisa-Maria, Jasmina, Lisa, Kornelia und Francessca, hinter dem Justus- Knecht-Gymnasium Bruchsal, den 2. Platz zu belegen.
Unsere jüngeren Turnerinnen: Natascha,.Kira,.Rebecca, Maike und Kristina traten am frühen Nachmittag im WK IV an. Zu Beginn waren sie noch etwas nervös, doch turnten sie ihre Übungen sehr ausgeglichen. Sie wirkten als Mannschaft sehr homogen und belegten am Ende _ mit deutlichem Vorsprung -.den 1. Platz. Zweiter Sieger wurde das Max- Planck- Gymnasium Rüppurr, was uns auch freute, da die Mädchen beider Schulen im Wettkampf guten Kontakt miteinander hatten und man sich beim Oberschulamtsfinale wieder sehen wird.
Ein besonderes Lob geht an Maike Wulbrede, die noch vor der Siegerehrung den Wettkampf verlassen musste, um in Durlach am Lesewettbewerb der Schulen teilzunehmen.
Wie im vergangenen Jahr kann das Gymnasium Neureut wieder mit zwei Mannschaften beim Oberschulamtsfinale teilnehmen,das am 8.3.01. in Dossenheim stattfindet.
N. Mußgnug
 

Inhaltsverzeichnis Schulschachwettbewerbe

 Auch im vergangenen Schuljahr wurden am Gymnasium Neureut Schülerinnen und Schüler in zwei Schach-Arbeitsgemeinschaften unterrichtet. Dort wurden Fähigkeiten wie logisches Denken, Konzentrationsvermögen und Ausdauer gefördert. In vielen Trainingspartien mit ungefähr gleich starken Gegnern bestand die Gelegenheit, die eigene Spielstärke zu messen und zu verbessern. An den verschiedenen Schulschach- wettbewerben nahmen fünf Mannschaften unserer Schule mit insgesamt 24 Schülerinnen und Schülern teil, wobei zum Teil ausgezeichnete Ergebnisse erzielt werden konnten. Im Einzelnen starteten die Mannschaften in den nach  Wettkampfgruppen (WK) getrennt durchgeführten Wettbewerben mit den aufgeführten Ergebnissen:
    WK Mädchen: Unsere Mädchenmannschaft mit Susanne Schulz, Nikoletta Orban, Ramona Rackusch sowie unserer Neueinsteigerin Maria Kempf konnte zwar bei der Bezirksmeisterschaft nach sehr unglücklichem Verlauf nur den zweiten Platz belegen, beim Oberschulamtsfinale allerdings war nach spannendem Kampf gegen die starken Neuenbürgerinnen der Sieg auf unserer Seite. Im Landesfinale in Baden-Baden wurden unsere Mädchen dann nur von der württembergischen Mannschaft aus Plochingen besiegt, womit sie sich als badische Vertreterinnen für das Bundesfinale qualifiziert hatten. Auch bei diesem Turnier, das in Berlin ausgetragen wurde, zeigte die Neureuter Mannschaft überzeugende Leistungen und belegte in der Schlusstabelle dieser deutschen Meisterschaft einen guten neunten Platz unter 16 teilnehmenden Mannschaften.
WK I (Jahrgang 1980 und jünger): Unsere Oberstufenmannschaft mit Alexander Enzmann, Daniel Reidinger, Chris Thomale und Sebastian Kreuter konnte beim Bezirksfinale alle Gegner besiegen und holte somit verdient den Bezirksmeistertitel nach Neureut. Auch beim Oberschulamtsfinale in Neuenbürg zeigten unsere Spieler hervorragende Leistungen und belegten nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen mit der starken Mannschaft des „Schachgymnasiums" Altensteig den ausgezeichneten zweiten Platz.
WK II (Jahrgang 1984 und jünger): Die Jungenmannschaft der WK II mit Thorsten Schulz, Christian Tomas, Markus Hötzel, Timo Oppermann, Matthias Wermund und Michael Lebedkin konnte sich ohne Schwierigkeiten für das Bezirksfinale qualifizieren und belegte dort mit knappem Rückstand den dritten Platz in ihrer Gruppe.
WK IV (Jahrgang 1988 und jünger): In dieser WK waren wir sogar mit zwei Mannschaften vertreten. Die erste Mannschaft mit Gunnar Strentzsch, Marc-Oliver Winghart, Stefan Rackusch, Daniel Benz und James Damon belegte bei den Endkämpfen der Bezirksmeisterschaft den zweiten Platz und konnte damit das Oberschulamtsfinale erreichen. Bei diesem Turnier war die gastgebende Mannschaft aus Neuenbürg allen anderen Teilnehmern deutlich überlegen, im Kampf um die Platzierungen zeigten unsere Spieler überzeugende Leistungen und konnten am Ende den dritten Platz unter acht teilnehmenden Schulmannschaften belegen. Die zweite Neureuter Mannschaft dieser Altersklasse mit James Damon, Martin Kubat, Tobias Seufert, Maria Kempf und Steffen Schrempp konnte trotz großem Kampfgeist in ihrer Vorrundengruppe nur den dritten Platz erreichen und verpasste damit ganz knapp die Qualifikation für das Bezirksfinale.
Gedankt sei an dieser Stelle allen Beteiligten für ihre große Einsatzbereitschaft, die wieder einmal zu ausgezeichneten Ergebnissen unserer Schachgruppe bei vielen Wettkämpfen führte. Ganz besonderen Dank verdienen in diesem Jahr unsere Abiturientin Susanne Schulz und unsere Abiturienten Alexander Enzmann, Sebastian Kreuter und Chris Thomale, die in allen neun Schuljahren an Schulschachwettbewerben teilnahmen und mit ihrem hervorragenden schachlichen Können zu den zahlreichen kleinen und großen Erfolgen der Neureuter Schulschachmannschaften wesentlich beitragen konnten.
Franz Wiedemann
 
 
 
 

Inhaltsverzeichnis  III. Exkursionen

Inhaltsverzeichnis  Klasse 5a fährt nach Goersdorf

09.07.2001
Vormittag
Wir sind nach Goersdorf gefahren, weil wir endlich unsere Brieffreunde kennen lernen und Unterricht in einer neuen Umgebung haben wollten. Morgens um 8.30 Uhr mussten alle Schüler sich vor der Schule versammeln. Dann verabschiedeten sie sich alle von ihren Eltern und stiegen in den Bus ein. Eineinhalb aufregende Stunden sind wir bis nach Goersdorf gefahren. Über steile und hohe Straßen. In dieser Zeit spielten manche Karten, andere erzählten sich etwas (z.B. Witze). Dort angekommen stiegen alle aus dem Bus, stellten ihre Koffer vor das Haus und machten Fotos von der schönen Aussicht. Es dauerte eine Weile, bis wir unsere Koffer in das Zimmer bringen konnten, aber dann war ein "Mordsgeschrei und Getrampel", als alle die Zimmer erkundeten. Danach packten wir die Koffer aus und gingen in den freien Raum ganz unten im Haus. Dort stellten wir 32 Stühle im Kreis auf. Wir machten eine Anfangsrunde "Phantasiereise", danach sprachen wir über Konflikte und Streit. Herr Eisenhardt las uns dazu auch Sätze vor und wir mussten entscheiden, ob sie einen Konflikt oder keinen Konflikt beschreiben. Die Entscheidung fiel uns sehr schwer. Am Schluss gab es unterschiedliche Meinungen. Schon an diesem ersten Vormittag haben wir eine halbe Stunde Federball oder Fußball gespielt. Danach gab es ein leckeres Mittagessen.
Nataly StösserLehmann

Mittag
Am Mittag haben wir uns in einem Stuhlkreis zusammengesetzt und über das Thema "Verschiedenheiten erleben _ ohne Abwertung" unterhalten. Danach haben wir draußen ein Interaktionsspiel gemacht. Dabei kam es besonders auf Vertrauen an. Man lässt sich einfach fallen, und die anderen Schüler, die eng in einem Kreis stehen, müssen einen leicht auffangen und wieder vorsichtig weitergeben. Das hat den meisten großen Spaß gemacht, aber manche haben noch ein Problem damit. Dann kam wieder ein Stuhlkreis mit dem Tagesblitzlicht. Hier konnten oder sollten wir sagen, wie es uns gerade geht und wie wir den Tag fanden.
Endlich kamen dann die Freizeitspiele. Manche spielten Federball und Tischtennis. Die meisten Jungen spielten Fußball. Andere sind in ihre Zimmer gegangen und haben dort etwas gespielt oder haben sich hingelegt. Auf die Freizeitspiele hat sich jeder schon gefreut, denn da konnte man machen oder spielen, was man wollte. Sandra Pellinghoff und Caroline Jelinek

 Abend
Um 18.30 Uhr gab es unser erstes Abendessen in Frankreich. Zuerst mussten wir aber das Jugendhaus verlassen und zum Haupthaus hoch steigen. Dort waren nämlich die Küche und die Rezeption. Zur Vorspeise gab es Leberpastete mit Brot, das Hauptgericht war Hähnchenschlegel mit Gemüse. Als Nachspeise gab es sehr gutes Eis.
Nach dem Abendessen hatten wir ungefähr noch eine halbe Stunde Zeit, bis wir uns in unserer Herberge im Gemeinschaftsraum versammeln mussten. Auf unserem Programm stand nun "Buchvorstellung". Wie auch sonst im Schulalltag lief die Buchvorstellung hier genauso konzentriert ab. Alle lauschten gespannt auf die einzelnen Ausführungen. Ein Buch lautete: Die sanften Riesen der Meere, geschrieben von Nina Rauprich. Dieses Buch handelt vom Walfang und von dessen Bekämpfung. Manuel wird von Delphinen gerettet und ändert daraufhin seine Meinung über die großen Riesen der Meere.
Als auch die Buchvorstellung zu Ende war, so zirka um 21.00 Uhr, mussten wir alle auf unsere Zimmer. Bei uns wurde eine kleine Party gestartet. Es gab Chips, Cola und Musik bis zum Abwinken. Als es jedoch zu laut wurde, kam Herr Eisenhardt und ermahnte uns. Als es dann eine halbe Stunde später immer noch nicht leiser war, kam er noch einmal zu uns. Aber dieses Mal schickte er alle, die nicht zum Zimmer gehörten hinaus. Als Herr Eisenhardt weg war, machten wir uns bettfertig. Als alle lagen, erzählten wir uns noch ein paar Gruselgeschichten und schliefen erst lange nach 24.00 Uhr ein.
Hanna Heger

10.7.2001
Nach dem Frühstück (es gab Baguette, Marmelade, Käse, Müsli und eine große Auswahl an Getränken von Orangensaft, Kakao, Tee, Wasser bis Milch) haben wir ein "Anfangsblitzlicht" gemacht. Das ist ein Spiel, bei dem sich jeder kurz dazu äußert, wie er sich fühlt. Danach haben wir wie immer einen Stuhlkreis gestellt und über das Thema "Gefühle ausdrücken, Gefühle erkennen" geredet. Dazu bekamen wir auch Blätter ausgeteilt und machten kleine Spiele zu diesem Thema. Um ca. 11 Uhr waren wir fertig und redeten über das Klassenproblem "Außenseiter". Zu diesem Thema machten wir ein Spiel, bei dem jeder zeigen konnte, wie er sich in der Klasse fühlt und wie es ihm gefällt. Bei diesem Spiel zeigte sich, dass sich einige gar nicht so wohl in unserer Klasse fühlten, was uns doch sehr zu denken gab.
Danach gab es um Punkt 12 Uhr Mittagessen wie es in Frankreich üblich ist. Wie immer gab es ein Drei-Gänge-Menü. Zur Vorspeise gab es Taboulé (nordafrikanische Spezialität). Der Hauptgang bestand aus mit Fleisch gefüllten Maultaschen mit Tomatensoße. Als Nachspeise gab es eine weitere typisch französische Delikatesse: Mousse au chocolat!
Im Anschluss eine Stunde Mittagspause! - Zeit zum Fußballspielen, Kartenspielen, Duschen, Schachspielen, Ausruhen, Briefe schreiben,... Dann ging es los mit der Exkursion durch Wald und Wiese. Nachdem wir einmal im Kreis gelaufen waren (einmal Goersdorf und zurück), setzten wir unsere Wanderung fort. Es ging durch Wiesen, Wald und Felder mit verschiedenartigen Bäumen, zu denen wir gleich die französischen Vokabeln lernten. Irgendwann teilte uns Herr Eisenhardt "Baumkärtchen" aus. Sie zeigten einen Baum, die Form seiner Blätter und seine Früchte. Jeder musste „seinen Baum" suchen, finden, einen Zweig von ihm mitnehmen und ihn später Herrn Eisenhardt zeigen. Vor dem Abendessen hatten wir noch eine kleine Pause (zum Duschen, Fußballspielen usw.). Zur Vorspeise gab es Hühnercremesuppe, zum Hauptgericht gab es Merguez (gewürzte Bratwurst, eine weitere französische Spezialität aus Nordafrika ), grünen Salat und Kartoffelsalat. Danach hatten wir wieder eine kleine Pause, bevor wir um 20.30 Uhr wie am vorherigen Abend uns gegenseitig Bücher vorstellten. Dann gab uns unser Mitschüler Benjamin Lipp ein schönes Konzert auf seiner Konzertgitarre. Weil von der vorherigen Nacht noch alle müde waren, wurde von unseren Klassenlehrern Frau Rabe-Vogt und Herrn Eisenhardt angeordnet, dass um 22 Uhr alle mucksmäuschenstill in den Betten liegen mussten. Überraschend klappte dieses Unternehmen bis auf wenige Ausnahmen. Damit war der zweite Tag beendet.
David Westenfelder, Johannes Spindler, Benjamin Lipp

11.07.2001
Gleich nach dem Aufstehen haben wir unsere Sachen gepackt und die Zimmer gereinigt. Dann brachten wir unsere Taschen und Rucksäcke ins Erdgeschoss und gingen zum Frühstück. Als wir nach dem guten Essen zum Haus zurückkehrten, kam auch schon der Bus. Wir räumten unser Gepäck in den Kofferraum des Busses und stiegen ein. Dann fuhren wir durch die schöne Landschaft nach SEEBACH.
Dort angekommen, besichtigten wir die Bäckerei und durften sogar selber Brezeln formen. Danach bekamen wir einen Flammkuchenteig und durften ihn selbst mit Speck, Zwiebeln, Käse und Pilzen belegen. Als wir ihn gegessen hatten, besichtigten wir SEEBACH mit seinen vielen schönen Fachwerkhäusern.
Wir spazierten Richtung Schule und begutachteten derweil das Haus von Frau Rabe-Vogt. An der Schule wurden wir von unseren französischen Brieffreunden mit Kuchen und Getränken empfangen. Die Jungs spielten schnell miteinander Fußball, einige Mädchen setzten sich zusammen und spielten Karten, während andere sich nur einfach mit ihren Brieffreundinnen unterhielten. Nach ca. einer Stunde, die wir Zeit hatten, um unsere Brieffreunde persönlich kennen zu lernen, mussten wir leider auch schon wieder gehen. Dann fuhren wir ziemlich müde wieder nach Neureut. Dort angekommen, waren alle trotz der schönen Tage sichtlich froh, ihre Eltern wiederzusehen. Damit war unser schöner Ausflug beendet.
Luna Siebert und Anna Jentho

Inhaltsverzeichnis  Besuch des Lindenmuseums in Stuttgart

lm letzten Schuljahr fuhr die Klasse 7d nach Stuttgart ins Lindenmuseum für Völkerkunde. Wir besuchten die Ausstellung „Im Fluss der Zeit" über das Leben nordamerikanischer Indianerstämme. Begleitet wurden wir von Frau Gamerdinger (BK) und Herrn Reinhard (Englisch). Bei einer Führung durch die Ausstellung zeigte man uns Indianerkleidung, Waffen und Tipis. Anschließend konnten wir die traditionellen Muster und Motive skizzieren, mit denen die Indianer ihre AlItagsund Kultgegenstände schmückten. So hatten wir genügend Ideen und Anregungen, um im BKUnterricht unsere eigenen kleinen Tipis zu bemalen.
Sonja Sudarski

Inhaltsverzeichnis  Landschulheimaufenthalt der 8c auf Rügen

Mittwoch, 18 Juli, 4.28 Uhr!! Hauptbahnhof Karlsruhe:
Wir, die 8c, Frau Petirsch und Herr Lindenmeier steigen in den ICE, mit dem wir uns auf den Weg nach Binz, dem größten Seebad der Ostseeinsel Rügen machen.

Mittwochnachmittag:
Nach über 10 Stunden Reise kamen wir endlich in unserer Jugendherberge in Binz an, wo wir auch gleich in unsere Zimmer mit Meerblick ziehen konnten. Den Rest des Tages verbrachten wir am Strand.

Donnerstag, 19 Juli:
Vormittags fuhren wir mit einem Ausflugsschiff zu den nahegelegenen Kreidefelsen Rügens. Vom Schiff aus sahen wir auch die langen Häuser am Strand von Prora, die einst Hitlers "Bad der Zwanzigtausend" werden sollte. Die Anlage wurde jedoch nie fertiggestellt. Einige von uns hatten noch den Schlaf vom Vortag nachzuholen und dösten an Deck. Der Nachmittag stand uns zur freien Verfügung.

Freitag, 20 Juli:
An diesem Tag wanderten wir bei 30 Grad im Schatten zum acht Kilometer entfernten Jagdschloss Granitz, das 1836 erbaut wurde und die Ausstellung "Hirsche der Welt" (unzählige Hirschgeweihe) beherbergt. Vom 38 Meter hohen Turm bot sich uns ein schöner Ausblick bis Stralsund und Hiddensee.

Samstag, 21 Juli:
Beim Frühstück packten wir unsere "Lunchpakete", dann liehen wir uns Fahrräder und fuhren los, um Rügen zu erkunden. Nach einigen Pannen, Reparaturversuchen, Navigationsproblemen und einer Boddenüberquerung mit einem Ruderboot durften wir uns in Sellin ausruhen. Sellin wurde durch seine 500 Meter lange Landungsbrücke mit Konzertpavillon und Restaurant bekannt. Rast machten wir auch am "Schwarzen See". Ich habe gehört, dass wir auch an einem Wikingerdenkmal vorbeigekommen sind!?

Sonntag, 22 Juli
Morgens fuhren wir mit dem Bus auf die Halbinsel Göhren. Dort besichtigten wir zwei kleine Heimatmuseen und eine Kirche. Nach zwei sonnigen Strandstunden fuhren wir dann gemütlich mit dem "Rasenden Roland", einer Schmalspurbahn, zurück nach Binz.

Montag, 23 Juli:
Für diesen Tag war ein Ganztagsausflug geplant. Am Bahnhof Stralsund holte uns ein älterer Herr ab, der uns die Marienkirche und viele Backsteinhäuser (Hanse-Architektur) der einst sehr reichen und mächtigen Hansestadt zeigte. Später brachte er uns zur Stralsunder Jugendherberge, der ältesten in Europa. Dort bekamen wir ein Mittagessen (flachster Fisch und flüssigster Kartoffelbrei Europas). Danach besuchten wir das sehr interessante Meeresmuseum, das in einem großen, alten Kloster untergebracht ist.

 Dienstag, 24 Juli:
Wir hatten den ganzen Tag frei, mieteten Tretboote und lagen am Strand. Abends mussten wir auch schon unsere Koffer packen, um danach im Innenhof unsere eigene kleine Grillparty zu machen.

Mittwoch, 25 Juli:
Nach einer langen Reise kamen wir müde, aber braungebrannt und glücklich wieder am Karlsruher Hauptbahnhof an.
Wir bedanken uns bei Frau Teichmann und Herrn Ziegler für die perfekte Planung und Organisation der Reise. Leider konnten sie wegen Krankheit nicht mitkommen. Zum Glück war unsere Biolehrerin Frau Petirsch spontan bereit, uns zu begleiten, und auch Herr Lindenmeier reiste kurzentschlossen mit, obwohl er uns nicht kannte (vielleicht gerade deshalb). Danke!
Laura Faust, 8c
 

Inhaltsverzeichnis  Studienfahrt der Klasse 10a nach München vom 6.-9.7.2001

Am Freitag, dem 6. Juli, trafen wir, die Klasse 10a, Frau Bock und Herr Wendy, der auch noch seine Frau und seine zwei Töchter mitbrachte, uns morgens um 6.30Uhr am Karlsruher Hauptbahnhof. Gegen 7.00 Uhr kam unser Zug und wir verbrachten dort dreieinhalb vergnügliche Stunden bis nach München. Per U-Bahn gelangten wir in die Nähe der Jugendherberge und mit einem letzten Kraftakt schleppten wir unser Gepäck in unsere vorläufige Behausung. Allerdings stellte sich dort heraus, dass wir erst drei Stunden später in unsere Zimmer gehen konnten. Also machten wir uns so gut wie möglich frisch, verstauten Koffer und Reisetaschen und machten uns auf in die Innenstadt, wo wir erst einmal eine Stunde Freizeit bekamen. Wir schauten uns also um und trafen uns schließlich vor dem Rathaus wieder, wo gleich eine Überraschung auf uns wartete; ein Team von PRO 7 hatte ein paar von uns in der Fußgängerzone angesprochen und zu der Aufzeichnung einer Quizshow eingeladen, die abends stattfinden sollte. Nach einer längeren Diskussion beschlossen wir schließlich, diese Einladung anzunehmen, und verabredeten Ort und Zeit.
Nun gingen wir zum kulturelleren Teil des Tages über. Wir besuchten erst die Frauen- und dann die Theatinerkirche, ersteres inklusive einer Turmbesteigung, die uns einen wunderschönen Blick über München bescherte, und einer erholsamen Rast. Anschließend durchwanderten wir die Stadt und ließen uns schließlich nahe der Universität in einer Kneipe mit Biergarten nieder, um etwas zu trinken und unseren strapazierten Füßen etwas Erholung zu gönnen. Dann war es Zeit, in Richtung Filmstudios aufzubrechen, wo wir um 17.00 Uhr angekommen sein sollten. In einer Vorhalle warteten wir einige Zeit mit anderen Zuschauern, dann wurden wir ins Studio gelassen. Ein Animateur sorgte für Stimmung und im Rahmen seines Programms zeigten Frau Bock und Frau Wendy, dass sie auch gerne mal das Tanzbein schwingen...
Die Aufzeichnung an sich bot einen interessanten Einblick und wir rieten im Stillen auch eifrig mit. Wer sich für Promis interessierte, kam durch die Anwesenheit Andreas Türcks, Giulia Siegels und Ralf Bauers auch nicht zu kurz. Auf jeden Fall waren zum Schluss eigentlich alle, auch die anfänglichen Skeptiker, angetan von dieser Erfahrung. Nachdem wir in die Jugendherberge zurückgekehrt waren, aßen wir erst zu Abend und nahmen dann unsere Zimmer in Augenschein. Wir richteten uns mehr oder weniger häuslich ein und der Großteil der Klasse erkundete noch die Biergärten und Kneipen der Umgebung. Wieder `zu Hause' unterhielten wir uns noch eine Weile und gingen schließlich schlafen.
Für den nächsten Tag war der Besuch des Deutschen Museums angesagt. Wir gingen also schon um 8.00Uhr frühstücken, um so schnell wie möglich starten zu können. Das Museum an sich war interessant, und da wir drei Stunden Zeit hatten, konnten wir uns auch gut umschauen, obwohl es für das ganze riesige Muse
 um natürlich nicht reichte. Nach diesem Besuch hatten wir Freizeit. Wir gingen grüppchenweise einkaufen, ruhten uns aus, gingen etwas trinken oder erkundeten München. Allerdings wurden wir von einem starken Gewitter überrascht, das die meisten von uns schließlich in die Herberge flüchten ließ, wo wir uns die Zeit bis zum Abendessen vertrieben. Nach dem Essen machten wir uns fertig und auf ging's zum `Tollwoodfest', wobei wir zeitweilig befürchten mussten, es würde buchstäblich ins Wasser fallen. Dieses Fest jedenfalls ist eine Art Oktoberfestalternative mit Musik, Essen und Trinken und vielen kleinen Einkaufsständen und wir hatten viel Spaß. Zurück in der Herberge tauschten wir noch unsere Erfahrungen aus und gegen halb zwei gingen die meisten ins Bett.
Am Sonntag durften wir schließlich etwas länger schlafen und gingen `erst' gegen neun Uhr essen. Nach dem Frühstück teilten wir uns in zwei Gruppen. Die Mehrzahl entschloss sich zu einer Besichtigung des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau unter der Führung Herrn Wendys, eine kleinere Gruppe besuchte mit Frau Bock eine Kunstausstellung in der Stadt. Man muss sagen, dass dieser Vor- und Nachmittag für alle sicherlich sehr interessant, im Fall der Dachau-Gruppe aber auch ziemlich erschreckend und traurig war. Gegen vier trafen wir uns dann im Englischen Garten, ruhten uns aus, wiederum in Gruppen, und amüsierten uns prächtig, zumal wir fast das ganze Wochenende über wunderschönes Wetter hatten. Nach dem Abendessen begann es wieder zu regnen. Trotzdem verließen die meisten von uns zumindest für eine Weile die Jugendherberge und machten die Umgebung unsicher. Einige entschieden sich auch zu einem Besuch des wärmstens empfohlenen Stadtteils Schwabing oder suchten sich eine Kneipe oder eine Disko. Auch an diesem Abend - bzw. dieser Nacht - fanden noch amüsante Treffen in den einzelnen Zimmern statt, bis wir uns endlich müde genug fühlten, um schlafen zu gehen. Teilweise wurden wir nach eins sogar noch von Angestellten der Herberge auf die Nachtruhe hingewiesen, was wiederum ein Zeichen dafür ist, dass wir uns wirklich sehr nett unterhalten hatten...
Montag morgens standen wir dann zwischen 7.30 Uhr und 8.00 Uhr auf, packten unsere Sachen zusammen, räumten die Bettwäsche weg und gingen schließlich frühstücken. Dann machten wir uns endgültig fertig, erledigten noch ein paar Kleinigkeiten und brachen schließlich in Richtung Hauptbahnhof auf. Dort gaben wir vorläufig unser Gepäck ab und hatten nun noch einmal ein paar Stunden Zeit, um eine letzte ausgiebige Shoppingtour zu unternehmen, bis wir uns dann um halb zwei wieder am Bahnhof trafen und zu unserem Gleis marschierten. Die Zugfahrt wurde wieder ziemlich lustig, und die meisten sahen der Rückkehr nach Hause doch mit gemischten Gefühlen entgegen und wären gerne noch ein paar Tage geblieben.
Alles in allem war unser Münchenaufenthalt trotz einiger kleiner Dispute, die natürlich nicht ausblieben, äußerst gelungen und wir hatten jede Menge Spaß. Gleichzeitig kam auch die Kultur nicht zu kurz und so waren diese vier Tage durchaus lehrreich.
 In diesem Zusammenhang auch vielen herzlichen Dank an Frau Bock und Herrn Wendy, die sich große Mühe gaben, unseren Aufenthalt durch sachkundige Führung schön zu gestalten, die außerdem tolerant waren, auch unsere Vorschläge und Meinungen weitgehend akzeptierten und das Lehrersein auch einfach mal beiseite ließen und sich mit uns amüsierten. Jedenfalls werden wir München 2001 sicherlich in guter Erinnerung behalten.
Tanja Bruß, 10a

Inhaltsverzeichnis  Rovinj oder ein Bio-LK lebt auf!

Am 11. Juni 2001 brachen wir Biologie-Leistungskursler der Klassenstufe 12, gutgelaunt mit viel Musik, Red Bull und Lollis Richtung Villach auf, wo wir schließlich gegen 20 Uhr ankamen.
Am nächsten Morgen setzten wir die Fahrt zu unserem Ziel fort. Auf dem Weg nach Rovinj besichtigten wir in Slowenien zwei eindrucksvolle Tropfsteinhöhlen. War da nicht eine Sprungschanze?
Unsere Erwartung, eine heruntergekommene Unterkunft anzutreffen, die uns in Rovinj beherbergen sollte, wurde nicht bestätigt.
Statt dessen erwartete uns das Personal eines 3-Sterne-Sol-Hotels. Wir bezogen unsere Suiten und bekamen zum ersten Mal in einem „Landschulheim" etwas richtig Gutes zu essen: Ein wirklich erstklassiges Buffet, an dem jeder satt werden konnte. Bei beeindruckendem Sonnenuntergang mit Blick auf Rovinj von seiner schönsten Seite ließen wir den Abend in der Suite unserer Jungs ausklingen. Nach relativ kurzer Nacht testeten wir um 8 Uhr morgens (!) einen der drei hoteleigenen Pools. Diesen Tag hatten wir zur freien Verfügung, da unsere Lehrer, Herr Schultheiß und Herr Malsch, eine anstrengende Fahrt hinter sich hatten. Wir beschlossen einen Bummel durch die Stadt zu machen und faulenzten nachmittags am sonnigen Strand. Nach diesem Erholungstag ging es mit dem Boot des Meeresbiologischen Instituts aufs Meer, wo mit einem Netz bodennahe Meeresbewohner heraufgezogen wurden. Im Institut wuschen wir die Seesterne, Seegurken, Schwämme und Seescheiden etc. und fotografierten sie. Nach diesem Besuch begaben wir uns auf die Fahrt nach Pula, auf der wir am heißen Nachmittag einen Abstecher an den Strand machten. Nach erholsamem zweistündigem Sonnenbad war das Amphitheater in Pula dran. Dies erinnerte uns stark an die letztjährige Studienfahrt nach Rom. Wieder im Hotel vergnügten wir uns am Pool, bevor wir uns am reichhaltigen Buffet stärkten. Beim Nachtisch erfuhren wir von Herrn Malsch, dass man Melonen in Kroatien auf andere Weise isst als sonst auf der Welt: Man isst die Kerne und lässt das „Rote" liegen. Am Abend schauten wir uns das von den Animateuren vorbereitete Grease-Cabaret an.
Am Freitag fand die sehr schöne, aber „gefährliche" Istrienrundfahrt statt. Wir werden nie vergessen, wie viele Dolinen es auf Istrien gibt. Wir ahnten es noch nicht, bemerkten aber bald, dass wir uns auf den „Reisewegen zur Kunst" in Istrien befanden: zum Beispiel die byzantinischen Mosaiken in der Eupharsius-Basilika in Porec oder die versteckt im Wald gelegene Kapelle St. Maria bei Pazin mit ihren gut erhaltenen Wandfresken. Hier suchten wir nach Besichtigung lange Zeit nach unserem Herrn Schultheiß, bis wir ihn schließlich auf dem Rücken liegend, die wunderbare Kassettendecke der Kapelle fotografierend, fanden. Auf dem Weg zum Hotel dann noch ein „leidenschaftlicher" Vortrag über die Macchie am Limski-Kanal von unseren Chef-Biologen: „Macchie erfaßt man am besten mit allen Sinnen: mit dem Temperatursinn (es hatte über 30°C im Schatten!), dem Tastsinn (wir mussten die Blätter der Hartlaubgewächse zwischen den Fingern zerreiben!), dem Gesichtssinn (seht ihr die herrlichen Zistrosen), dem Geruchssinn (die ätherischen Öle), dem Schmerzsinn (die Stacheln und Dornen zerkratzten die Haut) und dem Gleichgewichtssinn (der steinige, verkarstete Untergrund!). Selbst schmecken kann man die Macchie, wenn man mit ihren Kräutern ein gutes Essen würzt." Diesen Abend verbrachten wir in der Diskothek des benachbarten Hotels, in der wir mit Sicherheit einen bleibenden Eindruck hinterließen.
  Am leider letzten Tag kletterten wir auf der kleinen und von Herrn Schultheiß heiß geliebten Insel Banjole herum, auf der eine Möwenkolonie brütete und eine sehr schöne ortsspezifische Eidechsenrasse lebt. Nicht jeder behält diese kleine Insel in guter Erinnerung, da eine gut zielende Möwe einer Kursteilnehmerin etwas auf den Kopf fallen ließ. Nach diesem vergnüglichen Ausflug gingen die meisten von uns noch einmal in die Stadt, um sich Reiseproviant zu kaufen. Den letzten Abend genossen wir mitsamt unseren beiden Lehrern in einem netten Restaurant.
Fazit: Viel Geographisches, Biologisches und zahlreiche kulturgeschichtliche Eindrücke in nur wenigen Tagen! Daneben noch Zeit für erholsame Strandaufenthalte und „abenteuerliche Erlebnisse".
Wir sind stolz darauf, der letzte LK sein zu dürfen, der mit Herrn Schultheiß diese Exkursion erleben durfte. Wir danken ihm und Herrn Malsch für diese schönen Tage im sonnigen Kroatien!
Stefanie Schuhmann & Kristina Maier
 
 
 
 
 
 
 

Inhaltsverzeichnis IV. Auslandskontakte

Inhaltsverzeichnis Schüler aus Verdun genießen deutsche Romantik

In der französischen Bildungstradition ist Deutschland das Reich der Romantik. Dieser Vorstellung kam das Programm, das Gisela Gleich und Frieder Kohlenberger vom Neureuter Gymnasium für die diesjährigen Schüler aus Verdun zusammengestellt hatten, weitgehend entgegen. Waren die Höhepunkte des Aufenthaltes vom 28.11. bis 8.12. doch der Karlsruher Weihnachtsmarkt, Gounods Faust im Staatstheater und Fahrten nach Heidelberg und Rothenburg ob der Tauber. Aber auch eine Besichtigung des Neureuter Heimathauses kann nostalgische Gefühle wecken und zu Überlegungen über die vielschichtigen deutsch-französischen Beziehungen Anlass geben.
Heute geht es natürlich vor allem darum, die Schüler - ausgehend von Berührungspunkten in der Vergangenheit - auf eine partnerschaftliche Zukunft vorzubereiten. So traf es sich gut, dass die 19 Schüler und Schülerinnen aus der Seconde (10. Klasse) in den Klassen ihrer Partner auch am Vorlauf des im Elsass entstandenen Wettbewerbs "Mathematik ohne Grenzen" teilnehmen konnten.
Ko
 

Aus dem Tagebuch eines französischen Austauschschülers:

La mairie (das Rathaus) de style néoclassique, a été construite il y a environ 200 ans par Friedrich Weinbrenner. Elle se situe à proximité de la pyramide de Karlsruhe qui est le symbole de la ville. Nous avons ensuite découvert l'obélisque (rappel de la première constitution en Allemagne) qui se dresse devant un ancien palais, aujourd'hui devenu une banque. En nous promenant nous avons vu dans une vitrine une spécialité régionale, le Dambedei. Nous sommes ensuite passés devant deux monuments symbolisant la révolution de 1848 puis sur la place des fêtes (Festplatz) où I'on trouve plusieurs bâtiments culturels (die Schwarzwaldhalle und das Konzerthaus). Puis nous sommes allés au jardin municipal où se trouvent la bibliothèque et la fontaine aux nymphes (Nymphengarten). Nous avons vu la plus vieille église de la ville (die Katholische Stadtkirche) et nous sommes allés au château en passant par la rue commerçante (die Kaiserstrasse).
Karlsruhe est un centre économique régional très influencé par la France. C'est également un très grand port sur le Rhin. Le plan de la ville représente un cercle dont le centre est le château. Karlsruhe propose de nombreuses installations culturelles et de loisirs. La ville est recouverte à 50% d'espaces verts. C'est un centre sportif important où l'on retrouve dans les fêtes I'ambiance badoise.
 

Mittwoch, den 6.Dezember:

Heute ist Nikolaus. Wie jeden Morgen bin ich um halb sieben aufgewacht. Ich habe mich geduscht und angezogen, dann habe ich gefrühstückt. Ich bin in die Schule gegangen. Um acht Uhr hatten die Franzosen drei Unterrichtsstunden. Ich habe Sport und Französisch. Um halb elf haben wir die Straßenbahn genommen, um zum ZKM zu fahren. Wir haben moderne Kunst gesehen, aber ich fand es hässlich. Danach haben wir eine Informatikausstellung besucht. Es war interessant und lustig. Wir sind zurückgefahren. Zum Mittagessen gab es Fleisch und Nudeln. Nachdem wir gegessen haben, habe ich geschlafen, weil ich sehr müde war. Um sechs Uhr habe ich seine Großeltern getroffen. Sie haben mir Schokolade geschenkt und wir haben diskutiert. Dann haben wir zu Abend gegessen. Es gab Wurst und Salat. Um acht Uhr habe ich mit meinem Partner Computer gespielt und ich habe gewonnen. Um halb zehn sind wir ins Bett gegangen.
 

Inhaltsverzeichnis Schüler aus Neureut erleben Verdun

Weder anhaltendes kühles Regenwetter noch Aufregungen um MKS konnten den 19 Schülerinnen und Schülern des Neureuter Gymnasiums die Freude an dem zehntägigen Aufenthalt in Verdun verderben, von dem sie am 3O.3. zurückgekehrt sind. Als Austauschschüler konnten sie - was kaum einem Touristen möglich ist - das Leben in einer französischen Familie und den Schulalltag ihrer Altersgenossen aus erster Hand kennen lernen. Dabei stellten sie fest, dass sich herkömmliche Erwartungen und Vorstellungen teils zu erfüllen scheinen, oft aber auch gründlich revidiert werden müssen.
In die an diesem Ort unvergessenen schrecklichen Grabenkämpfe von 1916 waren allenfalls noch die Urgroßväter der heute Sechzehnjährigen unmittelbar verwickelt, aber im Friedenszentrum im alten Bischofspalast richtet sich der Blick in die Zukunft. Dort geht es um Menschenrechte und Verhinderung von kriegerischen Konflikten.
Neben Politik und Geschichte kam auch die französische Kunst nicht zu kurz. Während dieses 15. Besuches Neureuter Schüler in der "Hauptstadt des Friedens" konnte auch wieder eine Tagesfahrt nach Paris organisiert und finanziert werden, deren Höhepunkt eine Führung zu den Meistern des 19. Jahrhunderts im Musée d'Orsay war.
Ko

Inhaltsverzeichnis  Trimesteraufenthalt in Verdun

5. 9. bis 1. 12. 2000
Im Herbst '99 wurden wir ihn der Schule über die Möglichkeit informiert, ein Trimester, also circa drei Monate, in Frankreich zu verbringen. Zu dieser Veranstaltung waren auch Schüler eingeladen, die diesen Austausch schon im letzten Jahr gemacht hatten, und da diese sich sehr positiv äußerten, war für mich sofort klar, es auch zu versuchen. So bewarb ich mich schließlich über das Oberschulamt für das Internat in Verdun. Zuerst schien es auf Grund von Umbauarbeiten an der Schule nicht zu klappen, aber dann kam plötzlich der Anruf, ich könne doch gehen.
Von diesem Aufenthalt erhoffte ich mir natürlich große Fortschritte in der französischen Sprache, wollte aber auch neue Freundschaften schließen und einen ganz anderen Lebensstil kennen lernen. Außerdem war ich schon immer recht neugierig, wie das Leben in einem Internat so aussieht. Nun bekam ich die Chance, all das miteinander zu verbinden.
In der Zeit vor meiner Abreise war ich nicht besonders aufgeregt, da ich mir noch gar nicht vorstellen konnte, wirklich für so lange Zeit im Ausland zu sein. Aber schließlich war der Augenblick doch gekommen. Am Morgen des 5. September ging es los.
 Gegen 10.00 Uhr standen meine Familie, die mich begleitete, und ich vor der Pforte des Lycée. Das Abenteuer begann! Wir besichtigten die Schule und regelten die Formalitäten. Dann hieß es Abschied nehmen und in die Klasse gehen. Dort kümmerte sich ein Mädchen auch gleich ganz lieb um mich, und in ihr und ihren Freundinnen fand ich eine Gruppe, die mir beim Eingewöhnen half - auch im Internat.
Zum Internatsleben muss in allererster Linie einmal Folgendes gesagt werden: Mit den Vorstellungen, die durch das Lesen diverser Internatsbücher entstehen, hat das wirkliche Internatsleben herzlich wenig zu tun. Es ist ziemlich streng (z.B. um 22.00 Uhr Bettruhe, Zeiten, in denen man für die Schule arbeiten und still sein muss), und es herrscht auch durchaus nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen. Es stimmt natürlich schon, dass, wenn man so intensiv zusammenlebt, eine gute Gemeinschaft da ist, aber es gibt natürlich auch Streit, Getratsche und kleine Intrigen, außerdem ist es schwer, einmal seine Ruhe zu haben. Dennoch bin ich letztendlich froh, ins Internat gegangen zu sein, da man nirgendwo sonst so schnell so viele nette Menschen kennen lernt.
Was mich allerdings etwas gestört hat, war der regelmäßige Tagesablauf, der kaum Freiraum lässt, und der ziemlich harte Schulalltag.
Das französische Schulsystem unterscheidet sich stark vom deutschen. Da das Abitur nach 12 Schuljahren geschrieben wird und nicht nach 13, hat man sehr viel Unterricht und, bis auf den Mittwoch, an dem nachmittags in ganz Frankreich schulfrei ist, auch jeden Nachmittag. Oft hat man, wie meine Klasse, auch Samstag morgens Schule. Außerdem werden sehr viele Arbeiten und Tests geschrieben, und zusätzlich zu dem langen Unterricht fallen die Hausaufgaben auch noch sehr umfangreich und oft auch schwierig aus.
Ich war in einer `Seconde', die als Klassenstufe ungefähr unserer Zehnten entspricht. Mit dem Stoff hatte ich eigentlich in keinem Fach wirkliche Probleme, war am Trimesterende sogar Drittbeste meiner Klasse. Wenn ich doch einmal eine Frage hatte, konnte ich mich an Klassen- und Internatskameraden wenden oder auch an die Lehrer, die alle sehr nett zu mir waren und sich um mich kümmerten.
Was mir besonders auffiel, war, dass die französischen Schüler in den Fremdsprachen sehr schlecht sind, dafür aber in den Naturwissenschaften schon recht weit. Wozu man sagen muss, dass in Frankreich Physik und Mathematik groß geschrieben werden und die Sprachen eher nebensächlich sind.
Nach allem, was ich in Frankreich in Sachen Schule erlebt habe, ziehe ich das deutsche Schulsystem klar vor. Die französischen Schüler haben praktisch keine Freizeit, und ich habe festgestellt, dass sie trotz des vielen Unterrichts nicht schneller oder mehr lernen als wir in Deutschland.
Das Internat ist von Samstagnachmittag bis Montagmorgen geschlossen. Während dieser Zeit gehen die französischen Schüler nach Hause. Für Gastschüler sieht das Lycée vor, die Wochenenden bei wechselnden Gastfamilien zu verbringen. Man hat auch eigentlich keine Mühe, jemanden zu finden, der einen aufnimmt, da fast alle sehr nett und natürlich auch etwas neugierig sind. An Angeboten mangelte es mir also nicht, doch letztendlich verbrachte ich doch fast alle Wochenenden bei derselben Familie. Es ist interessant, am Leben einer französischen Familie teilzunehmen und auch Besichtigungen in Verdun und Umgebung zu unternehmen.
Verdun ist für uns eher eine große Gemeinde, in Lothringen aber schon eine richtige Stadt. Es hat ein sehr schönes Zentrum mit kleinen Lädchen, es gibt aber auch große Einkaufszentren, ein Kino und ein Schwimmbad. Verdun und seine Umgebung waren ein wichtiger Schauplatz besonders des Ersten Weltkrieges und das macht sich heute noch bemerkbar. Man kann noch Schützengräben und unterirdische Gänge sehen, außerdem gibt es unzählige Soldatenfriedhöfe, sowohl deutsche als auch französische.
Verdun ist auch sonst eine interessante Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten, z.B. sehr viele Kirchen, unter anderem eine wunderschöne Kathedrale, dann das `Centre mondial de la paix', die riesige Zitadelle, ein altes Stadttor und Denkmäler wichtiger Persönlichkeiten.
Was die Umgebung betrifft, ist das Beinhaus von Douaumont meiner Meinung nach sehr sehenswert. Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man auch die beiden anderen mehr oder weniger nahen Städte besichtigen, Metz und Thionville. Besonders Metz hat mich begeistert, obwohl ich - leider - nur einen Nachmittag dort war. Ich gebe zu, dass es in Frankreich nicht immer leicht war und ich manchmal auch ganz schönes Heimweh hatte, besonders in den ersten zwei Wochen. Dann wurde es stetig besser. In den Ferien war ich zu Hause, die Wochen danach bis zu meiner Abreise waren dann noch wunderschön. Die Klasse und besonders meine neu gewonnenen Freundinnen im Internat waren auch ziemlich traurig, weil ich gehen musste, und ich fand es dann auch sehr schade, obwohl ich mich natürlich auch freute, wieder zu Hause zu sein. Aber ein sehr ereignisreicher Lebensabschnitt war nun endgültig zu Ende und so ein Gedanke macht schon etwas trübsinnig.
Zurückblickend muss ich sagen, dass es sich wirklich gelohnt hat, nach Frankreich zu gehen. Die Fortschritte, die ich in Französisch, besonders das Verständnis betreffend, gemacht habe, sind bemerkenswert. Außerdem bin ich ein ganzes Stück reifer geworden und werde Herausforderungen in Zukunft sicher besser entgegengehen können. Ich habe auch viele neue Bekanntschaften geschlossen und andere Lebensweisen und Bräuche kennengelernt. Auf alle Fälle möchte ich allen empfehlen, solch eine Chance zu nutzen, wenn sie sich bietet, da man wirklich unglaublich davon profitiert.
Tanja Bruß

Inhaltsverzeichnis  Klasse 7a besucht Villars-les-Dombes

28 Schülerinnen und Schüler der Klasse 7a besuchten vor den Pfingsferien eine Woche lang Villars-les-Dombes bei Lyon. Sie waren in den Familien ihrer jeweiligen Austauschpartner untergebracht, mit denen sie brieflich schon in Kontakt standen und die fast unmittelbar zuvor eine Woche lang als Gäste in Neureut geweilt hatten.
Der Austausch in Frankreich begann mit dem "Familienteil": Freitag abends nach unserer Ankunft mit einer "Willkommensparty" unter der Regie der französischen Eltern, dann das Wochenende in den Familien. Da hochsommerliche Temperaturen herrschten, machten viele Familien mit ihren deutschen Gästen einen Besuch im Schwimmbad in der näheren oder auch ferneren Umgebung. Ein Schüler lernte so sogar Aix-les-Bains und den Lac Bourget, den größten Binnensee Frankreichs, kennen.
Die Woche begann dann mit zwei Exkursionen: montags zu der einzigen Krokodil-Farm in Europa, dienstags stand der Besuch von Lyon auf dem Programm. Mittwochs hatten unsere deutschen Jugendlichen noch Gelegenheit, am Unterricht ihrer Austauschpartner teilzunehmen und so einen kleinen Einblick ins französische Schulsystem zu bekommen. Die Zeit verging sehr schnell, hatten sich doch Freundschaften angebahnt, die mit Sicherheit über den Schüleraustausch hinaus andauern werden.
Mit den kulturellen Unterschieden kamen die Schüler gut zurecht, nicht zuletzt Dank der entsprechenden Vorbereitung durch die begleitenden Lehrkräfte Frau Bock und Frau Oberacker-Hartig. So wurden die Teilnehmer ihrer Rolle als „Botschafter Deutschlands" gut gerecht. Überraschend war die Unbefangenheit, mit der die 13jährigen Gymnasiasten mit der französischen Sprache umgingen und so ihre Kenntnisse erweiterten. In diesem Punkt haben sie ihren gleichaltrigen Mitschülern einiges voraus. In der 5. Klasse lernt sich die französische Aussprache doch leichter, als wenn erst zwei Jahre später damit begonnen wird.
L. Oberacker-Hartig
 
 
 
 

Inhaltsverzeichnis V. Am Rande des Lehrplans

Inhaltsverzeichnis Fahrradturnier am Gymnasium Neureut

Am letzten Tag vor den Herbstferien hat das Gymnasium Neureut in Zusammenarbeit mit dem Polizeiposten Neureut und dem ADAC ein Fahrradturnier für alle 5. Klassen veranstaltet. Für die Kinder ging es darum, zu zeigen, dass sie auch unter schwierigen Bedingungen das eigene Fahrrad einwandfrei beherrschen - eine unabdingbare Voraussetzung für die heutigen Anforderungen im Straßenverkehr.
Zunächst aber mussten alle in einem Fragebogen ihre theoretischen Kenntnisse unter Beweis stellen.
Die nächste Hürde war die Überprüfung der Fahrräder auf ihre Verkehrssicherheit. Und dann konnte es "richtig" losgehen: Anfahren (umschauen nicht vergessen!) - Kreisel - Achter ... ; insgesamt mussten acht Aufgaben bewältigt werden, und die Stoppuhr lief!
Glücklicherweise hatten wir einige sehr engagierte Mütter als Schiedsrichter und zum Auswerten der Ergebnisse, so dass auch wir nicht "ins Schleudern gerieten".
Nach so viel Anstrengung gab es für die Kinder erst mal eine Stärkung (ein Dank den Spendern!).
Zum Abschluss fuhren Herr Wibel und zwei Kollegen den Parcours - außer Konkurrenz natürlich - aber sehr zur Freude der Schülerinnen und Schüler.
Höhepunkt war dann die Siegerehrung in der Pausenhalle: die Besten erhielten Medaillen, Gürteltaschen und Buchgutscheine und David Westenfelder aus der 5a als Gesamtsieger einen Wanderpokal.
Ein schöner Abschluss für die Fünftklässler nach den anstrengenden ersten Wochen am Gymnasium!
Kristina Schiller, Beauftragte für Verkehrserziehung am Gymnasium Neureut
 
 

Inhaltsverzeichnis   Die 5a auf neuen Wegen

I. Vorüberlegungen

Untersuchungen über Schülerverhalten ( u. a. Klippert), eigene Erfahrungen als Fachlehrer und Beratungslehrer, sowie Gespräche mit Kollegen und auch Eltern zeigen, dass es den Schülern schwer fällt
- bei Unterrichtsgesprächen aktiv mitzumachen
- selbstständig Hausaufgaben zu machen und nach einem gewissen Plan die Hausaufgaben zu organisieren
- sich gezielt auf Klassenarbeiten bzw. Klausuren vorzubereiten
- die Heftführung sauber und geordnet zu gestalten
- selbstständig Informationen aus Büchern usw. zu entnehmen
- an der Tafel etwas zu erläutern
- vor der Klasse ohne Angst zu reden
- mit ungeliebten Schülern in einer Gruppe zu arbeiten und
- Kompromisse zu finden.

Befragt man Lehrer zur Unterrichtsbeteiligung ihrer Schüler, so werden oft folgende Punkte beklagt
- die dürftige Lernfähigkeit und Lesebereitschaft vieler Schüler
- ihre geringe Ausdauer und Konzentration ( dies ist übrigens auch der am häufigsten vorgebrachte Grund, wenn Eltern bei mir in der Beratung sind, wegen Schulschwierigkeiten ihres Kindes)
- ihre Unsicherheit und Unselbstständigkeit bei komplexen Arbeitsaufträgen
- ihre mangelnde Eigeninitiative und Problemlösefähigkeit
- ihre geringe Gesprächsbereitschaft und Gesprächskompetenz
- ihre mangelnde Teamfähigkeit und Unfähigkeit anderen zuzuhören
- ihre geringe Ordnungsliebe
- ihr rasches Vergessen des Lernstoffs und ihre überwiegend geringe Motivation

Ich will diese skizzierten Untersuchungsergebnisse nicht verallgemeinern. Sicher haben wir am Gymnasium auch sehr viele Schüler, für die viele der oben genannte Punkte nicht zutreffen. Tatsache für mich aber ist, dass wir Lehrer im Unterrichtsalltag bei unseren Schülern oft ein unbefriedigendes Lern- und Arbeitsverhalten beobachten können. Wir Lehrer reagieren natürlich darauf, indem wir helfen, wiederholen, predigen, drohen und sanktionieren. Die Folgen sind meist klar. Beide Seiten sind häufig frustriert. Der Lehrer macht seine "unkonzentrierten" Schüler dafür verantwortlich, diese sehen wiederum den "unfähigen" Lehrer als den Schuldigen.
Was sind die Ursachen? Wie sieht der traditionelle Unterrichtsalltag aus?
Ich beschreibe einmal - sicher bewusst übertrieben - stichwortartig den Ablauf in einem Klassenzimmer:

Der Lehrer
- trägt vor, fragt
- informiert, erklärt
- korrigiert, demonstriert
- experimentiert, bewertet
- plant, organisiert
- entscheidet, weist an
- strukturiert, visualisiert
- löst Probleme
- übernimmt Verantwortung
- zeigt Initiative

Und die Schüler? Die Schüler sollen
- zuhören, aufpassen
- den Stoff aufnehmen, abspeichern
- abstrahieren, reproduzieren
- motiviert sein
- Ausdauer zeigen
- angepasst lernen

Wir Lehrer haben während unserer Ausbildung vor allem gelernt, zu lehren und den Lernstoff den Schülern nahe- bzw. beizubringen. Wir haben zu wenig gelernt, die Schüler selbständig und eigenverantwortlich arbeiten zu lassen.
Weitere Belastungen und Störungen des Unterrichtsgeschehens ergeben sich durch folgende Punkte:
- Es zeigt sich, dass auch bei einem guten Frontalunterricht die Schüler immer schwerer zu motivieren sind.
- Die Bereitschaft und Fähigkeit, Lernstoff aufzunehmen und sich mit ihm zu beschäftigen hat bei vielen Schülern erheblich abgenommen. Ich denke, dass hier vor allem der Einfluss des alltäglichen Medienkonsums eine wichtige Rolle spielt.
- In den neuen Lehrplänen wird ausdrücklich davon ausgegangen, dass wir unseren Schülern Schlüsselqualifikationen wie Methodenkompetenz, Kommunikationsfähigkeit und Teamfähigkeit vermitteln.
- Im Berufsleben werden von unseren Abiturienten neben dem Fachwissen sogenannte Schlüsselqualifikationen erwartet.
Ich denke mit einer darbietenden, lehrerzentrierten Unterrichtsform können diese Schlüsselqualifikationen nur gering herangebildet und fortentwickelt werden.

 II. Wir Lehrer müssen umdenken

Wenn ich ein Fazit aus dem bisher Gesagten ziehe, glaube ich, dass an unseren Schulen ein ausgeprägter Innovationsbedarf besteht. Nach Klippert müssen die tradierten direktiven Methoden in Frage gestellt werden oder zumindest ergänzt werden durch neue Methoden, die eigentlich gar nicht so neu sind und die auch vielen Lehrern teilweise schon bekannt sind, aber die nicht oder viel zu wenig in dem täglichen Unterrichtsgeschehen eingesetzt werden.
Die meisten Schüler/innen sind praktisch anschauliche Lerner, d.h. sie brauchen zum erfolgreichen Lernen die praktische Lerntätigkeit.
"Erkläre mir was, und ich werde es vergessen! Zeige mir was und ich werde mich erinnern! Beteilige mich, dann werde ich verstehen!" (Thannhoffer)
Klippert spricht in seinem " Neuen Haus des Lernens" von "learning by doing". Das bedeutet aber auch, dass wir unseren Schüler/innen mehr zutrauen und zumuten müssen. Selbstständigkeit, Kommunikations- und Teamfähigkeit müssen verstärkt gefordert und gefördert werden, denn unsere Schüler/innen können mehr, als sie uns im alltäglichen Schulbetrieb zeigen.

III. Methoden- und Kommunikationstraining in der 5a

a) Voraussetzungen
Nachdem im Vorfeld einige organisatorische Hürden erfolgreich bewältigt wurden, konnten Frau Rabe-Vogt und ich versuchen unsere gemeinsamen Vorstellungen über " die 5a auf neuen Wegen" in die Tat umzusetzen.
Die erste wichtige Neuerung für unsere gemeinsamen Vorhaben war die Bildung eines "Teams", d.h. es gibt keinen Klassenlehrer im herkömmlichen Sinn, sondern jeder im Team ist gleichwertiger Ansprechpartner für Schüler, Eltern und Kollegen. Voraussetzung dafür ist allerdings ein sehr guter Informationsaustausch zwischen den Teammitgliedern. Dies war bei uns gegeben, da wir uns wöchentlich trafen. Das Team besteht aus mindestens zwei Kollegen, die - und das ist der entscheidende Punkt - in möglichst vielen Stunden die Klasse unterrichten und ein gemeinsames pädagogisches und methodisches Konzept haben. Frau Rabe-Vogt unterrichtete zehn Stunden die Fächer Französisch und Deutsch, während ich mit Biologie, Naturphänomenen und koedukativem Sport sieben Stunden pro Woche in der Klasse war.
Hinzu kam, und dies ist die zweite entscheidende Neuerung, eine zusätzliche Wochenstunde, die als sogenannte "Goldstunde" 14-täglich Donnerstagnachmittags stattfand und in der bei mir Methoden- und Kommunikationstraining auf dem Programm stand. Dies bedeutete, dass die Klasse in insgesamt 17 von 30 Stunden von uns unterrichtet wurde.
Die dritte Neuerung betraf den Ablauf der ersten Woche der Schüler im Gymnasium Neureut. Um den Schülern und Schülerinnen, die aus sieben verschiedenen  Grundschulen kamen, den Übergang auf das Gymnasium zu erleichtern, waren die Kinder in dieser Zeit fast nur mit dem Team zusammen ohne Fachunterricht zu machen.
Programm der ersten Woche:
Dienstag:
- Begrüßung in der Aula
- Vorstellung des Teams
- Organisatorisches (z.B. Stundenplan, Wege in die Fachräume, Hausordnung usw.)
- Sitzordnung
Mittwoch:
- "Wir lernen uns kennen!"
- Phantasiereise
- Wünsche und Ängste
- Steckbriefschreiben
- Bücherausgabe
Donnerstag:
- "Wie wollen wir miteinander umgehen?"
- Aufstellen von Gesprächs- bzw. Kommunikationsregeln
- Erstellung von Wandplakaten mit verbindlichen Regeln für Schüler und Lehrer
- Vorstellung einzelner Fachlehrer
Freitag:
- "Wir sitzen alle in einem Bus und sind für die nächsten Jahre auf großer Fahrt"
- Erstellung eines Wandplakates in Gestalt eines Busses mit den Steckbriefen
- erster Fachunterricht

Die Vorteile dieses Einstieges für die Kinder und auch für das Team sind offensichtlich:
- Innerhalb kürzester Zeit lernen sich die Schüler/innen kennen
- Schüchterne und stille Schüler verlieren ihre Ängste vor der "neuen riesigen Schule"
- Die Kinder fassen schnell Vertrauen und fühlen sich wohl
- Schaffung eines angstfreien Lernfeldes
- Erarbeitung der Grundlagen für ein gutes Klassenklima
- Verhaltensauffällige Schüler werden sehr schnell erkannt
- Als Lehrer/in lerne ich sehr schnell die Namen der Kinder und sehe und behandle sie als Kinder, die noch keine Gymnasiasten sind, sondern den Abschluss der Grundschule erreicht haben.

b) Umsetzung der "Klippertschen Gedanken"
Sehr früh fand unser erster Elternabend statt, an dem die Eltern über das Methodentraining in der Goldstunde informiert wurden. Die Eltern zeigten sich sehr interessiert und spielten den Beginn einer Lernspirale selbst durch, um eine Vorstellung zu bekommen oder wie Klippert sagt: "learning by doing!"
In einer Klassenkonferenz, die ebenfalls in den ersten vierzehn Tagen stattfand, wurden alle Fachlehrer eingeladen, um ihnen mein Konzept des Methoden- und Kommunikationstrainings vorzustellen.
Die Goldstunde diente als sogenanntes Basistraining. Dort lernten die Schüler,verschiedene Methoden kennen, um sich Wissen anzueignen:
· Einzelarbeit
· Gruppenarbeit
· Wachsende Gruppe
· Sich in Einzelarbeit vorgegebene Informationen aneignen, um sie anschließend den anderen Teilnehmern der Kleingruppe vorzutragen. Danach wird gemeinsam an der Problemstellung weitergearbeitet
· Strategieliste erstellen
· Palaver
· Reißverschluss
· Kugellager
· Erfahrungsaustausch in verschiedenen Gruppen
· Brainstorming
· Rundgespräch
· Vorbefragung
· Arbeiten mit Metaplankärtchen, um Ergebnisse zu dokumentieren
· Infotexte bearbeiten, Fragen dazu beantworten
· Texte analysieren und auswerten
 · Merksätze austüfteln
· Ergebnisse präsentieren
· Lernplakate erstellen

Inhalte des Methodentrainings waren grundlegende Arbeits- und Lerntechniken, die für eine erfolgreiche Schullaufbahn als Grundvoraussetzung gelten:
· Hausaufgabengestaltung, Zeitplanung
· Vorbereitung einer Klassenarbeit
· Arbeitsplatzgestaltung
· Auswendiglernen
· Lerntypgemäßes Lernen
· Vokabeln lernen, Benützung der Lernkartei
· Merkstoff behalten
· Informationen sammeln und recherchieren
· 5-Gang-Lesetechnik
· Mindmapping
· Präsentieren
· Freies Reden

Eine entscheidende Rolle bei der Erarbeitung der oben genanten Punkte spielten Lernspiralen.
Bei einer Lernspirale handelt es sich um ein mehrstufiges Einüben und Klären einer bestimmten Methode. Sie besteht aus mehreren aufeinander aufbauenden Lernsequenzen, die spiraligförmig in die einzelnen Methoden hineinführen.

Die Schüler arbeiten:
· methodenzentriert
· sind aktiv und kreativ
· planen und entscheiden
· kommunizieren und diskutieren
· setzen sich mit dem Thema auseinander und begreifen auf diesem Weg grundlegende Lern- und Arbeitstechniken

 Diese im Basistraining in der Goldstunde erworbenen Fähigkeiten und das dazugehörige Wissen wurden dann zum Teil in den einzelnen Fächern fachspezifisch umgesetzt und wieder trainiert. Dies funktionierte in den Fächern Deutsch, Französisch, Biologie und Naturphänomene sehr gut. Dies lag sicher auch daran, dass sich das Team jede Woche mindestens eine Stunde zusammensetzte, um sich auszutauschen. Damit konnten auftauchende Probleme in der Klasse sofort diskutiert, mit der Klasse besprochen und gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten gesucht werden. Die Fachlehrer wurden zu Beginn des Schuljahres in einer Klassenkonferenz informiert und während des Schuljahres mit Unterlagen versorgt, die als Anregungen zu verstehen waren, um fachspezifische Lernspiralen und verschiedene Methoden auch anzuwenden und auszuprobieren. Hier muss ich jedoch einschränkend sagen, dass diese Kommunikation zwischen dem Team und den Fachlehrern/innen in Bezug auf das Methodentraining noch besser hätte ablaufen können.
Ab Mai begann das Kommunikationstraining. Schwerpunkt war hier der dreitägige Landschulheimaufenthalt im Château Liebfrauenberg in Goersdorf im Elsass. Die Schüler hatten an den ersten beiden Tagen Programm von jeweils 9:00 Uhr bis 12.00 Uhr und nachmittags von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr, wobei am Dienstagnachmittag ab 15.30 Uhr ein Lerngang im Wald auf dem Programm stand. Danach war Zeit zum Ausruhen oder Spielen. Abends wurden, in Form von kleinen Vorträgen, interessante und informative Buchvorstellungen gemacht.

Die Themen, die im Rahmen dieses Landschulheimaufenthaltes bearbeitet wurden, waren folgende:
o Konflikt/Streit
o Verschiedenheit erleben - ohne Abwertung
o Gefühle ausdrücken, Gefühle erkennen.

Was wir Lehrer und Schüler hier erlebten und erfuhren, war sehr eindrucksvoll. Die Schüler /innen arbeiteten unglaublich konzentriert und setzten sich in verschiedenen Übungen und Interaktionsspielen sehr intensiv, offen und nachhaltig mit den Themen auseinander. Aktuelle Probleme in der Klasse wurden angesprochen und lösten tiefe Betroffenheit aus, aber die Schüler bauten sich gegenseitig wieder auf und entwickelten selbst Lösungsvorschläge zu aller Zufriedenheit.
Dieser Aufenthalt hat für die Klassengemeinschaft und für jeden Einzelnen sehr wichtige Eindrücke und Erfahrungen gebracht, die sich mit Sicherheit auf das zukünftige Verhalten positiv ausgewirkt haben und auswirken werden. Ich denke, auch wir Lehrer haben viel gelernt und von diesem Aufenthalt sehr profitiert.
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der französischen Brieffreunde am Mittwoch in Seebach, den Frau Rabe-Vogt angeregt und auch organisiert hatte. Wir wurden in einer herzlichen und offenen Weise mit Kuchen und Getränken vom Direktor der Schule, Schülern, Lehrern und einigen Eltern empfangen. Ich möchte  noch betonen, dass dies nicht selbstverständlich war, denn in Frankreich gab es zu diesem Zeitpunkt bereits Sommerferien. Nach anfänglicher Zurückhaltung bildeten sich schnell Gruppen, die sich rege, wenn auch ab und zu "mit Händen und Füßen" unterhielten, während die meisten Jungen sehr schnell gemeinsam Fußball spielten.
Wenn ich ein kurzes Fazit aus diesem ersten Jahr in der 5a ziehe, glaube ich, dass der eingeschlagene "neue Weg" der richtige ist:
o Entwicklung vom Einzelkämpfer hin zum gemeinsamen Arbeiten im Team
o Neue Energien werden frei, neue Ideen und auch Entlastung im Lehrerdasein sind die Folgen
o Elternabende, die Freude machen
o Unterrichtsstunden, die Spaß machen, weil die Schüler/innen konzentriert selbstständig erfolgreich arbeiten, Probleme in der Klasse ansprechen, diese versuchen selbst zulösen und damit eine große soziale Kompetenz entwickeln

"Deshalb: Wir müssen den Schülern mehr zutrauen und zumuten! Wir müssen sie im eigenverantwortlichen Arbeiten verstärkt fordern und fördern! Denn sie können in vielen Fällen erheblich mehr als das, was sie uns im alltäglichen Schulbetrieb zeigen!" (Heinz Klippert)
Dieter Eisenhardt
 

Inhaltsverzeichnis Ist die Goldstunde für unsere Kinder wichtig ?

Ich persönlich denke schon. Die Entwicklung eines Kindes oder auch einer Schulklasse sollte man als fortlaufenden Prozess verstehen. In der Goldstunde können sich die Kinder über ein natürliches und ungezwungenes Feedback kontinuierlich nach Ihren Bedürfnissen verändern und entwickeln.
Im Speziellen erhoffe ich mir, dass in dieser Stunde die Beziehungsebene im Vordergrund steht. Die Kinder sollen lernen Selbsteinschätzungen zu treffen. Darüber hinaus ist es auch wichtig, dass sie mit Einschätzungen anderer Klassenkameraden umgehen können.
Falls dieser Zustand gegeben ist und jedes Klassenmitglied sich wohl und sicher fühlt, kann der konstruktive Informationsaustausch nur positiv für die Weiterentwicklung der Kinder sein.
Thomas Mini (Vater einer Tochter der 6a)
 

 Ein klares JA!

Als wir beim 1. Elternabend (5.Klasse) erfuhren, was das Ziel der Goldstunde ist, waren wir Eltern von der Idee begeistert. Selbstwertgefühl entwickeln, Selbstbewußtsein stärken, Kommunikation, Lerntechniken, Mindmapping, Vorbereitung auf Klassenarbeiten, Metaplan, alles Themen, die in unseren Schulen mit zu den Hauptfächern gehören sollten. Die meisten Menschen werden erst viel zu spät mit diesen Themen konfrontiert.
Diese Themen mit den Schülern jetzt zu entwickeln, zu erarbeiten, ist so wichtig, weil diese die Basis für verantwortungsvolles und soziales Handeln privat wie auch geschäftlich bilden. Wenn unsere Kinder das heute schon lernen, schauen wir in eine bessere Zukunft.
Ein Schuljahr ging vorbei, und man erkennt deutlich an unseren Kindern die tollen Fortschritte, die gemacht werden. Verantwortlich für diese Entwicklung sind Frau Rabe-Vogt und Herr Eisenhardt.
Diese Goldstunde ist "Gold" wert, eine einmalige Chance, unseren Kindern wichtige Elemente mit auf dem Weg zu geben.
Roger Zimmerman (Elternvertreter 6a)

Inhaltsverzeichnis  "Glück im Unglück" oder "Wie Cindela das Meer rettete"

Cindela war an einem windigen Tag hinaus auf das Meer gesegelt. Sie wollte aber bis zum Abend wieder zurück sein. Als es schon dunkler wurde, fing es plötzlich an, große Wellen zu geben. Cindela wusste, wie es auf dem Meer gefährlich sein konnte, wenn es in der Nacht Wellen schlug. Also versuchte sie schnell wieder zurück zum Ufer zu segeln. Das gelang ihr allerdings nicht so leicht, denn die Wellen wurden immer höher. Nun musste sie mitten in der Nacht um ihr Leben kämpfen. Die Wellen drückten sie fast unter das Wasser. Cindela schrie, doch das war vergebens. Es befand sich kein einziges Schiff weit und breit. Plötzlich schwappte eine große Welle über sie und Cindela fiel über Bord, geradewegs in die Tiefe des Meeres.
Sie war in Ohnmacht gefallen und merkte deshalb nicht, was mit ihr geschah. Ein Walfisch hatte sie gerettet. Er nahm sie auf seinen Rücken und brachte sie zu den anderen Fischen in seinem Meeresdorf. Als Cindela langsam wieder zu sich kam, erschrak sie fürchterlich. Sie merkte aber mit der Zeit, dass sie unter Wasser atmen konnte. Der Walfisch sagte zu ihr: «Habe keine Angst, wir tun dir nichts.» Cindela schaute die Fische merkwürdig an und meinte: «Wo bin ich denn hier überhaupt? Es fühlt sich wie Meerwasser an.»
Cindela verstand es allerdings überhaupt nicht, dass sie unter Wasser atmen konnte. Aber das erklärten ihr die Fische. Sie könne atmen, weil sie dazu bestimmt sei, das Meer von den Ölfässern zu befreien. Sie solle einfach zurück an Land gehen und den Menschen Bescheid geben, dass das Meer verunreinigt sei und unbedingt gesäubert werden müsste. Cindela verstand allmählich, um was es ging.
Die restliche Nacht verbrachte sie noch unten im Meer bei den Fischen. Am nächsten Morgen brachte sie der Walfisch zurück an das Ufer. Cindela versprach alles zu versuchen, damit das Meer wieder von dem Öl befreit wird. Sie ging gleich an das Bürgermeisteramt und erzählte dem Bürgermeister die Geschichte. So ganz glaubte er ihr nicht, aber er sagte, er kümmere sich darum, dass das Meer gesäubert wird. Zum Schluss musste er Cindela noch versprechen, dass er gleich am anderen Morgen einen Suchtrupp losschicken würde. «Ehrenwort!», versprach er ihr. Cindela wurde schon am Spätnachmittag am Ufer erwartet. Alle Fische schauten sie erwartungsvoll an und Cindela sagte, dass der Bürgermeister morgen früh einen Trupp schicken wolle, der das ganze Meer säubern sollte. Tatsächlich kam am nächsten Morgen eine ganze Herde von Männern. Cindela fuhr mit ihnen zu der Stelle, an der sie vorgestern gekentert war. Mit U-Booten holten sie die Ölfässer heraus. Danach desinfizierten sie das Meer. Natürlich mit einem Mittel, das die Fische nicht gefährden würde. Nach zwei Tagen waren sie mit der Arbeit fertig. Cindela bedankte sich bei den Herren, dass sie das ganz freiwillig und ohne Geld getan hätten.
Die Fische feierten mit Cindela noch ein großes Fest im Meer. Sie luden sie ein, immer wenn sie Lust dazu hätte, zu ihnen zu Besuch zu kommen.
Aber Cindela musste sich noch bei jemand bedanken. Und zwar bei dem Walfische, der ihr am Anfang des Märchens das Leben gerettet hatte.
Marina Lenz, Klasse 5b
 

Inhaltsverzeichnis Die drei Raben

Es waren einmal drei Raben. Der eine war sehr dick. Die anderen zwei Raben ärgerten und verspotteten ihn deshalb. Sie saßen auf einem Ast und riefen dem Dicken zu: ,,Komm fliege doch zu uns herüber." Obwohl sie wussten, dass der fette Rabe, auch Dickerchen genannt, nicht fliegen konnte. Sie lachten sich krank, wenn er dann versuchte zu fliegen. Er schlug wild mit den Flügeln und trotzdem gab es eine Bauchlandung auf dem Boden. Der Rabe weinte bitterlich.
Da kam plötzlich eine gute Fee und fragte ihn: ,,Warum weinst du, kleiner Rabe?" Da antwortete das Dickerchen: ,,Meine zwei Brüder verspotten mich, weil ich wegen meines Gewichtes nicht fliegen kann, und lachen immer, wenn ich dann abstürze. Die Fee meinte: "Wenn ich dich schlank zaubere, musst du mir innerhalb von drei Tagen den großen Edelstein des Waldes bringen." Der dicke Rabe stimmte zu. Die Fee schwang ihren Zauberstab hin und her und plötzlich war das Dickerchen schlank und schön.
Es war ein herrliches Gefühl zu fliegen. Der Rabe kreiste wie ein Adler über dem Wald.
Am ersten Tag suchte und suchte er, aber fand nichts.
Am zweiten Tag erkundete er ein anderes Gebiet, leider erfolglos.
Am dritten und letzten Tag sah er etwas aus dem Wald blitzen. Der kleine Rabe sauste sofort im Sturzflug auf das glitzernde Ding zu. Es war der Edelstein. Schnell schnappte er den Stein und brachte ihn der Fee und sagte ihr seine drei Wünsche.
Der erste war, dass seine Brüder bestraft würden.
Als zweiten Wunsch wollte er, dass er nie mehr dick würde.
Der dritte Wunsch war, dass er nicht mehr geärgert würde.
Ein Gewitter zog auf. Es wurde ganz dunkel und ein Blitz traf die beiden bösen Raben, so dass sie nicht mehr fliegen konnten.
Er aber, der nun schlanke und schöne Rabe, flog zufrieden fort.
Und wenn er nicht gestorben ist, dann fliegt er noch heute.
Kevin Schuler 5b Märchen

Inhaltsverzeichnis  Plasmidisolation am Forschungszentrum Karlsruhe

Vierzehn Schüler des Leistungskurses Biologie von Herrn Schultheiß waren voller Erwartung, was ihnen ein gentechnisches Praktikum an einem Forschungszentrum bieten würde. Am 16. Mai 2001 um 9 Uhr war es dann soweit.
Wer mit Bakterien und deren Erbmaterial arbeiten will, muss sich zunächst mit den Sicherheitsregeln befassen. Ralf Bauerndistel, ein Mitarbeiter des genetischen Instituts, machte uns damit vertraut und erläuterte die Arbeitsschritte der vorgesehenen Experimente.
Dann endlich rein in die weißen Kittel und die sterilen Latexhandschuhe. Drei freundliche und sehr fachkundige Praktikumsleiter, Tanja Schüler, Yvonne Petersen und Resat Ünal, begleiteten die Arbeitsgruppen, die sich gebildet hatten. Sie achteten mit viel Verständnis und Nachsicht darauf, dass kein vorhersehbares Missgeschick passieren würde.
Nach erfolgreicher Plasmidisolation (Plasmide sind "Taxis", die Gene übertragen können,) wurden die Plasmide enzymatisch aufgeschnitten (der Genetiker spricht von Restriktionsverdau).
Während die Plasmide mit Eis gekühlt wurden, stellten wir ein Agarosegel her. In dem Gel sollen sich die DNA - Bruchstücke trennen.
 Die wohlverdiente Mittagspause in der Kantine des Forschungszentrums brachte die nötige Stärkung für das Nachmittagsprogramm. Es begann mit dem Beladen des mittlerweile erstarrten Gels mit den verdauten Plasmiden. Während der elektrophoretischen Trennung der DNA _ Fragmente verschaffte uns Herr Dr. Hubert Schorle einen guten Überblick über die verschiedenen Abteilungen und  Forschungsvorhaben des Zentrums. Ein starker Kaffee, den wir in der Pause getrunken hatten, gab uns die Kraft, dem Vortrag zu folgen.
Die anschließende Auswertung der Gelelektrophorese zeigte, dass größtenteils erfolgreich gearbeitet wurde.
Die abschließende Retrospektive unter der Leitung von Herrn Ralf Bauerndistel mündete in eine Diskussion über ethische Gesichtspunkte uns "eigenwillig" erscheinender gentechnischer Ansätze. Der gut informierte Diskussionsleiter konnte schnell Licht in unsere zum Teil sehr unklaren Vorstellungen über den Wert solch experimenteller Ansätze bringen. Dafür, aber auch für sein motivierendes Resumee: "Ihr seid alle jung und dumm!" bedanken wir uns ausdrücklich.
Was bleibt neben den vielen positiven Erfahrungen, die uns das Praktikum gebracht hat? Wissenschaftliches (was uns betraf, vielleicht auch nur wissenschaftsnahes) Arbeiten ist mühsame Kleinarbeit, aber mit lohnenswerter Perspektive.
Ginge es nach den hilfsbereiten, ausgesprochen freundlichen Praktikumsleitern, dürften wir jederzeit wiederkommen. Vielen Dank auch für dieses Angebot.
Kristina Maier, Stefanie Schuhmann
 

Inhaltsverzeichnis  Das Labyrinth wächst weiter

Rechtzeitig vor den Sommerferien hat die Klasse 5b die gut angewachsenen Ligusterbüsche vor dem Vertrocknen in den Ferien durch eine dicke Mulchdecke
 geschützt. Einen halben Tag haben die Schüler mit Frau Schumacher unter Mithilfe von Frau Schiller und Frau Gamerdinger Schubkarren mit Mulch transportiert (einige LKWLadungen) und zum großen Teil von Hand um die noch empfindlichen Pflanzen verteilt. Das Labyrinth wurde am 11.11.1999 von Schülern in mehrtägiger Arbeit angelegt, es sind über tausend Pflanzen entlang des Labyrinthweges (ca. 300 m) gesetzt worden. Bei einem Spaziergang durch das Labyrinth läßt sich der Grundriss recht gut erkennen. Wenn die Hecke, wie geplant, einen Meter hoch ist, wird man den Bauplan nur noch aus der Vogelperspektive erkennen können. Wer jetzt durch das Labyrinth geht, wird die Wirkung der Pflanzung, die vom Parkplatz aus gesehen noch nicht gerade spektakulär erscheint, erst richtig erkennen. Bei einem Rundgang zum Zentrum, der zunächst zur Säule hin und dann scheinbar weit weg führt, erfährt man die geniale Planung des antiken Baumeisters Dädalus, der eine solche Anlage für den König Minos entworfen und in Stein errichtet hat. Im antiken Labyrinth auf Kreta lebte nach der Überlieferung der Sohn von König Minos, halb Stier halb Mensch. Die Schüler benötigen für den Weg zur Säule und wieder aus dem Labyrinth hinaus beim Fangspiel „vom Stier verfolgt" acht bis zehn Minuten. Alle, die eine Viertelstunde Zeit haben, sind herzlich eingeladen, das Labyrinth zu erleben. Eine Bitte: Steigen sie nicht über die Buschreihen, damit die jungen Triebe erhalten bleiben und bald eine schöne Hecke entstehen kann. Der Weg ins Labyrinth beginnt links neben dem Parkplatz. Angelika Gamerdinger

Inhaltsverzeichnis  Wahnsinn oder Methode?

Natürlich darf man gerade in der Schule das Kind nicht mit dem Bade ausschütten. Selbstverständlich sind Lehrer auch an einem Gymnasium Wissensvermittler und Erzieher. Sie müssen ein Herz haben für Kinder und Jugendliche und sie müssen sich immer wieder fragen, wie sie ihre Fachkenntnisse und Fertigkeiten am besten an andere weitergeben können. Ganz sicher sollten sie sich auch beständig fragen, welche Inhalte und Fertigkeiten aus ihrem Fachbereich für die jungen Menschen in Zukunft wirklich bedeutungsvoll sein werden.
Was den guten Gymnasiallehrer bei allen diesen Überlegungen antreibt und leitet ist die Begeisterung für sein Fach. Erziehungswissenschaftler und Bildungspolitiker scheinen diese Selbstverständlichkeit gelegentlich aus den Augen zu verlieren.
Es ist wohl nicht sehr zeitgemäß, davor zu warnen, dass Bemühungen um eine kindgerechte Schule und das Reden über Pädagogik und Psychologie zum Selbstzweck werden und fragwürdige methodische Spielereien jeder Art überbetont werden, deren Grundlagen alles andere als wissenschaftlich gesichert sind und deren Ergebnisse kaum je überzeugend überwacht oder kontrolliert werden.
Dies ist das Hauptproblem. Unterricht ist bis auf weiteres immer noch ein Handwerk, das sich auf gesunden Menschenverstand und Erfahrung stützt. Allgemein akzeptierte wissenschaftliche Erkenntnisse über wirksame Lernmethode gibt es nur sehr wenige. Die Fachleute sind sich ja noch nicht einmal einig, wie Kinder lesen lernen sollen. Häufig besteht der Verdacht, dass propagierte neue Ansätze sich bald als weniger erfolgreich erweisen als erprobte herkömmliche Lehrweisen.
Es mag sein, dass im Sport eine Spezialdiät und neue Trainingsmethoden die Athleten beschleunigen und höher springen lassen. Solche eindimensionalen Leistungen sind leicht zu messen. Außerdem können einige Leute dabei viel Geld verdienen. Diese werden automatisch dafür sorgen, dass nur erprobte neue Techniken eingesetzt werden. Lehrer und Erzieher ziehen aber keinen direkten finanziellen Nutzen aus dem Erfolg ihrer Schüler, und die Hersteller neuer Lehrmittel brauchen nicht zu befürchten, dass die gesteigerte Lernerfolge in Zentimetern und Sekunden gemessen werden. Wenn man den üblichen Klagen von Ausbildern und Professoren glauben will, dann können heutige Schüler weniger als ihre Vorgänger vor dreißig oder sechzig Jahren. Dieses Urteil dürfte weitgehend Erinnerungsschwächen und der Tendenz zur Verklärung der Vergangenheit zuzuschreiben sein. Andererseits behauptet kaum jemand im Ernst, dass die auffallend besseren Durchschnittsnoten heutiger Abiturienten einen deutlich gestiegenen Ausbildungsstand widerspiegeln.
Natürlich haben sich die inhaltlichen Schwerpunkte hie und da verändert. Von Ökologie war vor vierzig Jahren in keiner Schule die Rede. Faschismus und Antisemitismus waren schon damals zentrale Themen. Begriffe wie "Ausländerfeindlichkeit" und "Multikulturismus" gab es aber noch nicht. Die Mathematiker sprechen heute mehr von Wahrscheinlichkeitsrechnung, und in den Fremdsprachen spielt die aktuelle Landeskunde eine größere Rolle. Das heißt, die Schule spiegelt die gesellschaftliche Wirklichkeit und befasst sich mit den Problemen, welche die Welt bewegen.
Auch gehen wir in den Schulen heute wesentlich demokratischer und ungezwungener miteinander um. Lehrer nehmen ihre Schüler als gleichberechtigte Partner ernst. Ihre Autorität kommt von ihrem Wissen, nicht von ihrem Amt. Auch hier finden wir einfach den Geist der Zeit wieder. Mit Methodik im schulisch engeren Sinn haben diese Veränderungen wenig zu tun.
Entscheidend sind am Gymnasium die Inhalte, und um diese müssen sich die Lehrer daher auch in erster Linie kümmern. Freilich geht es keinesfalls darum, die Inhalte der fachwissenschaftlichen Seminare unbesehen in die Schulen zu übertragen. Ein hoher Prozentsatz der an den Universitäten vermittelten Inhalte taugt kaum für die Schule. An der Universität kann ein junger Mensch wissenschaftliche Arbeitstechniken, kritisches Denken und eine Einführung in die Grundlagen seines Faches erlernen. Vor allem in Deutschland und insbesondere in den Geisteswissenschaften lernt er an der Universität außerdem selbständiges Arbeiten. Den größten Teil seines Fachwissens für das Staatsexamen muss er kraft eigener Initiative erwerben. Der Neusprachler muss außerdem noch zusehen, wo er vor oder zwischen dem Studium an der deutschen Alma Mater seine Sprachkenntnisse erwirbt oder verbessert.
Wer dieses Ausbildungssystem ernsthaft, fleißig und mit kritischer Intelligenz durchlaufen hat, kann sich durchaus zutrauen, verschiedene Aufgaben im praktischen Leben zu bewältigen - auch das Unterrichten an einem Gymnasium. Wie jeder andere praktisch tätige Akademiker wird auch er zu Beginn seiner Karriere und sein ganzes Leben lang immer wieder dazulernen müssen. Wichtig ist nur, dass er gelernt hat, wie man Wissen erwirbt. Vor allem ist aber zu hoffen, dass er gelernt hat, Wesentliches vom Unwesentlichen zu unterscheiden.
Dann aber weiß er, welche Informationsquellen und Angebote der Weiterbildung ihm etwas nützen werden. Insbesondere weiß er dann auch, welche Bücher er lesen sollte. Aktuelle Studien zu den französischen Dialekten des Mittelalters oder selbst zur Erzähltechnik bei Chaucer werden ihn dann in der Regel weniger interessieren als die Romane von David Lodge und die Stücke von Yasmina Reza. Wenn er dann noch die internationale Presse verfolgt und sich über die weltbewegenden Entwicklungen in Politik, Gesellschaft, Naturwissenschaft und Kultur halbwegs informiert halten will, dann wird man ihm wohl nachsehen müssen, dass er nicht jeder Zeile, welche die pädagogische Gilde unter dem Gebot des "publish or perish" veröffentlicht, höchste Aufmerksamkeit schenken kann. Die Zeit reicht einfach nicht, selbst wenn er die Rubriken Sport und Popmusik überspringt.
Frieder Kohlenberger
 

Inhaltsverzeichnis  Ein weiterer Schritt zur multimedialen Wissensvermittlung

Die bislang "Industriestaaten" genannten Länder dieser Erde verwandeln sich in atemberaubendem Tempo zu Dienstleistungs- und Informationsgesellschaften. Dabei verändern sich mit den Bedürfnissen der Menschen auch die nachgefragten Fremdleistungen. Der Bedarf an Arbeitskräften in neuen und höherqualifizierten Berufen steigt, während die Zahl der Arbeitslosen zunimmt.
Da, wie allgemein bekannt, das Leben den straft, der zu spät kommt, kann sich das Schulwesen dieser Entwicklung nicht verschließen. Im Gegenteil, wenn die Schule die kommende Generationen auf deren Leben als Erwachsene vorbereiten will, muss sie _ oft nur auf Prognosen gestützt _ versuchen, diese für neue gegenwärtige und vermutete zukünftige Entwicklungen fit zu machen. Das Land Baden-Württemberg und die Kommunen tragen dem Rechnung, indem sie hohe Geldbeträge bereitstellen, damit der Zug ins Informationszeitalter nicht ohne unsere Schüler davonfährt. Daher wurde auch im Gymnasium Neureut ein neuer Multimediaraum mit 16 PC-Arbeitsplätzen und einem digitalen Bildschirmprojektor eingerichtet, der in der zweiten Hälfte des Schuljahres 2000/2001 in Betrieb genommen werden konnte.
Doch was nützen vorhandene Ressourcen, wenn sie nicht optimal eingesetzt werden? Deshalb intensivierte Baden-Württemberg die Fortbildung der Multimedia- und Netzwerkberater an den Schulen des Landes. Am Gymnasium Neureut fand darüber hinaus am 7. März 2001 für alle Lehrkräfte ein pädagogischer Tag statt, an dem die Möglichkeiten multimedialen Unterrichtens mit Hilfe des PC´s im neueingerichteten Raum näher ausgelotet wurden. In der Folgezeit fanden und finden zudem außerhalb der Arbeitszeit schulinterne Lehrerfortbildungen zu verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten und zu diversen Softwareprogrammen statt, an denen ein reges Interesse besteht. Anton Schöffler

Inhaltsverzeichnis  Thesen zum pädagogischen Einsatz der Multimedia-Techniken


1. Wo der Computer außerhalb der Schule vernünftig eingesetzt wird, dient er in erster Linie zur Beschaffung von Information oder zur Darstellung und Verbreitung von Information. Die Information besteht im Wesentlichen aus Texten und Bildern.
2. Die Möglichkeit der weltweiten schnellen Übertragung von Informationen macht den Computer zu einem schätzenswerten Mittel der Kommunikation für jedermann.
3. Die scheinbar unbegrenzten Simulationstechniken erlauben die Erschaffung virtueller Realitäten (Scheinwelten), die eine findige Industrie erfolgreich als Spiele vermarktet. Viele Menschen verbinden "Multimedia" zuerst immer noch mit Computerspielen. Diese Spiele spornen die Hersteller zu Höchstleistungen an und haben vermutlich die Entwicklung leistungsfähiger PCs beschleunigt. Viele der Spiele trainieren die Reaktionsgeschwindigkeit.
Viele machen sich weniger förderungswürdige menschliche Neigungen (Aggressionstrieb usw.) zu Nutze. Von einem pädagogischen Wert wird man in der Regel nicht reden können.
4. Daraus folgt, dass auch an der Schule der Computer vor allem im Sinne von These 1 und 2 eingesetzt werden sollte.
5. Nachschlagewerke aller Arten werden vermutlich in Zukunft vor allem in elektronisch gespeicherter Form erscheinen. Die Schüler müssen zum Umgang mit diesen Arbeitsmitteln angeleitet werden. Vor allem müssen sie Erfahrungen beim Recherchieren im Internet gewinnen.
6. Bei der Suche und Verarbeitung von Informationen benötigen die Schüler in hohem Maße traditionelle Kulturtechniken. Sie müssen Texte verstehen können! Das ist selbst in der Muttersprache nicht selbstverständlich. Sie brauchen außerdem zunehmend gute Fremdsprachenkenntnisse, vor allem sollten sie über einen möglichst großen (passiven) Wortschatz verfügen. Sie brauchen zudem eine breite Allgemeinbildung, da sie ohne einen Bezugsrahmen den Wert gefundener Informationen nicht kritisch beurteilen und keine sinnvolle Auswahl aus dem erschlagenden Informationsangebot treffen können.
7. Rechtschreibhilfen in Textverarbeitungsprogrammen mögen den Schüler in gewissen Fällen entlasten. Andererseits werden die Anforderungen an die äußere Form von Briefen, Referaten usw. immer größer. Die Schüler sollten deshalb früh Maschinenschreiben lernen und z. B. im Deutsch- und Kunstunterricht Grundlegendes zur Gestaltung von Textseiten erfahren.
8. Das Internet macht grundsätzlich Projekte mit Schülern überall in der Welt möglich. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass regelmäßige und sinnvolle E-mail-Kontakte zwischen Gruppen oft an verschiedenen organisatorischen Schwierigkeiten scheitern. Weitere Versuche sind aber anzustreben.
9. Für den Fremdsprachenunterricht bieten die Verlage drei Arten von Programmen an:
a) auf die Lehrwerke abgestimmte Lernprogramm zur Einübung von Vokabeln und Strukturen. Diese Programme sind vor allem für das Üben zu Hause gedacht. Sie können gewisse Schüler motivieren. Schullizensen sind sehr teuer.
b) Programme, die dem Lehrer helfen schriftliche Arbeitsmaterialien zu erstellen.
Die Programme können natürlich vor allem "mechanisch" erstellbare Übungen (Lückentexte, Satzumstellungen, Wortschlangen, Kreuzworträtsel) produzieren.
Derartige Übungen können Schüler selbst ohne Programm am Rechner für einander herstellen und dabei sogar sinnvollere Aufgaben stellen als die erhältlichen Programme.
c) Multimedial aufbereitete Lernspiele
Solche Spiele können - solange sie neu sind - motivieren. Verschiedene, auch komplexere Fertigkeiten können wiederholt und geübt werden. Auch hier fallen hohe Kosten an.
10. Das Hauptziel des FU, die Erstellung eigener Texte in der Fremdsprache, kann durch Festigung von Wortschatz und Strukturen gefördert werden. Es besteht aber auch die Gefahr, dass, wenn bei Übungen und Tests vorwiegend einzelne Wörter und Formen eingesetzt werden, beim Schüler (und gelegentlich auch beim Lehrer?) das Gefühl geweckt wird, er habe das Hauptziel des Unterrichts schon erreicht. Bei der eigentlichen kreativen Umsetzung und Anwendung der einzelnen Elemente kann der Rechner nicht helfen, noch kann er bisher Idiomatik oder grammatikalische Richtigkeit überprüfen - vom inhaltlichen Sinn oder Unsinn der Aussage ganz zu schweigen. Ko
 

Inhaltsverzeichnis Gute Vorsätze und viele Wünsche

Alle Jahre wieder kommt die besinnliche Weihnachtszeit und der Jahreswechsel.
Für die meisten von uns ist der Anfang eines Neuen Jahres ein Punkt, an dem sie auf die vergangenen zwölf Monate zurückblicken. Die Gedanken kreisen um lang gehegte Wünsche, die sich in der kommenden Zeit erfüllen mögen und um gute Vorsätze, von denen es immer genügend gibt.
`Visionen sind Zeitvergeudung, wenn man sie nicht umsetzt.' Wer sich mit Zeitmanagement befasst, für den ist dieser Satz eine grundlegende Forderung.
Dies sollte auch bei den Schülern1 der 5 c bedacht und verstanden werden.
Deshalb starteten sie in den letzten Schulstunden des Jahres 2000 einen Versuch:
- Alle Schüler konnten auf kleine Kärtchen ihre Wünsche, Ängste und Vorsätze notieren, die sie bewegen.
- Sie steckten diese anonymen Kärtchen in einen Umschlag.
- Den versiegelten Umschlag versahen mit ihrem Namen.
- Am Ende des Jahres 2001 werden sie ihre Umschläge wieder öffnen und sich selbst Rechenschaft darüber ablegen, was von ihren Wünschen und Vorsätzen Wirklichkeit wurde.
Der französische Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal (1623-62) hatte sicherlich recht, wenn er formulierte: „Es gibt bereits alle guten Vorsätze, wir brauchen sie nur noch anzuwenden"  Ru

Inhaltsverzeichnis  Schriftstellerbesuch im „Betonklotz"

Da wir, die Klasse 7a, vorhatten im Deutschunterricht ein Jugendbuch von Willi Fährmann zu lesen, hielten es alle für eine gute Idee, einmal mit dem Autor zu sprechen. So kam es dazu, dass unsere Deutschlehrerin den Schriftsteller zu uns einlud.
   Am 25. April 2001 trafen wir uns mit Herrn Fährmann und Frau Hornung im Gymnasium Neureut. Eigentlich hatten wir irgendeinen langweiligen Vortrag erwartet, aber der Schriftsteller kann nicht nur fesselnd schreiben, sondern auch unterhaltsam und interesseweckend erzählen. Am Anfang berichtete er uns über sein Leben. Danach erzählte er die Geschichten, von denen die Ideen der Bücher „Das Jahr der Wölfe", „Der lange Weg des Lukas B.", „Kristina, vergiss nicht...", „Zeit zu hassen, Zeit zu lieben" und „Es geschah im Nachbarhaus" stammen. Bevor er uns eine Geschichte aus dem Buch „Zeit zu hassen, Zeit zu lieben" vorlas, erklärte Herr Fährmann die Bedeutungen einiger schwieriger Wörter. Nachdem er abgeschlossen hatte, musste er einen Schwall an Fragen über sich ergehen lassen und diese natürlich auch beantworten. So erfuhren wir zum Beispiel, dass Herr Fährmann sein erstes Buch mit 26 Jahren schrieb und dass sein Vorbild Thomas Morus ist. Nach dieser sehr schönen, interessanten und auch lehrreichen Stunde gab Herr Fährmann Autogramme, die er in Form von Tieren wie Eule, Esel, Pferd, Nilpferd, Taube usw. schrieb. Einige aus unserer Klasse wollten sogar gleich zwei.
Als wir nach zwei Schulstunden leider schon zum Französischunterricht mussten, hatten wir ein genaueres Wissen über Herrn Fährmanns Bücher, Lektüreempfehlungen, Autogramme, eine Übersicht über seine Bücher und den Einblick in das Leben eines Schriftstellers bekommen. Außerdem freuten wir uns über das Angebot eines Briefkontaktes, den wir laut Frau Hornung sicher aufrecht erhalten werden. Auf diesem Weg auch noch ein herzliches Dankeschön an Herrn Fährmann und an Frau Hornung, die uns das Treffen ermöglichten.
Joëlle Kollum, Kerstin Riester, Lara Mengel
 
 
 
 
 

Inhaltsverzeichnis VI. Verzeichnisse für das Schuljahr 2001/2002

Die Lehrer-, Klassen- und Kurslisten liegen nur in der gedruckten Form vor.

 

 
 

Inhaltsverzeichnis  Elternvertreter und Stellvertreter

Elternbeiratsvorsitzende: Sieglind Scholl
Stellvertreter: Jürgen Heuser
Klasse Elternvertreter/in Stellvertreter/in
5 a Frau Gabriel-Heger / Monika Bibel
5 b Susanne Will Inge / Zschumme
5 c Eva Barletta / Heinz Rothermel
6 a Roger Zimmerman / Adelheid Knodel
6 b Sibylle Kern-Hogrefe / Jürgen Schuler
6 c Ulrike Stärk / Heidi Dahn-Rietschel
6 d Ute Langanke-Weiß / Peter Rayling
7 a Ines Hieltscher / Susanne Deck
7 b Peter Ribnitzky / Uschi Stief
7 c Heidrun Schrempp / Traudel Zimmermann
7 d Marina Rayling / Frau Bruns
8 a Susanne Vetter / Manfred Schlichter
8 b Henning Wagner / Saskia Strentzsch
8 c Tina Meinzer / Bernd Latza
8 d Horst Kirchenbauer / Peter Schäfer
8 e Andrea Reuter / Stefan Seitz
Klasse Elternvertreter/in Stellvertreter/in
9 a Roman Gaukel / Songard Grebe
9 b Ilka Faust / Margitta Warnuth
9 c Gerhard Wendel / Bernhard Hemmer
10 a Heidrun Mülthaler / Christiane Lederer
10 b Johannes Abeln / Maritta Magagnato
10 c Lothar Müller / Andrea Bremer
11 a Armin Beck / Gerlinde Bruß
11 b Heinz Riesch-Oppermann / Barbara Steffe
11 c Sieglind Scholl / Djamschid Raseghi
12 Rainer Weinbrecht / Helga Burgstahler
12 Uwe Friedrichs / Sigrun Butsch
12 Elisabeth Schöttle / Elisabeth Schillkowski
13 Renate Stober / Annette Niesyto
13 Jürgen Heuser / Alfons Brisbois
13 Jutta Rieger Angela / Junk-Eichhorn

Inhaltsverzeichnis  Mitglieder der Schulkonferenz (Schuljahr 2000/2001, 2001/2002)

Vorsitzender: 1. Herr Wibel
Stellvertretende Vorsitzende: 2. Frau Scholl
Vertreter des Kollegiums:
3. Frau Schifferdecker
4. Frau Oestreich
5. Herr Eilers
6. Herr Kohlenberger
7. Herr Härle-Hofacker
8. Frau Petirsch
Vertreter der Eltern: (Frau Scholl)
9. Herr Kirchenbauer
10. Frau Butsch
Vertreter der Schüler:
11. Christian Pudlo
12. Sabrina Ritz
13. Philipp Jänicke

Amtszeit:
Die Amtszeit der Mitglieder der Schulkonferenz dauert zwei Schuljahre. (Beschluss der Schulkonferenz vom 06.06.89 gem. § 4 Abs. 2 SchKO).

Vertretung:
Im Verhinderungsfalle werden die Mitglieder von ihren Vertretern in der Reihenfolge der erreichten Stimmenzahl vertreten (§ 3 Abs. 2 SchKO).
 

Inhaltsverzeichnis  Ferienordnung für das Schuljahr 2001/2002

Sommerferien 26.07.2001 - 07.09.2001
Herbstferien 25.10.2001 - 02.11.2001
Weihnachtsferien 24.12.2001 - 04.01.2002
Winterferien 11.02.2002 - 15.02.2002
Osterferien 25.03.2002 - 05.04.2002
Nach Himmelfahrt 10.05.2002
Pfingstferien 21.05.2002 - 31.05.2002
Sommerferien 25.07.2002 - 06.09.2002
In der Aufstellung sind die kirchlichen Feiertage Reformationsfest und Gründonnerstag enthalten, ferner die beweglichen Ferientage (5) und die arbeitsfreien Tage (3).
 
Inhaltsverzeichnis