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Inhaltsverzeichnis
Herausgegeben vom
Verein der Eltern und Freunde des Gymnasiums Neureut
in Zusammenarbeit mit der Schulleitung
Inhaltsverzeichnis
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Jahresrückblick des Fördervereins „Eltern und Freunde des Gymnasiums
Neureut e.V."
Zur Verabschiedung von Frau Jutta Degelow
Zur Verabschiedung von Herrn Lothar Hofmann
Abiturfeier in der Badnerlandhalle
Angela Sabadisch und Chris Thomale führen durch den Abend
Rede des Schulleiters zur Verabschiedung der Abiturienten
Rede des Scheffelpreisträgers
Liste der Abiturienten im Schuljahr 2000/2001
Die Preise des Abiturjahrgangs 2001
Ehemaligentreffen am Gymnasium Neureut
Amerikanische Nacht am Gymnasium Neureut
Bericht über das mir verliehene Reisestipendium ins Deutsche Museum
München
Bundeswettbewerb Fremdsprachen 2001
Chemiepreis für Daniel Gandyra
Mathematik ohne Grenzen
Besondere Aktivitäten des Schuljahres 2000/01
Schülerinnen und Schüler gedachten der Opfer in den USA
Ich erinnere mich ...
Klaus Bothe war unter den Opfern des 11. September.
Schülervorspiel am Gymnasium Neureut
Schulkonzert am Gymnasium Neureut
Besuch bei den Musikinstrumenten im Bruchsaler Schloss
Jazzband des Gymnasiums spielt im Forschunsgzentrum
Gymnasium Neureut geht neue Wege im Sportunterricht
Differenzierungsmodell startet im Schuljahr 2001/2002 mit den Schülerinnen
und Schülern der 5. Klassen
Jugend trainiert für Olympia 2001
Schulschachwettbewerbe
Klasse 5a fährt nach Goersdorf
Besuch des Lindenmuseums in Stuttgart
Landschulheimaufenthalt der 8c auf Rügen
Studienfahrt der Klasse 10a nach München
Rovinj oder ein Bio-LK lebt auf!
Schüler aus Verdun genießen deutsche Romantik
Aus dem Tagebuch eines französischen Austauschschülers
Schüler aus Neureut erleben Verdun
Trimesteraufenthalt in Verdun
Klasse 7a besucht Villars-les-Dombes
Fahrradturnier am Gymnasium Neureut
Die 5a auf neuen Wegen
Ist die Goldstunde für unsere Kinder wichtig ?
"Glück im Unglück" oder "Wie Cindela das Meer rettete"
Die drei Raben
Plasmidisolation am Forschungszentrum Karlsruhe
Das Labyrinth wächst weiter
Wahnsinn oder Methode?
Ein weiterer Schritt zur multimedialen Wissensvermittlung
Thesen zum pädagogischen Einsatz der Multimedia-Techniken
Gute Vorsätze und viele Wünsche
Schriftstellerbesuch im „Betonklotz"
Elternvertreter und Stellvertreter
Mitglieder der Schulkonferenz
Ferienordnung für das Schuljahr 2001/2002
I. Chronik
Jahresrückblick des Fördervereins „Eltern und Freunde des
Gymnasiums Neureut e.V."
Liebe Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren,
in Zeiten knapper öffentlicher Finanzmittel sind wir froh, dass
wir auch in diesem Geschäftsjahr unsere Schule bei vielen notwendigen
Vorhaben unterstützen konnten, die sie allein aus ihrem Budget nicht
hätte finanzieren können.
Hier ist ein Auszug, für welche Unterrichtsbereiche wir Anschaffungen
bzw. Projekte ermöglichten:
-Bildende Kunst: Digitale Kamera
-Sport: Medaillen, Pokale, Kennzeichnungshemden, Reisekostenzuschuss
für den Eislaufwettbewerb in Mannheim, Isoliegematten
-Musik: Klavier, Musik-CDs, Generalüberholung des Flügels
-Sprachen: CDs für den Englisch- und Französischunterricht
-Naturwissenschaften & Informatik: Chemiekittel, Bildbearbeitungssoftware
für Internetseiten, Multimediasystem für die naturwissenschaftlichen
Räume, bestehend aus einem leistungsfähigen Notebook mit trans-
portablem Beamer
-Jazz-AG: Keybord
-AG-Gesundheit: Beteiligung an den Auslagen für Lebensmittel
-Schach-AG: Reisekostenzuschuss für die Fahrt zur Deutschen Meister-
schaft nach Berlin
-Jahresbericht: Finanzierung des Drucks
Diese Anschaffungen und Projekte kommen Ihren Kindern zugute! Sie konnten
nur durch Ihre Mitgliedsbeiträge, durch großzügige Spenden
auf unser Vereinskonto oder bei Schulveranstaltungen und durch Anzeigen
im Jahresbericht finanziert werden.
Dafür wollen wir uns recht herzlich bedanken!
Auch in diesem Jahr erhielten wir freundlicherweise wieder Gutscheine
für unsere SchülerInnen der 5. Klassen.
Ein besonderes Dankeschön möchten wir den folgenden
Personen oder Familien aussprechen, die unserem Spendenaufruf folgten und
somit den Kauf eines Klaviers ermöglichten:
Stober, Mandel, Scholl, Nieder, Zimmermann, Vogel, Herb, Goetz-Sudarski,
Schlichter, Riesch-Oppermann, Knaus
Selbstverständlich würden wir uns freuen, wenn Sie uns weiterhin
helfen könnten, damit wir auch im nächsten Jahr unsere Schule
in vielen Bereichen unterstützen können. Werden Sie Mitglied
im Förderverein! Einen Aufnahmeantrag erhalten Sie im Sekretariat.
Hier bekommen Sie auch die Formulare und Preisliste für Ihre Anzeige
im nächsten Jahresbericht. Wenn Sie uns mit einer Geldspende unterstützen
wollen, können Sie den im Jahresbericht liegenden Spendenüberweisungsträger
benutzen. Für Beträge über 50 € stellen wir Ihnen gerne
eine Spendenbescheinigung aus.
Herzlichen Dank im Voraus!
Weitere Informationen zu unserem Förderverein finden Sie im Internet
unter www.gymnasiumneureut.de
Karin Mandel Andrea Reuter
1. Vorsitzende 2. Vorsitzende
Zur Verabschiedung von Frau Jutta Degelow
Heinz Bennent, der große Schauspieler und besessene Theatermensch,
sagte kürzlich anlässlich seines 80. Geburtstags: „Die wirklich
wichtigen Dinge in meinem Leben, hatten nichts mit meinem Beruf zu tun."
Dieser bemerkenswerte Satz könnte auch von dir als Erklärung
für Deinen Entschluss stehen, vorzeitig in den „Altersurlaub" zu gehen.
Dass du schon in der Mitte des Lebens und nicht erst im Lebensrückblick
diese Erkenntnis mutig in die Tat umsetzt, bewundern wir
alle, zumal du damit einem Junglehrer eine Steile verschafft
hast. Wer könnte deinen Entschluss besser verstehen als wir Kollegen,
die immer wieder gespürt haben, wie schwer es dir aus gesundheitlichen
Gründen fiel, auch den stimmlich notwendigen Beitrag zum Unterrichten
zu leisten. Wir neidvoll Zurückbleibenden verstehen gut, dass du das
Leben in Burgund beim Burgunder dem Schulstress in Neureut bei den Neureutern
vorziehst. Laut Christian Morgenstern ist man „nicht da ... daheim, wo
man seinen Wohnsitz hat, sondern wo man verstanden wird." So behältst
du zwar einen Wohnsitz in Karlsruhe, verstanden und daheim fühlen
wirst du dich sicher auch in Burgund, zumal du nicht nur eine Fremdsprache
wie Französisch perfekt beherrschst, nein, du sprichst vor allem die
Sprache der Menschlichkeit, der Toleranz und der Großzügigkeit.
Nicht nur in unserer Tischrunde, sondern allen Kollegen wirst du mit deiner
verständnisvollen, immer gleichbleibend positiven und humorvollen
Art fehlen, die tagtäglich für eine wohltuende und aufbauende
Atmosphäre am Tisch sorgte.
Wir danken dir dafür ganz herzlich mit einem umfangreichen, ganz
neu erschienenen romanistischen Leckerbissen, einer Biographie über
Arthur Rimbaud, die du ja jetzt ausreichend Zeit hast zu studieren ...
Christiane Rabe-Vogt (PR)
Neureut, 25.07.2001
Zur Verabschiedung von Herrn Lothar Hofmann
Fast ein Mitbegründer des Neureuter Gymnasiums verlässt
uns heute. Als Mitglied dieses Kollegiums blickt er auf eine 25-jährige
Tätigkeit zurück.
Lothar, ein Mann mit klaren Prinzipien, aber auch ein Kollege, der
gerne anderen mal unter die Arme greift, sie berät und ihnen weiterhilft.
So haben auch zahlreiche Referendarinnen und Referendare seine Schule durchlaufen.
Auf der anderen Seite ist Lothar ein geselliger Mensch. Kaum ein Kollegenausflug,
ein Hüttenfest u.a., an denen er nicht teilgenommen hat. So kennen
wir ihn und werden dazu mehr auch noch von anderen hören. Lothar,
wir möchten dich anhalten, auch weiterhin bei gesellschaftlichen Anlässen,
wenn immer möglich, in unserer Runde präsent zu sein.
Doch zunächst will er wohl etwas Abstand vom Schulleben gewinnen.
Hat er doch sicher die letzten Unterrichtstage und -stunden bis zum heutigen
Tag gezählt. So vernahm ich vor kurzem, wie er freudig darüber
sprach, dass diese seine letzte Klassenarbeit gewesen sei.
Wir haben aber auch erfahren, dass er gerne reist _im Campingbus_ und
dass es ihm Italien angetan hat. So wollen wir ihm zur heutigen Verabschiedung
und für den nun kommenden hoffentlich angenehmen Abschnitt ein wenig
Handwerkszeug mitgeben:
Einen Bildband von Italiens Sehenswürdigkeiten zur häuslichen
Vorbereitung und zur Inspiration und, damit du dann weißt, wo man
vor Ort unterkommen kann oder welche Routen man planen kann, noch einen
passenden Reiseführer dazu.
Jürgen Dehmer (PR)
Neureut, 25.07.2001
Abiturfeier in der Badnerlandhalle
Am 30. Juni feierten 70 Abiturienten ihren Abschied vom Gymnasium Neureut.
Alle, die nach Ostern zur schriftlichen Prüfung angetreten waren,
hatten bestanden. 19 von ihnen hatten einen Notendurchschnitt mit 1,9 und
besser erreicht. Kein Wunder also, dass die Badnerlandhalle an diesem Abend
von einer Stimmung ungetrübter Freude erfüllt war und der Gewitterdonner
von draußen kaum im Saal bemerkt wurde.
Oberstudiendirektor Michael Wibel erinnerte die Schulabgänger
daran, dass die Gesellschaft hohe Summen in sie investiert habe. So viel
das Gymnasium auch dem Erbe der Aufklärung verdanke und die Rechte
des Einzelnen auf Selbstverwirklichung betone, so müsse man aus dieser
Tradition heraus doch auch die Uberwindung von Gleichgültigkeit und
Egoismus fordern und die Verpflichtung zum Einsatz für die Angela
Sabadisch und Chris Thomale führen durch den Abend Gemeinschaft erkennen.
Ortsvorsteher Günter Seith beglückwünschte die Abiturienten
zu der guten Vorbereitung auf das lebenslange Lernen, zu dem die Zukunft
sie nun herausfordere, und überreichte traditionsgemäß
der besten Sportlerin und dem besten Sportler des Jahrgangs einen Buchpreis.
Patrick Hofmann erstellte in seiner originellen Abiturientenrede eine
soziologisch-psychologische Schülertypologie, verfolgte die Entwicklung
der von ihm gefundenen Kategorien über die neun Schuljahre und bewies
durch sprachliches Geschick und ironische Distanz, dass er den Scheffelpreis
für besondere Leistungen im Fach Deutsch verdient hatte.
Der Jahrgang 2001 kann stolz darauf sein, dass in allen Leistungskursfächern
Preise für sehr gute Leistungen vergeben werden konnten. Den Schulpreis
erhielt Ronny Thomale. Das Interesse der Öffentlichkeit an der Arbeit
an den Gymnasien zeigt sich auch in der Stiftung neuer Preise. So vergab
die Robert Bosch Stiftung dieses Jahr zum ersten Mal einen Apollinaire-Preis
für die besten Leistungen im Fach Französisch. Dieser Preis soll
darauf hinweisen, dass es nötig ist, den Französischunterricht
in unserem Land wieder mehr zu fördern.
Philipp Hofacker (Geige), Veronika Söhner (Querflöte) und
Elisabeth Butzer (Klavier), die schon bei zahlreichen Schulveranstaltungen
aufgetreten waren, verabschiedeten sich mit anspruchsvoller Kammermusik
und sorgten somit für eine würdige Abrundung des feierlichen
Rahmens.
Ko
Rede des Schulleiters zur Verabschiedung der Abiturienten
Herr Ortsvorsteher, meine Damen und Herren, liebe Ehemalige, liebe Eltern,
liebe Abiturientinnen und Abiturienten, herzlich willkommen zur Entlassfeier
des Abiturjahrgangs 2001!
Liebe Abiturientinnen und Abiturienten,
Sie haben es geschafft! Sie werden das Papier, das Ihnen den Weg in
die begehrtesten Berufe und Positionen ebnet, in wenigen Minuten in Händen
halten. Herzlichen Glückwunsch!
Zu Ihrem Erfolg haben Sie selbst den größten Teil beigetragen,
er wäre aber nicht möglich gewesen ohne Ihre Eltern, Ihre Schule
und den Staat, der den organisatorischen Rahmen der schulischen Ausbildung
unter hohen Kosten geschaffen hat. Die Gemeinschaft der Bürger hat
Sie finanziell kräftig unterstützt. Jeder Abiturient hat seine
Mitbürger im Laufe seines Schullebens weit mehr als das durchschnittliche
Jahresgehalt eines Akademikers gekostet. Dafür erwartet die Gesellschaft
eine Gegenleistung von Ihnen.
Als ich Ihre Biographien in Ihrer Abizeitung gelesen haben, habe ich
mit Freude bemerkt, wie viele von Ihnen sich bereits in der Schule in gemeinnützigen
Aufgaben engagiert haben, in den Kirchen, im CVJM, bei der Feuerwehr und
den Rettungsdiensten. Das ist bemerkenswert in einer Zeit, in der es zunehmend
unmodern wird, sich für andere zu engagieren ohne unmittelbare Gegenleistung.
Die Selbstverwirklichung, die nicht beeinträchtigt werden darf durch
Leistungen für andere, scheint der Handlungsgrundsatz unserer Zeit
zu sein. Die Überzeugung vom Vorrang des Individuums gegenüber
jeglicher Gemeinschaft ist einerseits eine berechtigte Reaktion auf vergangene
Zeiten, in denen das Individuum und sein Glück einer vermeintlich
für das Kollektiv nötigen, in Wirklichkeit aber verbrecherischen
Aufgabe brutal geopfert wurde. Es ist aber bestimmt auch nicht nur die
Erfahrung des Faschismus oder des Kommunismus, die den Rückzug aus
gemeinschaftlichen Aufgaben und die Anbetung individueller Selbstverwirklichung
bewirkt hat. Die Betonung des Individuums ist noch mehr ein Erbe der großen
Tradition der Aufklärung, die noch heute unser Denken bestimmt. Das
Recht des Einzelnen auf „pursuit of happiness", dem Folgen des eigenen
Glücks, wie es Thomas Jefferson in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung
vor ziemlich genau 225 Jahren formuliert hat, kann freilich erst heute
umfassend verwirklicht werden. Neben der politischen Freiheit erlaubt es
vor allem der im Vergleich zu vergangenen Zeiten ungeheure materielle Wohlstand
den meisten von uns, auf die Hilfe durch die Gemeinschaft zu verzichten
und damit die Teilnahme an der Gemeinschaft als unnötig zu erachten,
um einen individuellen Weg der Glückssuche gehen zu können.
Es scheinen uns keine Kriege mehr zu drohen, die einen gemeinschaftlichen
Einsatz erfordern, wir müssen keinen gemeinsamen Aufbau von Strukturen
mehr leisten, die die Entfaltung des individuellen Glücks überhaupt
erst ermöglichen, mit unseren Steuerzahlungen scheinen unsere gemeinschaftlichen
Aufgaben erfüllt zu sein. Mit diesem Geld, auf das wir zur Gestaltung
unseres individuellen Lebens zumeist verzichten können, kaufen wir
uns frei von den Gemeinschaftsaufgaben, die wir nicht mehr erfüllen
wollen. Spezialisten werden dafür bezahlt, uns zu verteidigen, ein
angenehmes Umfeld zu schaffen, ja selbst für unsere kränkelnden
Alten zu sorgen und unsere missratenen Kinder zu erziehen.
Ein Opfer für andere, die Teilnahme an Gemeinschaften aller Art,
die Übernahme von Aufgaben zum Nutzen anderer ist nicht mehr „in".
Die Vereine suchen verzweifelt nach Nachwuchs, den sie in vielen Fällen
überhaupt nicht mehr verkraften könnten, weil es ihnen an freiwilligen
Übungsleitern fehlt, die Kirchen müssen Austritte hinnehmen und
einen Teil ihrer gemeinnützigen Aktivitäten einstellen, weil
sie kaum noch freiwillige Helfer haben, Gewerkschaften und Berufsverbände
verlieren an Macht und Einfluss, weil sie zunehmend weniger Arbeitnehmer
vertreten, die politischen Parteien beklagen einen hohen Mitgliederschwund.
Natürlich können wir nicht so naiv sein, nicht zu sehen, dass
dies - vor allem im letzten Fal l - auch selbst verschuldet ist. Es liegt
aber auch im Zeitgeist. Warum, so fragen sich viele von uns, soll ich mich
zweimal in der Woche abends zum Training und am Sonntag im Wettkampf plagen,
wenn es doch so viele Möglichkeiten gibt, meine Zeit individuell zu
gestalten, zu faulenzen, fern zu sehen, sich mit Freunden in der Disko
zu treffen, in die man kommen und gehen kann, wann man will, ohne von einem
Trainer angeraunzt zu werden, weil man schon wieder zu spät ist.
Um besser unserem individuellen Glück folgen zu können, haben
wir die Großfamilie zerbrochen, in der einer auf den anderen Rücksicht
nehmen muss, in der schon Kinder ihre Aufgaben haben, die sie nicht gerne
erfüllen, an die sie sich aber gewöhnen müssen. Auch die
Kleinfamilie beginnt sich aufzulösen, weil die Bindungen die individuellen
Freiheiten einschränken, die Mühen der Kindererziehung werden
gescheut, die Kinder aus dem vorhandenen Überfluss mit materiellen
Dingen abgespeist, um nicht die Zeit, die man für sich selbst zu brauchen
meint, für die Erziehung opfern zu müssen. Um unser Leben ganz
nach individuellen Wünschen gestalten zu können, schicken wir
unsere Kinder nicht mehr in Vereine, zu denen man sie fahren müsste,
deren Feste man mitgestalten müsste, oder geben dem Wunsch der Kinder
nach, wenn sie beklagen, dass die Vereinsmitgliedschaft sie in der Gestaltung
ihrer individuellen Zeit behindert. Damit wird ihnen wieder ein Zwang genommen,
sich in eine Gemeinschaft einordnen zu müssen, auch einmal für
andere da zu sein. Die Erwachsenen selbst lehnen ja vielfach auch jede
Ein- und Unterordnung, jede Übernahme von Pflichten ab und gehen lieber
allein joggen oder ins Fitnessstudio, wenn sie gerade Lust dazu haben oder
wenn es ihnen passt.
Ist diese Selbstverwirklichung es aber wert, gemeinschaftliche Aktivitäten
zu vernachlässigen? Ist sie nicht zu häufig nichts weiter als
eine Ausrede für das Nachgeben gegenüber allen individuellen
Wünschen und Süchten, einem Glück, das oft nur in der Befriedigung
einer oberflächlichen Vergnügungssucht besteht. Und: Geben wir
uns nicht einer Illusion hin, wenn wir so handeln, als ob unsere individuelle
Glückssuche auf Dauer unabhängig von jeder Gemeinschaft stattfinden
könne?
Bei den Landtagswahlen dieses Jahres war die erfolgreichste Partei
wieder die Partei der Nichtwähler. Bei manchen von ihnen mag dies
ein zweifelsohne berechtigter Ausdruck des Protests gegen das Angebot der
Parteien gewesen sein, den meisten der Nichtwähler ist es aber schlicht
und einfach gleichgültig, wer ihr Land wie regiert, oder es scheint
ihnen zumindest der Mühe nicht wert, in ein Wahllokal zu gehen. Aber
wie schon die antiken Philosophen, die das individuelle Glück als
Lebensziel definierten, waren sich auch die Begründer der politischen
Gedanken der Aufklärung einig, dass die Gestaltung des individuellen
Glücks nur dann möglich ist, wenn die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen
diese Gestaltung ermöglichen, dass, wer seinem persönlichen Glück
folgen möchte, auch dafür sorgen muss, dass seine Umwelt ihm
dies erlaubt, und dass dazu aktive Mitarbeit nötig ist. Wenn man dem
amerikanischen Gründungsvater und Hauptautor der Unabhängigkeitserklärung,
Thomas Jefferson, gesagt hätte, dass der Tag kommen werde, an dem
die Bürger von dem so mühsam erkämpften Recht, ihre Regierung
selbst zu bestimmen, überhaupt keinen Gebrauch mehr machen wollen,
wäre er sicher sehr erstaunt gewesen. Wenn wir uns die Möglichkeit
der Mitgestaltung selbst nehmen, bringen wir uns selbst um die Chance,
bestmögliche Rahmenbedingungen für unser Glück zu gestalten,
damit verlieren wir ein Recht, für das ganze Generationen gekämpft
und viel Blut vergossen haben.
Warum sollten wir uns aber solche Gedanken machen.? Es klappt doch
alles. Die Politiker machen ihre Aufgaben im großen und ganzen doch
ganz gut und garantieren uns so die Möglichkeiten zur individuellen
Entfaltung, und wer in Vereine, Kirchen, Parteien gehen will, kann das
doch jederzeit tun.
Meine Damen und Herren, ich will hier nicht irgendwelcher Vereinsmeierei
oder hohlem Aktivismus in Verbänden oder Parteien, dem Verfolgen von
angeblich allgemeingültigen Idealen unter Aufgabe individueller Gestaltungsmöglichkeiten
das Wort reden. Die Möglichkeiten, sein Schicksal selbst in die Hand
zu nehmen und sein Leben nach eigenen Vorstellungen und Kräften zu
gestalten, ist ein so wichtiges Erbe der Aufklärung, dass wir es nie
aufgeben sollten. Ich will aber davor warnen zu glauben, das schöne
Leben werde immer so weiter gehen und dass die da oben es schon richten
werden, dass die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen uns
ein ganzes Leben in individuellem Glück gewähren werden, ohne
dass wir uns im geringsten darum zu kümmern brauchten.
Liebe Abiturientinnen und Abiturienten,
Sie sind in einer glücklichen Zeit aufgewachsen, aber Sie haben
noch ein langes Leben vor sich. Wenn Sie sicher gehen wollen, dass die
Zeiten glücklich bleiben, seien Sie wachsam, nehmen Sie am Leben von
Staat und Gemeinschaft teil, versuchen Sie, nicht nur Ihr eigenes Leben
zu gestalten, sondern auch an der Gestaltung der Gemeinschaft aktiv mitzuwirken.
Dazu müssen Sie nicht gleich Bundeskanzler oder Ministerpräsident
werden, das beginnt im Kleinen, in der Mitarbeit in Vereinen, die das Gemeinschaftsleben
mitgestalten, in Kirchen, in Parteien. Hier lernen Sie, sich einzufügen,
individuelle Wünsche auch einmal zurückzustellen. Aber wenn Sie
mitarbeiten, können Sie mitentscheiden, können Sie helfen, Fehlentwicklungen
zu vermeiden, die auf lange Sicht sicher auch auf Ihr privates Leben durchschlagen.
Ich wünsche Ihnen für Ihr künftiges Leben, dass Sie
sich daran erinnern, was die Gemeinschaft für Sie geleistet hat und
was sie für Sie bedeutet, dass Sie sich aktiv an der Gestaltung der
Gemeinschaft beteiligen und dass Sie so Ihr Leben in einer funktionierenden
Gemeinschaft nach Ihren Wünschen gestalten können.
Alles Gute für ihren künftigen Lebensweg!
Rede des Scheffelpreisträgers
Liebe Abiturienten! Liebe Lehrer! Sehr geehrte Gäste!
Wir Abiturienten feiern heute abend das Ende unseres Schülerdaseins
und den Beginn eines neuen Lebens, das uns noch gänzlich unbekannt
ist. Während einige von uns sich ihre Zukunft in den schönsten
Farben ausmalen, neigen andere eher dazu, ihren weiteren Lebensverlauf
kühl zu berechnen. Und wieder andere spüren gar, wie sich, angesichts
einer manchmal auch unheilverkündenden Zukunft, ein wenig Angst in
die Vorfreude mischt.
Unsere Zukunft wird sich so unberechenbar und unterschiedlich gestalten,
wie wir es selbst sind. Aber dennoch, dessen bin ich mir sicher, werden
unsere verschiedenartigen Lebensgeschichten in manchen Zügen vielleicht
unauffällige, aber doch eindeutig erkennbare Ähnlichkeiten aufweisen,
die auf die gemeinsame Schulzeit zurückdeuten. Denn die letzten dreizehn
Jahre haben uns gemeinsam geformt und geschliffen, herangezüchtet
und zurechtgestutzt.
Und aus diesem Grund möchte ich Sie einladen, gerade heute, im
Hinblick auf die Zukunft, noch einmal den Blick nach der Vergangenheit
zu wenden _ auch, wenn dies einige Verrenkungen erfordert.
Zugegeben: Nicht allein die Schule ist verantwortlich dafür, dass
wir so geworden sind, wie Sie, liebe Gäste, uns heute abend vor sich
sehen; eine Menge anderer Einflüsse, von Seiten der Familie und durch
die Medien zum Beispiel, haben ebenfalls bildend auf uns gewirkt. Ich will
Sie im Folgenden dennoch darauf aufmerksam machen, in welch erstaunlich
hohem Maß die Schule am Bildungsprozess jedes einzelnen beteiligt
war. Wohlgemerkt spreche ich dabei nicht von bloßer Wissensanhäufung,
was rätselhafterweise hin und wieder als Bildung bezeichnet wird.
Ich spreche von einer Bildung, die wir uns ungleich mühsamer angeeignet
haben, die wir jedoch auch unser Leben lang nicht vergessen werden: die
Bildung von Persönlichkeiten. Dem geduldigen Beobachter dieser Persönlichkeiten
aber wird bald in aufdringlichster Weise bewusst werden, dass vielmehr
gruppenbestimmte Typen als eigenständig entwickelte Persönlichkeiten
das Bild prägen. Um eine solche Betrachtung heute Abend in aller Schnelle
nachzuvollziehen, möchte ich Ihnen vorschlagen, verehrte Zuhörer,
sich an unserem Abitursjahrgang zu versuchen. Denn in dieser Hinsicht sind
wir sehr beispielhaft.
Ich möchte Ihnen nun einige der Gruppen bildenden Strömungen,
die wir während unserer Schulzeit erlebt haben, vorstellen. Dabei
will ich von jenem Zustand annähernder Gleichheit ausgehen, in welchem
wir uns als Grundschüler und zum Teil noch in den ersten Jahren des
Gymnasiums befanden: Unsere Freuden und Ängste, unsere Vorlieben und
Sorgen unterschieden sich nur wenig, kindlich vorurteilsloses Zutrauen
bestimmte unseren Umgang. Diese beschauliche Eintracht wurde jedoch bald
durch die ersten Regungen des Heranwachsens gestört: Die ersten fassten
Mut zu einer, wenn auch noch zaghaften Aufmüpfigkeit gegen die in
der Schule vom Lehrer verkörperte Erwachsenenwelt. Meist waren es
jene, deren Umfeld sie schon mit den Härten des Lebens in Berührung
gebracht hatte, denen es zuerst gelang, sich von kindlicher Befangenheit
den Älteren gegenüber freizumachen.
Zum aufrührerischen Trieb gesellte sich bald der Geschlechtstrieb,
der dem Welteroberungsdrang dieses Schülertyps neue Möglichkeiten
eröffnete. Von den Zurückgebliebenen zunächst mit stiller
Bewunderung, bald aber mit aufstachelndem Jubel belohnt, feierten diese
Helden der ersten Jahre Sieg um Sieg über den Lehrer und beim anderen
Geschlecht. Ein zwanghafter Wettbewerb trieb sie zu immer aufsehenerregenderen
Taten; in frühester Zeit bereits angelegte und bewährte Erfolgsrezepte
wurden bis ins Übermaß gesteigert. Rauchen und Betrinken bildete
den Anfang einer Entwicklung, die sich nicht selten in unschönen sexuellen
Erfahrungen und schmerzhaften Zusammenstößen mit der elterlichen
oder der schulischen Autorität fortsetzte. Und wen wundert es, wenn
einige der Helden sich schon zu diesem Zeitpunkt etwas zu sorglos ins Verbotene
stürzten und, was das Erfahrungssammeln und Herausfordern der Älteren
anbelangt, einen Schritt zu weit gingen?
Betrachtet man diese Glücklichen der Vergangenheit heute, so geben
die meisten von ihnen ein trauriges Bild ab: Mittels hartnäckigster
Erziehungsmaßnahmen ist es der Erwachsenenwelt in den letzten Jahren
vor dem Abitur gelungen, den Schülern ihre Wertvorstellungen aufzuzwingen
und somit die Welt der Helden auf den Kopf zu stellen. Auf einmal gelten
Fleiß und Wissen als Tugenden; Eigenschaften, die man früher
als geradezu schändlich und verräterisch verachtet und verspottet
hatte. Und ein gutes Verhältnis zum Lehrer zahlt sich nun plötzlich
aus, wo offene Feindschaft bisher Ehrensache war.
Manch einem mag es vielleicht gelungen sein, diesen Wertewandel glimpflich
zu überstehen, indem er sich in seinem verzweifelten Überlebenskampf
beim Lehrer anbiederte, dem er genug Grund gegeben hatte, nachtragend zu
sein, und gleichzeitig versuchte, eine ungeheure Menge versäumten
Lernstoffes gerade noch ausreichend zu bewältigen. Dabei musste er
selbständig und in kürzester Zeit eine umfassende Wandlung seiner
selbst bewerkstelligen, für welche die Übrigen bereitwillige
Hilfe von Eltern und Lehrern und viele Jahre Zeit in Anspruch genommen
hatten. Die Namen derer, denen dies nicht gelang, die irgendwann einfach
zurückgeblieben und verschwunden sind, haben wir, glückliche
Abiturienten, und unsere stolzen Eltern verständlicherweise vergessen.
Und auch diejenigen, die das Außergewöhnliche geleistet haben
und die Schulzeit gemeinsam mit allen anderen hinter sich lassen können,
müssen sich nun damit abfinden, dass ihre lange unangetastete Überlegenheit,
gegründet auf vorlauten Stolz und Trinkfestigkeit, zusammengebrochen
ist. Das Leben nach der Schule wird neue und andere Forderungen stellen;
der Sturz der Helden wird tief sein.
Aber lassen Sie mich noch einmal von vorne beginnen und folgen Sie
mir, verehrte Zuhörer, noch einmal in die ersten Jahre unserer Schulzeit,
die wir noch nahezu ungebildet und unterschiedslos erlebten. Während
die Helden, von dieser Zeit ausgehend, mehr und mehr auf sich aufmerksam
machten, blieben andere in der Rolle des stillen Beobachters und Bewunderers
am Rande zurück.
Was hat nun diese Vernünftigen veranlasst, vernünftig zu
sein und nicht am eitlen Wettbewerb der Frühreifen teilzunehmen? Einige
mag wohl eine schüchterne Wesensart in die Zurückhaltung verwiesen
haben, andre lebten zu dieser Zeit vielleicht noch in einer makellos unberührten
Kindheit und waren noch nicht reif für einen Schritt ins Verbotene.
Der Umgang in der Gruppe, die sich in der Zuschauerecke zusammenfand, unterschied
sich entsprechend von dem der Helden. Während dort ein möglichst
anstößiger Ton gepflegt wurde, die Sprache mit Schimpfwörtern
angereichert war und man die Worte seinem Gegenüber regelrecht ins
Gesicht spuckte, nahmen sich die Vernünftigen das Verhalten der Erwachsenen
zum Vorbild: Man behandelte sich mit ausgesuchtester Höflichkeit und
gesitteter Strenge; schauerlich-komische kleine Erwachsene bestimmten neben
einigen Allzuschüchternen, die der Allgemeinheit höchstens ihren
Namen mitzuteilen wagten, das Bild. Anders als die Aufrührer, die
die Ablehnung aller erwachsenen Verhaltensmaßregeln zum Grundsatz
erhoben hatten, fügte man sich überdies zuvorkommend den Wunschvorstellungen
der Lehrer und Eltern. So waren unterwürfige Ehrfurchtsbekundungen
dem Lehrer gegenüber, übereifrige Pflichterfüllung und bei
einigen Schüchternen auch große Angst vor den Mitschülern
kennzeichnend für das Verhalten in der Schule.
Verständlicherweise erregte gerade diese Entwicklung besonderen
Anstoß bei den Unvernünftigen. Deren Gegnerschaft, die sich
die kleinen Erwachsenen ungewollt zuzogen, führte schon bald zu einer
ständigen Feindlichkeit, die sich in abschätzigen Blicken und
verletzenden Bemerkungen äußerte und zu wüsten Beschimpfungen
und manchmal sogar tätlichen Bedrohungen steigern konnte. Mehr und
mehr wurden die Vernünftigen somit zur Zielscheibe für Spott
und Demütigung, und ich möchte bezweifeln, dass ein gelegentliches
Schulterklopfen des Lehrers sie für das in der Schülerwelt Erlittene
entschädigte, deren Bestandteil sie ja trotz allem waren und noch
lange bleiben sollten.
Ansonsten gibt es nicht mehr viel über die Vernünftigen zu
sagen. Ihre Schulzeit, die von den Mitschülern genutzt wurde, schon
einmal die einen oder anderen Freuden des Lebens kennenzulernen, opferten
sie dem stetigen Bestreben, den Anforderungen der Erwachsenenwelt wo immer
möglich gerecht zu werden. Entsprechend unbewegt und eintönig
gestaltete sich ihre Entwicklung vom kleinen zum großen Erwachsenen.
Doch kehren wir in die Gegenwart zurück und stellen wir fest:
Das Opfer war keineswegs umsonst; die „Vernünftigen" haben letzten
Endes über die „Helden" triumphiert. Tun wir ihnen also den Gefallen
und erinnern sie nicht daran, wie teuer sie diesen Triumph bezahlt haben,
und lassen wir ihnen die Freude, heute Abend dem einen oder anderen ihrer
ehemaligen Peiniger eine spöttische Grimasse zu schneiden.
Schließlich, verehrte Zuhörer, möchte ich Ihr Augenmerk
noch auf eine dritte Strömung lenken, die, denke ich, mehr der Hervorhebung
bedarf, als die beiden vorangegangenen. Denn diese wurde von einer weit
geringeren Anzahl von Schülern vertreten und ist außerdem viel
weniger als einheitliche Gruppe auszumachen.
Dem aufmerksamen Beobachter verraten sie sich jedoch nur allzu gern
dadurch, dass jeder ein ganz persönliches Markenzeichen trägt;
eine auffällig ungewöhnliche Art zu reden, sich zu kleiden etwa,
oder auch nur auf besonders finstere Weise in die Runde zu blicken. Meistens
dient dieses Kennzeichen einem gewissen selbstauferlegten Rollenspiel.
Beliebte Rollen sind hierbei beispielsweise der politische Rebell, der
sich mit den entsprechenden Symbolen schmückt, der verkannte Künstler,
der dem Gewöhnlichen gerne sein unsägliches Lebensleiden zur
Schau stellt, oder auch der zur geistigen Überlegenheit Verdammte,
der es jedoch nicht versäumt, seine Abschätzigkeit, die er für
das gemeine Volk empfindet, bei jeder Gelegenheit kundzutun.
Diese Alternativen, wie ich sie nennen möchte, haben sich
erst in den letzten Jahren zusammengefunden, als die Fronten der beiden
ursprünglichen Gruppen sich bereits verhärtet hatten. Manche
der ehemaligen Helden und Vernünftigen lehnten ihr Gruppendasein als
solches ab: Die unnachgiebige Forderung nach Angleichung und Unterordnung
innerhalb der Gruppe und der gleichzeitige Drang nach Eigenständigkeit
und Selbstverwirklichung trieben Abtrünnige beider Seiten in dieser
Zeit zum Befreiungsschlag. Sie litten unter der einengend strengen Werteordnung
ihrer Gruppe. Eine ganze Reihe Schüler verspürte zum Beispiel
zwar den Trieb des Aufbegehrens und war auch, wie die Helden, willens,
ihm Ausdruck zu verleihen, konnte aber deren Verachtung für jede Art
von Wissensbildung nicht teilen. Andere empfanden die beklemmende Unterwürfigkeit
der Vernünftigen als unerträglich, wollten jedoch nicht völlig
in der Sorglosigkeit untergehen. Für solche ungewöhnlichen Gemüter
bot das Gefüge der Werteordnungen keinen Platz und wurde um eine neue
Gruppe erweitert.
Die Traumvorstellung von einer Gemeinschaft unterschiedlicher, eigenständiger
Persönlichkeiten ohne zwingende Gruppenordnung, verbunden nur durch
freundschaftlichen Zusammenhalt, hielt jedoch nicht lange stand: Das selbstauferlegte
Einzelgängertum war schwerer zu tragen als die meisten erwartet hatten,
zumal die beiden bestehenden Gruppen eine Stärke erlangt hatten, die
nicht mehr herausforderbar war. Die Helden und die Vernünftigen waren
nicht nur zahlenmäßig überlegen, sondern erhielten auch,
im Gegensatz zu den Vereinzelten, Rückendeckung durch die Medien,
die das Heldsein bestärkte, und von Eltern und Lehrern, die das Vernünftigsein
unterstützten. Auf solchen Rückhalt mussten die Alternativen
verzichten, auch der starke Zusammenhalt nach außen fehlte ihnen,
da jeder mehr oder weniger auf sich allein gestellt war. Unter diesem gewaltigen
Druck zog es manche zurück in die zwar wegweisenden, aber dennoch
behaglichen Gruppen. Den Verbleibenden schließlich blieb nichts anderes
übrig, als selbst, als Abwehr nach außen, eine Gruppe zu bilden,
mit ebenso strengen Verhaltensmaßregeln und Umgangsformen wie die
beiden anderen. So entstand eine widersprüchliche Gruppe der Gruppengegner,
deren Bestreben vielleicht noch vor dreißig Jahren gefeiert worden
wäre, heutzutage aber gnadenlos der Lächerlichkeit preisgegeben
wird.
Abgrenzung nach außen und Gleichförmigkeitszwang innerhalb
zeichnen somit letztendlich alle herangebildeten Gruppen aus. Die Gründe
dafür sind so unterschiedlich wie die Gruppen selbst: Die einen handeln
aus Geltungsdrang, die anderen aus Angst und wieder andere aus purer Not.
Schlecht stünde es jedoch um jemanden, der noch genug Wertschätzung
für seine eigene Persönlichkeit aufbringen würde, um ihr
eine selbstbestimmte Bildung zu wünschen, statt einer gruppenbestimmten.
Denn er müsste einsam bleiben.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.
Patrick Hofmann
Liste der Abiturienten im Schuljahr 2000/2001
Achache Patrick
Behnes Michael
Brunn Corinna
Brzozowski Christoph
Butsch Alexander
Butzer Elisabeth
Crocoll Katja
El Gamali Jasmin
Enzmann Alexander
Faubel Birgit
Fender Tanja
Glassner Sabine
Glesing Dominik
Götz Anke
Gröbel Susanne
Günther Caroline
Häfele Stephanie
Heger Michaela
Heger Silvia
Hetenyi Nicolas
Hodorff Tanja
Hofacker Philipp
Hofmann Patrick
Homann Philipp
|
Hornung Petra
Jäger Jessica
Kapica Ines
Kiefer Christina
Kirchberg Julia
Koscielny Benjamin
Kreuter Sebastian
Kuch Vanessa
Kundinger Andrea
Mäusner Marcus
Mautter Marisa
Mehlich Julia
Meinzer Michael
Metzger Julia
Nagel Romy
Nees Stephanie
Noppe Carolin
O'Malley Holger
Pfefferle Tima
Pfeifer Christian
Ranew Fridolin
Sabadisch Angela
Saleh-Ebrahimi Sanaz
Sapnaras Dimitrios
|
Schindler Joscha
Schmid Robert
Schulz Susanne
Seeland Sandy
Seitz Sascha
Sies Nicole
Söhner Veronika
Stadler Florian
Steffe Sören
Stober Sarah
Strunck Stefan
Supper Maximilian
Thomale Chris
Thomale Ronny
Unger Ina
Usvat Miriam
Vogel Martin
Weniger Tamara
Werner Thorsten
Westhoff Susanne
Zambelli Melanie
Zamora Manuel
|
Die Preise des Abiturjahrgangs 2001
Die 5 Jahresbesten:
Ronny Thomale
Alexander Enzmann
Julia Kirchberg
Sabine Glassner
Chris Thomale
Schulpreis: Ronny Thomale
Scheffelpreis/Deutsch: Patrick Hofmann
Englisch: Julia Kirchberg, Rommy Nagel, Stephanie Nees
Französisch/Apollinaire-Preis der Robert- Bosch-Stiftung: Sabine
Glassner
Geschichte/Franz-Schnabel-Medaille: Alexander Enzmann
Biologie: Tanja Fender, Vanessa Kuch
Physik: Chris Thomale, Ronny Thomale
Mathematik: Chris Thomale, Ronny Thomale
Mathematik/Physik _ Ferdinand-Porsche- Preis: Ronny Thomale
Sport/Maul Medaille: Sebastian Kreuter
Anerkennungen für Mitarbeit:
Chor und Jazz-orchester: Katja Crocoll, Susanne Gröbel, Holger
O'Malley, Tamara Weniger, Susanne Westhoff
Schach-AG: Alexander Enzmann, Sebastian Kreuter, Susanne Schulz, Chris
Thomale
Bescheinigungen für Ehrenamt:
Michael Behnes, Alexander Butsch, Elisabeth Butzer, Katja Crocoll,
Susanne Gröbel, Sebastian Kreuter, Andrea Kundinger, Holger O'Malley,
Marisa Mautter, Veronika Söhner, Chris Thomale, Ronny Thomale, Martin
Vogel, Susanne Westhoff.
Ehemaligentreffen am Gymnasium Neureut
Am 30. März verwandelte sich die Pausenhalle abends in einen Partykeller.
Das Gymnasium feierte mit seinen Ehemaligen ein großes Wiedersehensfest.
Lokalpresse, Internet und Mundpropaganda lockten eine erstaunlich große
Zahl von gestandenen Frauen und Männern zurück in ihr altes Schulhaus,
und viele hatten den Eindruck, es habe sich wenig verändert. „Sie
unterrichten also immer noch?," fragte ein Dreißigjähriger seinen
ehemaligen Leistungskurslehrer. „Sie müssen doch vor elf Jahren schon
um Mitte Fünfzig gewesen sein." Der Angesprochene weiß nicht,
ob er sich freuen soll oder nicht, wenn er daran denkt, dass er noch beide
Hände braucht, um seine verbleibenden Dienstjahre an den Fingern abzuzählen.
Anderseits freut es ihn heimlich, dass auch eine Mittdreißigerin
seinen Namen verwechselt hat. Auch kommt es ihm vor, dass die Schüler,
an die er sich noch erinnern kann, sich in ihrem Wesen wenig verändert
haben.
An den Mienen der Anwesenden war abzulesen, dass das große Schulfamilienfest
ein großer Erfolg war. Es soll wieder zur festen Tradition werden.
Ko
Amerikanische Nacht am Gymnasium Neureut
"Amerika, du hast es besser," dachten sich Verbindungslehrer Thomas Gottwald
und die SMV des Neureuter Gymnasiums und luden alle Freunde des Gymnasiums
zwei Tage nach dem Nationalfeiertag der USA zu einer großen Amerikaparty
ein. Die Pausenhalle war zünftig hergerichtet mit Pop Art aus den
Klassen von Manfred Alt und einer echten Harley-Davidson. Es gab süße
amerikanische Brausen und scharfes chili con carne, und viele Gäste
zeigten durch ihre passenden T- und Sweatshirts, dass sie viel vom Sprung
über den großen Teich hielten. Leibhaftige Cheerleaders warben
zu Beginn im Schulhof mit Tanz und Akrobatik für das Fest. Später
tanzten in der Pausenhalle Sabine Versens Schülergruppe und ein Square-Dance-Ensemble
des Kollegiums. Daddy Lee, ein richtiger Amerikaner, sorgte für live
music im Reggae-Stil, und D J Chris, professioneller Plattenmoderator und
Neureuter Gymnasiast, ließ den Abend mit "seiner" Musik ausklingen.
Allen Organisatoren und Helfern gebührt großer Dank. Sie
haben einmal mehr gezeigt, dass eine gute Schule mehr ist als Pauken und
Notendruck.
Ko
Bericht über das mir verliehene Reisestipendium ins Deutsche Museum
München
Wie auch in den vergangenen Jahren wurde einem Abiturienten für besondere
Leistungen in Mathematik und Naturwissenschaften ein Reisestipendium zum
Deutschen Museum in München verliehen. So kam es, dass ich mich in
der Zeit vom 28.09.00 bis zum 01.10.00 in München aufhielt. Ich konnte
die Reise erst jetzt antreten, da ich unmittelbar nach meinem Abitur im
Juli '99 meinen Wehrdienst ableistete und direkt danach mit meinem Studium
begonnen habe.
Nun sollte es endlich soweit sein und mit einer gehörigen Portion
Vorfreude im Bauch fuhr ich am 28.09. nach München. Dort angekommen
begab ich mich zu Frau Fischer, die für die Stipendiaten im Deutschen
Museum zuständig ist. Sie stattete mich zunächst mit einem Ausstellungsführer
des Deutschen Museums und einem Ausweis, der mir kostenlosen Eintritt zu
allen Sammlungen des Deutschen Museums erlaubte, aus und zeigte mir mein
Zimmer im Kerschensteiner Kolleg, wo ich während meines Aufenthalts
wohnte. Von nun an konnte ich meinen Aufenthalt frei planen und begab mich
dann auch gleich in die Ausstellungsräume.
Im Folgenden möchte ich einige meiner Eindrücke schildern.
Zunächst erlebte ich eine kleine Enttäuschung, denn die Ausstellungen
Wissenschaftliche und Technische Chemie, auf die ich mich auch wegen meines
Studiums am meisten gefreut hatte, waren wegen Renovierungsarbeiten geschlossen.
Dafür wurde ich mit der brandneuen Ausstellung Pharmazie entschädigt.
In diesem Bereich wird unter dem Motto "You are chemistry" ("Du bist Chemie"),
die Bedeutung, Arbeitsweise und Geschichte der Pharmazie, aber auch der
Aufbau des menschlichen Körpers gezeigt. Mittelpunkt und Hauptattraktion
dieses Ausstellungsbereiches ist ein begehbares Modell einer menschlichen
Zelle, in dem die Aufgaben der verschiedenen Zellorganellen erklärt
wird, sowie mittels eines Films der Einsatz von Gentechnik bei der Herstellung
von Medikamenten. Um diese Zelle herum gruppieren sich die anderen Ausstellungsstücke
dieser Abteilung. So gibt es zum Beispiel einen kleinen Garten mit diversen,
zum Teil schon aus dem Altertum bekannten Heilpflanzen oder Modelle der
verschiedenen Zellen des menschlichen Körpers. Außerdem ist
noch der Nachbau einer alten Apotheke (s. Bild) zu nennen, den man sich
mittels eines Computers erklären lassen kann, sowie Informationsecken
über verschiedene Krankheiten wie AIDS, Krebs oder Tbc und deren Ursache,
Übertragung und Therapiemöglichkeiten.
Auf der gleichen Etage wie die Pharmazieabteilung befindet sich
auch die Abteilung Physik. Hier kann man bei den meisten Experimenten selbst
Hand anlegen und so die Zusammenhänge verstehen, die die meisten Erfindungen
erst möglich gemacht haben. Die Abteilung beginnt mit Experimenten
der klassischen Mechanik wie zum Beispiel die des freien Falls oder über
die Pendelgesetze. Ergänzt werden die Experimente durch historische
Gerätschaften und den Nachbau des Laboratoriums von Galileo Galilei.
Weiter geht es mit Ausstellungsräumen zu den Gebieten Thermodynamik,
Elektrizität und Optik. Bei der letzteren Abteilung kann man sehr
gut den Wandel der Physik im Lauf der Jahrhunderte nachvollziehen. Da gibt
es einerseits die klassische geometrische Optik des Altertums und des Mittelalters
mit den dazugehörigen Geräten wie zum Beispiel Fernohre, über
die Wellenoptik mit Experimenten zur Beugung und Interferenz des Lichts,
bis hin zu den optischen Geräten unserer Zeit wie zum Beispiel Elektronenmikroskope.
Den Abschluss der Physikabteilung bildet eine Abteilung mit Experimenten
und Schautafeln zur Atomphysik, bei der erklärt wird, "was die Welt
im Innersten zusammenhält".
Eine Abteilung, die mit der Physik eng verknüpft ist, ist die
Energietechnik. Hier werden verschiedene Energieformen vorgestellt. Zum
einen die Kernenergie mit ihren Vorteilen (geringe Kosten, keine Abgase,
hohe Effizienz), aber auch großen Problemen wie Sicherheit von Kernkraftwerken
und die Lagerungsprobleme der ausgebrannten Brennstäbe. Zum anderen
werden neue Energieformen vorgestellt, wie zum Beispiel die Sonnenenergie
oder Energie aus Windkraft. Ein anderer Teil befasst sich mit der noch
in der Entwicklung befindlichen Möglichkeit, Energie aus der Fusion
von Atomkernen zu gewinnen.
Als Abschluss meines ersten Tages besuchte ich noch die Starkstromtechnikvorführung.
Hierbei werden einige sehr effektvolle Ladungsüberschläge präsentiert.
Außerdem wird die Wirkungsweise eines Blitzableiters erläutert
und es wird gezeigt, welche fatalen Folgen es hat, wenn dieser nicht richtig
geerdet ist.
Am zweiten Tag beschäftigte ich mich mit dem alten Menschheitstraum
vom Fliegen. Dazu besuchte ich die Flugwerft Schleißheim, eine Außenstelle
des Deutschen Museums auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Schleißheim
vor den Toren Münchens. Dort wird mit vielen Original-stücken
und Nachbauten die Geschichte der Luftfahrt lebendig. So sieht man zum
Beispiel Nachbauten der Fluggeräte von Otto Lilienthal aus der Pionierzeit
der Luftfahrt. Weiter geht es mit den Doppeldeckern aus der Zeit des 1.Weltkriegs
wie der D V Albatros über Propellerflugzeuge aus dem 2.Weltkrieg,
wie dem amerikanischen Transporter Douglas DC-3 oder dem Deutschen Bomber
Heinkel He 111. In der neuen Ausstellungshalle findet man schließlich
noch die Jets der Nachkriegszeit wie zum Beispiel den Starfighter. Neben
den bereits erwähnten Flugzeugen findet man noch eine Reihe von Flugzeugmotoren
beziehungsweise Triebwerken. Ein besonderes Highlight ist die sogenannte
gläserne Werkstatt, bei der man den Restaurateuren bei der Arbeit
zusehen kann. Nach der Rückkehr ins Deutsche Museum besichtigte ich
die Luftfahrtausstellung im Museum selbst. Dort gibt es beispielsweise
einen Nachbau des Standardtyp A der Gebrüder Wright, dem ersten Serienmotorflugzeug
der Welt, eine Junkers Ju-52 dem Standardverkehrsflugzeug in den dreißiger
Jahren, oder das erste Strahlflugzeug der Welt, eine Messerschmidt Me-262
aus dem Jahr 1945, zu sehen. Ebenfalls zur Ausstellung gehören zahlreiche
Modelle der verschiedenen Zeitabschnitte der Luftfahrt. Unmittelbar an
die Ausstellung der Flugzeuge angegliedert ist eine Reihe von Schaukästen
mit verschiedenen Bordinstrumenten.
Zum Abschluss des Tages besichtigte ich noch die Raumfahrtabteilung
des Museums. Dort findet man beispielsweise eine deutsche A-4 Rakete (besser
bekannt als V-2), die den ersten brauchbaren Raketenmotor enthielt und
so wichtige Erkenntnisse für den weiteren Weg der Raumfahrt lieferte.
Weiter geht es mit Modellen der wichtigsten Raketen, die in der Raumfahrt
eingesetzt wurden, wie zum Beispiel die Saturn V Trägerrakete des
amerikanischen Apollo-Programms oder das europäische Gemeinschaftsprojekt
Ariane IV. Unmittelbar daneben befinden sich einige Raumanzüge, darunter
die von F. Bormann, der mit Gemini-7 im All war, und von D. Eisele von
Apollo-7. Außerdem findet man in der Raumfahrtabteilung noch Modelle
verschiedener Satelliten und Raumkapseln, darunter ein Nachbau der Mercurykapsel,
in der John Glenn als erster Amerikaner ins All flog. Den Abschluss der
Ausstellung zum Thema Raumfahrt bildet ein Spacelab, wie es in zahlreichen
Spaceshuttlemissionen eingesetzt wurde.
Der nächste Tag sollte mich zunächst unter die Erde führen.
Das Deutsche Museum beherbergt nämlich in seinem Untergeschoss eine
umfangreiche Bergbauabteilung. Um diese genauer kennen zu lernen, machte
ich eine Führung, die mehrmals täglich angeboten wird mit. Dies
ist äußerst empfehlenswert, da der Führer die Möglichkeit
hat, zahlreiche Ausstellungsstücke "zum Leben zu erwecken". Der Rundgang
beginnt mit dem Blick in eine Betstube, in der die Bergleute ihre Schutzpatronin
die heilige St. Barbara um Beistand bei ihrer harten und gefährlichen
Arbeit baten. Weiter geht es dann in nachgebildeten Stollen, wo verschiedene
Möglichkeiten erläutert werden, wie der Bergmann zu seinem eigentlichen
Arbeitsplatz unter Tage gelangen konnte. Bis ins 19. Jahrhundert blieb
den Bergleuten keine andere Wahl, als sich mit Leitern zu ihrem Arbeitsplatz
zu bewegen. Ab 1833 gab es dann die sogenannte Fahrkunst, eine Vorrichtung
aus beweglichen Balken mit Sprossen, die eine beträchtliche Erleichterung
für die Bergleute brachten. In großformatigen Modellen wird
dann der Abbau und Transport von erzhaltigem Gestein in früherer Zeit
gezeigt. Daran angeschlossen ist ein Bereich über Salzgewinnung mit
der Nachbildung von Solequellen, bei denen Salz aus dem Felsen mit Wasser
herausgelöst wird, und einem Salzbergwerk, bei dem das Salz in großen
Blöcken herausgeschlagen wird. Daran angegliedert ist ein Bereich
über den Kohlebergbau ab 1900. Hier wird unter anderem die Einführung
von Druckluft als Antriebsmöglichkeit gezeigt oder verschiedene Techniken
einen Tunnel abzustützen. Ebenfalls sind moderne Fördermaschinen
vorhanden, wie zum Beispiel Gesteinsfräsen oder Schaufellader, wie
man sie aus dem Straßenbau kennt. Den Schluss der Bergbauabteilung
bildet ein Ausstellungsteil über den Tagebau, bei dem heute vorwiegend
Braunkohle gefördert wird.
Eine Abteilung, die eng an den Bergbau anknüpft, ist die
Abteilung über Metalle. Hier werden die zahlreichen Verhüttungsmethoden
von erzhaltigem Gestein gezeigt. Zunächst erhält man einen Einblick
in die Verarbeitungstechniken von Eisenerz. So wird die geschichtliche
Entwicklung von den Schmiedewerkstätten des Mittelalters, über
die ersten Hochöfen der Zeit der industriellen Revolution bis hin
zu den Stahlwerken aus heutiger Zeit deutlich. Der zweite Abschnitt der
Abteilung befasst sich mit den sogenannten Nichteisenmetallen. Hier werden
Verfahren zur Gewinnung von Kupfer, Zink, Aluminium oder Blei dargestellt.
Eine weitere Ausstellung, die sich mit Bodenschätzen beschäftigt,
ist die Abteilung über Erdöl und Erdgas. Hier wird die Entstehung,
Förderung und Aufbereitung von Erdöl dargestellt. Zahlreiche
Exponate verdeutlichen die unterschiedlichen Bohrtechniken, die im Lauf
der Zeit entwickelt wurden. So zum Beispiel eine Rotary-Bohranlage, bei
der ein sich drehender Bohrmeißel das Gestein zerkleinert. Bei der
Weiterverarbeitung des Öls werden mit Modellen und Leuchttafeln die
Arbeitsschritte zwischen dem geförderten Rohöl und den fertigen
Produkten wie Benzin, Teer, aber auch Plastik dargestellt.
Am letzten Tag meines Aufenthalts besuchte ich zunächst die Ausstellung
über Astronomie. Hier erfährt man einiges über unser Sonnensystem,
die Milchstraße und das gesamte bis heute bekannte Universum. So
wird beispielsweise an Sternenmodellen die Umgebung der Erde und ihre Position
dargestellt. Schautafeln informieren über die Planeten unseres Sonnensystems.
Neben historischen Geräten, mit denen früher der Himmel erforscht
wurde, gibt es auch Demonstrationen zu physikalischen Grundlagen der Astronomie,
wie Gravitation oder Dopplereffekt. Darüber hinaus gibt es noch verschiedenste
Linsenteleskope und Modelle heutiger Radioteleskope.
Ergänzend zur Astronomieabteilung gibt es im Deutschen Museum
noch ein Planetarium. Hier sieht man die Sterne und Planeten, wie wir sie
am Abendhimmel wahrnehmen können. Allerdings können im Planetarium
auch die Sternbewegungen im Lauf eines Jahres verdeutlicht sowie der Himmel
an allen Orten der Welt nachgebildet werden.
Danach besuchte ich die Abteilung Telekommunikation. Hier erfährt
man einiges über die verschiedenen Arten der Informationsweiterleitung.
So sieht man beispielsweise historische Holzschnitte von optischen Telegrafenstationen,
bei denen die Nachricht durch die Stellung von beweglichen Balken auf einem
Turm weitergegeben wurde. Daneben befinden sich Nachbauten der ersten Telegraphen
oder Telefone. Anhand einer sogenannten Fernmeldelandschaft kann man den
Weg eines Fernsehsignals vom Ort der Aufnahme bis zum heimischen Fernseher
nachverfolgen kann. Ebenfalls sehr interessant ist eine sogenannte Blue-Box,
mit deren Hilfe man Personen in eine virtuelle Umgebung einbetten kann.
Als Abschluss meiner Reise besuchte ich noch die Schifffahrtsabteilung.
Diese ist, ebenso wie viele andere Ausstellungen, geschichtlich gegliedert.
Den Beginn der Ausstellung markieren Nachbauten von Fellbooten der Steinzeit.
Weiter geht es mit Modellen von Segelschiffen des Altertums und des Mittelalters.
Im Untergeschoss sind weitere Modelle, diesmal von den dampfbetriebenen
Schiffen, die seit der industriellen Revolution die Segelschiffe nach und
nach ablösten. Ein Teilbereich dieser Abteilung widmet sich ausschließlich
den Unterseebooten. Das beherrschende Objekt ist hierbei das erste deutsche
U-Boot U1.
Aber schließlich hieß es auch für mich Abschied nehmen,
vom Deutschen Museum und von München, und so fuhr ich am 01.10.00
mit vielen schönen Erinnerungen wieder zurück nach Karlsruhe.
Abschließend möchte ich mich noch bei allen bedanken, die
mir diese Reise ermöglicht haben. Zuerst einmal beim Förderverein
des Gymnasiums und dem Forschungszentrum Karlsruhe, die dieses Reisestipendium
gestiftet haben und hoffentlich noch vielen Schülern eine Möglichkeit
geben, das Deutsche Museum zu besuchen. Dann bei der Schulleitung und bei
Frau Fischer vom Deutschen Museum für die Organisation meines Aufenthalts.
Und last-but-not-least bei Matthias Schulz, der als bester Naturwissenschaftler
unseres Jahrgangs die Reise bekommen hätte, aber zu meinen Gunsten
darauf verzichtete.
Thomas Linder
Bundeswettbewerb Fremdsprachen 2001
Nach Aussage der Initiatoren des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen, ist der
Mehrsprachenwettbewerb für die Jahrgangsstufen 11 bis 13, an dem ich
dieses Jahr zum zweiten Mal teilnehme, etwas für Schüler, die
sich gerne herausfordern lassen.
Da man hier in zwei selbst gewählten Wettbewerbssprachen in vier
über das Jahr verteilten Runden sowohl mündlich als auch schriftlich
seine Sprachfertigkeit unter Beweis stellen muss, ist diese Beurteilung
durchaus gerechtfertigt. Allerdings habe ich den Wettbewerb in erster Linie
als eine Möglichkeit erlebt, seine in der Schule erlangten Fremdsprachenkenntnisse
praktisch anzuwenden und sich dabei gleichzeitig noch mit aktuellen Themen
auseinanderzusetzen. Die Aufgaben beziehen sich nämlich meistens auf
aktuelle Problematiken unseres Lebens.
Besonders gut finde ich, dass man in diesem Wettbewerb mit Aufgabentypen
konfrontiert wird, die man aus der Schule nicht unbedingt gewöhnt
ist.
So besteht schon die erste Runde darin, dass man in den modernen Fremdsprachen
_ für Latein gibt es gesonderte Aufgaben _ zu einem Bild, meist einem
Comic oder einer Karikatur, entweder eine konkret gestellte Frage beantworten
muss oder einfach seine Gedanken dazu wiedergibt und das ganze auf Kassette
spricht. Dabei ist dann nicht nur Sprachfertigkeit, sondern auch noch ein
Stück Kreativität gefragt, eine Fähigkeit, die im Fremdsprachenunterricht
oftmals etwas kurz kommt.
Die zweite Runde besteht dann aus einer ganz gewöhnlichen Klausur,
wie wir sie aus der Schule auch gewöhnt sind, nur etwas umfangreicher:
vier Stunden für die erste, anderthalb für die zweite Wettbewerbssprache.
Diese Klausur wird natürlich nicht zu Hause, sondern an einem zentralen
Ort geschrieben, ich war bisher einmal in Stuttgart und einmal in Ludwigshafen.
Das ist insofern ganz nett, weil man so auch andere Teilnehmer kennen lernt
und sich über seine Eindrücke von den Aufgaben oder auch Gott
und die Welt unterhalten kann.
Die dritte Runde steht dann ganz im Zeichen der praktischen Anwendung
der gewählten Sprache. Man muss hier nämlich in seiner ersten
Wettbewerbssprache einen Aufsatz schreiben. Die Themen dazu sind zwar vorgeschrieben,
da aber immer fünf Sachthemen sowie eine Aufgabe mit Vorgaben für
eine Kurzgeschichte zur Auswahl stehen, ist eigentlich immer ein Thema
dabei, das einem liegt oder mit dem man sich ohnehin schon beschäftigt
hat. Für diese doch recht umfangreiche Aufgabe hat man dann ca. zwei
Monate Zeit, was einem eine intensivere Beschäftigung mit dem gewählten
Thema und ermöglicht. Die Aufgabe in der zweiten Sprache ist es dann,
seinen Aufsatz zusammenzufassen, im Fall von Latein kann man wählen,
ob
man den Text in einer dritten Sprache zusammenfassen oder eine Zusatzaufgabe
für Latein lösen möchte.
Was einen in der vierten und letzten Runde des Wettbewerbs genau erwartet,
kann ich leider nicht sagen, da ich sie letztes Jahr nicht erreicht habe
und im diesjährigen Wettbewerb noch auf mein Ergebnis aus der dritten
Runde warte. Was ich allerdings weiß, ist, dass diese Runde aus einem
mehrtägigen Kolloquium besteht, das immer in einer anderen Stadt stattfindet,
dieses Jahr in Berlin. Dort soll man dann noch ein letztes Mal sein Können
in Runden- und Einzelgesprächen zeigen. Und vielleicht gewinnt man
dann ja auch einen der zahlreichen interessanten Preise, wie z.B. die Aufnahme
in die Studienstiftung des Deutschen Volkes, Reisestipendien o.ä.
Wie schon erwähnt, waren die Preise für mich nicht der ausschlaggebende
Grund, an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Es macht einfach Spaß,
sich einmal außerhalb der Schule fordern zu lassen und nicht immer
nur das wiederzugeben, was man die Wochen vor einer Klausur gelernt hat.
Auf jeden Fall bereue ich es nicht, mir schon zum zweiten Mal die Arbeit
gemacht zu haben, innerhalb eines dreiviertel Jahres zwei Kassetten zu
besprechen, eine Klausur und einen Aufsatz zu schreiben, denn dieser geringe
Aufwand hat sich auf jeden Fall bezahlt gemacht.
Neben dem beschriebenen Mehrsprachenwettbewerb gibt es im Bundeswettbewerb
Fremdsprachen auch noch den Einzelwettbewerb für Klasse 9 und 10,
sowie den Gruppenwettbewerb für Klasse 7 bis 10. Sollte sich jemand
für den Wettbewerb 2002 interessieren, so findet er alle weiteren
Informationen sowie die Aufgaben der ersten Runde des Mehrsprachenwettbewerbs
auf der Homepage des Wettbewerbs unter www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de.
Allen, die sich in Zukunft dazu entschließen, sich ebenfalls dieser
durchaus angenehmen Herausforderung zu stellen, wünsche ich schon
einmal viel Erfolg und genauso viel Spaß, wie es mir gemacht hat.
Nina Meinzer, 13
Chemiepreis für Daniel Gandyra
Daniel Gandyra aus der 10. Klasse des Neureuter Gymnasiums hat sich im
Jahr 2000 bei allen drei Aufgabenteilen des Landeswettbewerbs „Chemie im
Alltag: das Experiment" erfolgreich beteiligt und „Ausdauer, Phantasie
und Freude am experimentellen Arbeiten" bewiesen. Die Jury hat ihm deshalb
den Jahrespreis 2000 zuerkannt.
Die gestellten Aufgaben beziehen sich auf alltägliche Anwendungen
chemischer Vorgänge. Daniel untersuchte z. B. die feuchtigkeitsbindenen
Eigenschaften von Babywindeln. Zur Verleihung der Jahres- und Sachpreise
lädt das Ministerium für Kultur, Jugend und Sport die Gewinner
am 8. März in den Echterdinger Flughafen. Daniel erhält dabei
unter anderem ein naturlich gewachsenes Kupfer-Nugget, das in einem Bergwerk
in Michigan gefunden wurde.
Ko
Mathematik ohne Grenzen
Die Welt steht vor zahllosen naturwissenschaftlichen Problemen. Es ist
zu hoffen, dass begabte junge Menschen, die heute in den Schulen ausgebildet
werden, Lösungsansätze zu diesen dringlichen offenen Fragen finden
werden. In diesem Sinne begrüßte Regierungsschuldirektor Buhmann
vom Oberschulamt Karlsruhe die Sieger im internationalen Wettbewerb „Mathematik
ohne Grenzen", die am 15. Juni traditionsgemäß in der Sporthalle
des Schulzentrums ihre Preise in Empfang nahmen. Richtungweisend sei dieser
Wettbewerb vor allem, weil er zeige, wie verwickelte Fragen aus der konkreten
Praxis durch abstraktes mathematisches Denken beantwortet werden können.
Oberstudiendirektor Wibel vom Gymnasium Neureut und Madame Audeaud,
welche die französischen Schulen offiziell vertrat, betonten den völkerverbindenden
Aspekt des Wettbewerbs, bei dem bekanntlich auch fremdsprachlich formulierte
Aufgaben gestellt werden. Kennzeichnend für „Mathématiques
sans frontières" ist auch die partnerschaftliche Zusammenarbeit
in der Gruppe. Gleichzeitig steht das Projekt für die vielfach gewünschte
Öffnung der Schulen nach außen.
Organisation und Durchführung des Wettkampfes sind dem Engagement
zahlreicher Gymnasiallehrer zu verdanken. Die Beschaffung der Preise wäre
aber ohne materielle Unterstützung durch wirtschaftliche Unternehmen
nicht möglich. Die Coca-Cola-AG sorgte für einen Imbiss für
etwa 200 Schüler, die aus Baden-Württemberg, Bayern und dem Elsass
angereist waren. Die Sparkasse Karlsruhe stiftete 1000 DM für Preise,
und die Firma Michelin organisiert einen Tag in der Go-cart-Rennbahn in
Liedolsheim für zwei Klassen. Die französische Schulbehörde
hat zwei Klassen aus Pforzheim nach Straßburg eingeladen.
Die Schulband und die Tanzgruppe des Gymnasiums sorgten für Stimmung
bei den Schülern, die den Vormittag mit einem Volleyball-Turnier ausklingen
ließen.
Ko
Besondere Aktivitäten des Schuljahres 2000/01
September 2000
12.09. 6 a Begrüßung der neuen Fünftlässler mit der
Kantate "Max und Moritz"
13.09. 5 a "Die 5 a auf neuen Wegen" Teamunterricht in den ersten drei
Tagen
29.09.-04.10 LK B 13 Studienfahrt an den Gardasee
Oktober 2000
02.10. 7 a Tour de Wissembourg
02.10. 8 b Theaterbesuch
15. _ 18.10 LK Ph 13 Exkursion nach Hamburg
19.10. 9 c Theaterbesuch "Aida"
21.10. gk mu 12 Theaterbesuch "Aida"
27.10 5 a _ d ADAC-Fahrradturnier
November 2000
24.11. 5 b Basteln im Advent
28.11. 5 b Weihnachtsbäckerei
28.11.-8.12. Schüler aus Verdun besuchen Neureut
29.11. 9 b, 10 a Besuch des Musicals "Victor Viktoria"
29.11. 11 b Theaterbesuch "Faust"
Dezember 2000
04.12. gk mu 12 u. franz. Schüler Theaterbesichtigung
07.12. 5 c Adventsbasteln
08. _ 15.12. Ausstellung im FZ Leopoldshafen "Präsentation d.
Ergebnisse eines ökol. Projekts"
12.12. Konzert "Schüler musizieren"
12.12. 9 b Klassenveranstaltung/Kegelabend in Eggenstein-Leopoldshafen
Dez. 11 c Theaterbesuch "Die Räuber"
Januar 2001
09.01. 11 c Besuch bei BASF Ludwigshafen
12.01. gk mu Theaterbesuch "Faust"
24.01. 5 b Theaterbesuch "Fazz und Zwo"
25.01. gk mu Theaterbesuch "Figaro"
27.01. gk f 13 Theaterbesuch "L'Avare"
Jan. 11 c Theaterbesuch "Emilia Galotti"
bis Jan. 11 Teilnahme am Wettbewerb "Medienpädagogik"
Februar 2001
02. _ 09.02. 8 a Skilandheimaufenthalt in Vals/Südtirol
06.02. Turn AG Jugend trainiert f. Olympia Gerätturnen Kreisfinale
09.02. 5 b Ernährungsberatung und Versuchsküche mit Milch
09. _ 17.02. 8 b Skilandheimaufenthalt in Vals/Südtirol
15.02. 9 b Eislaufen in der Eislaufhalle Neureut
16.02. 7 a Eislaufen in der Eislaufhalle Neureut
22.02. Turn AG Jugend trainiert f. Olympia Gerätturnen Bezirksfinale
März 2001
bis März 5 c Wettbewerb "akiju _ Politik bewegen" Einsenden digitaler
Beiträge
05.03. 5 c Teilnahme am Wettbewerb: Food for you(ngsters) Präsentation
der Arbeitsergebnisse
08.03. Turn AG Jugend Trainiert f. Olympia Gerätturnen Oberschulamtsebene
09.03. 7 a Eislaufen in der Eislaufhalle Neureut
14.03. 6 b Besuch der Ausstellung "Im Labyrinth des Minos"
15.03. 11 c Einführung in die Rasterelektronenmikroskopie
16.03. 7 a Eislaufen in der Eislaufhalle Neureut
16.03. 9 a Besichtigung des Rheinhafendampfkraftwerkes
20.-30.3. 10+11 Deutsche Schüler besuchen Verdun
22.03. 7 d Völkerkundemuseum Stuttgart Ausstellung: Indianer
28. _ 30.03. 6 a Dreitagesfahrt nach Herrenwies
29./30.03. 11 + 12 Sicherheitstage für Führerscheinbewerber
und Fahranfänger in Zusammenarbeit mit dem Polizeiposten Neureut
April 2001
05. _ 07.04. Lk M 13 Vorbereitung schriftl. Abitur im Füllmenbacher
Hof
10.04. Jazz-Band 40-Jahre FTU-Feier im FZ Karlsruhe
25.04. 7 a Dichterlesung/Gespräch mit Jugendbuchautor
April 7 d Museumsbesuch "Im Labyrinth des Minos"
Mai 2001
02. _ 08.05. 7 a Schüler aus Villar les Dombes in Neureut
10.05. Schulkonzert
11. _ 17.05.01 7a Aufenthalt inVillar les Dombes
11.05. 5 c "Wir leben in Europa" Teilnahme an der Europawoche 16.05.
Lk B 12 Praktikum zu Methoden der Gentechnik
16.05. LK B 13 Besuch im Botanischen Garten der Uni Karlsruhe
17.05. 5 c Geografisch-geologische Exkursion in den Nordschwarzwald
19.05. 8 b, c Theaterbesuch "Zauberflöte"
23.05. 5 d Besuch der Stadtbibliothek in Neureut
Mai gk Phil. Universitätsbesuch in Freiburg
Juni 2001
10. _ 17.06. 11 a,c Studienfahrt nach Cesenatico
11. _ 17.06. 11 b Studienfahrt nach Rom
11.- 17.06. LK B 12 Exkursion nach Istrien
15.06. 9 b Bewirtung bei der Preisverleihung "Mathematik ohne Grenzen"
27.06. Besichtigung des Gehörlosenzentrums in Daxlanden als Nachbereitung
des Projekts "Gebärdensprache"
Juli 2001
01.- 03.07 7 b Klassenfahrt DJH Bad Bergzabern
04.07. 5 d Ein musikalischer Ausflug Schloss Bruchsal
04. _ 06.07. 8 a Klassenfahrt nach Untersmatt und Wanderung zur Hornisgrinde
05. _ 08.07. LK/gk F Studienfahrt nach Paris
05. _ 09.07 9 b Klassenfahrt nach München
09. _ 11.07 5 a Schullandheim "Soziales lernen" und fächerübergreifender
Unterricht in Goersdorf/Elsass
11.07. 5 a Begegnung mit den franz. Austauschschülern in der Ecole
Primaire in Seebach
18. _ 25.07. 8 c Schullandheimaufenthalt in Binz/Rügen.
20.07. Gk lat. Besuch einer Villa rustica bei Wachenheim/Pfalz
Schülerinnen und Schüler gedachten der Opfer in den USA
Die rund 1400 Schülerinnen und Schüler, Lehrer und Bedienstete
im Neureuter Schulzentrum in der Unterfeldstraße haben sich am Freitagvormittag
im Pausenhof getroffen, um mit einer eigenen kleinen Veranstaltung der
Tausenden von Opfern nach den Terroranschlägen in den USA zu gedenken.
Die Idee hierzu sei im Ethikunterricht entstanden, die SMV organisierte
die Zusammenkunft in der Pause. Einige Dutzend Schülerinnen und Schüler
bildeten dabei das Friedenszeichen nach, alle entzündeten Kerzen als
Symbol der Trauer und Hoffnung. Danach wurde eine Schweigeminute eingelegt.
Außerdem hatten die Jugendlichen einen kurzen Brief an den amerikanischen
Präsidenten verfasst, in dem sie ihre Trauer und Anteilnahme ausdrückten.
Neureuter Nachrichten 20.09.2001, S.3
Ich erinnere mich ...
Ich erinnere mich an manche Schüler.
Ich erinnere mich an manche Schüler nicht mehr.
Ich erinnere mich ...
Ich erinnerte mich sofort, als die unfassbare Nachricht kam.
Ich erinnere mich gut an den Jungen.
Ich erinnere mich gut an seine Mitschüler.
Ich erinnere mich gut an den gegenseitigen Respekt.
Ich denke an Klaus Bothe,
deine Lehrer denken an dich,
deine Schule denkt an dich.
Gerhard Eilers
Klaus Bothe war unter den Opfern des 11. September.
II. Musik und Sport
Schülervorspiel am Gymnasium Neureut
Gabriele Dittmar lud am12. 12. zum traditionellen Vorspielabend der Gymnasiasten
in die Aula des Schulzentrums. Wie in den vergangenen Jahren war das Schülerkonzert
ein großer Erfolg. Die Talente aus den mittleren und oberen Klassen
sind der Schulgemeinde schon wohl bekannt. Jelena Petrovic und Holger Nieder
aus der Klasse 9 bewiesen mit Sonatensätzen von Haydn und Mozart,
dass sie inzwischen "Oberstufenniveau" erreicht haben. Philipp Hofacker
und Elisabeth Butzer zeigten, dass sie sich eine Paganini-Sonate bzw. Beethovens
"Pathétique" zutrauen dürfen.
In der ersten Hälfte des Konzert zeigten Schüler der Unter-
und Mittelstufe ihr Können. Dabei kamen neben dem Klavier Klarinetten,
Gitarren und Flöten zum Einsatz. Alle begeisterten das Publikum in
der vollbesetzten Aula durch ihre unbefangene Spielfreude. Besonders weit
hat es die Gitarristin Sabrina Hanke schon gebracht. Sie hat schon einen
ersten Preis bei "Jugend musiziert" gewonnen. Besonderen Beifall erhielt
auch Meike Illges aus der 5. Klasse für ihre klassische Tanzeinlage.
Zeitgenössische U-Musik ist heute
ebenfalls salonfähig: Ulrich Scholl, Saxophon, interpretierte den
Super Trouper, die Geschwister Berger spielten ein Akkordeon-Duo, Kristina
Maier sang einen Song aus der West-Side-Story und Stefan Gaukel beeindruckte
am Xylophon mit einer geradezu akrobatischen Version der "Erinnerung an
Zirkus Renz".
Wie immer sorgte der Förderverein des Gymnasiums als Sponsor für
einen festlichen und gastfreundlichen Rahmen. Der Verein hat im Rahmen
des Konzerts zu einer Spendenaktion für ein neues Klavier aufgerufen.
Auch dazu ist ihm viel Erfolg zu wünschen. Ko
Schulkonzert am Gymnasium Neureut
Es muss nicht immer Händel sein, dachten sich die Musiker des Neureuter
Gymnasiums, als sie das Programm aus Jazz, Musical und "klassischen" Schlagern
der letzten siebzig Jahre für ihr Schulkonzert am 10. Mai zusammenstellten.
Anne Kerns Blockflötenorchester, das der Schulgemeinde mit Bearbeitungen
aus dem Barockrepertoire in bester Erinnerung ist, präsentierte witzig
verfremdete Evergreens, die sogar zum Wetter passten. Die zahlreichen Zuhörer
in der Pausenhalle brauchten nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen,
wie bei Wochenend und Sonnenschein die fesche Lola mit dem schönen
Sigismund am Sonntag segeln gehen will.
Der ebenfalls von Frau Kern geleitete Chor am Gymnasium, der bekanntlich
Schüler, Eltern und Lehrer harmonisch vereint, beeindruckte mit beliebten
Melodien aus "My Fair Lady", "Westside Story" und "Porgy and Bess" auch
anspruchsvolle Ohren. Für die Augen aber hatte Sabine Versen mit gelungenen
Choreographien und gut eingeübten Tanzgruppen gesorgt. Toni Mahl begann
und beendete das Konzert schwungvoll mit seiner Jazzband, die durch einige
Ehemalige verstärkt wurde.
Vera Kern aus der Klasse 10a führte mit viel Charme durch das
Programm. Kristina Meier erweckte mit ihrer anrührenden Stimme Eliza
Doolittle und Bernsteins Maria zum Leben. Rainer Mandel leistete am vom
Förderverein renovierten Schulflügel beachtliche Arbeit im Hintergrund.
Denn er gestaltete die Klavierbegleitung für Chor und Solistin. Das
Schlagzeug hatte Stefan Gaukel übernommen.
Das Konzert wurde in Zusammenarbeit mit dem Förderverein organisiert,
der für den Pausenimbiss sorgte und noch auf viele Spenden für
das neue Klavier für den Musikunterricht hofft.
Ko
Besuch bei den Musikinstrumenten im Bruchsaler Schloss
Um 8.15 Uhr traf sich die Klasse 5d mit ihrer Musiklehrerin Frau Dittmar
und der Klassenlehrerin Frau Kubala an der Staßenbahnhaltestelle
in Neureut. Es war ein sonniger Tag, und alle Schüler waren fröhlich,
denn sie hatten heute keine Schule. Unser Ziel war das Musikinstrumentenmuseum
im Bruchsaler Schloss. Als die Bahn um 8.30 Uhr kam, fuhren wir zum Hauptbahnhof
in Karlsruhe. Dort war schon viel los, und die Menschen hasteten zu ihren
Zügen. Nach 20minütiger Fahrt stiegen wir wieder aus. Nur eine
kurze Zeit dauerte es, bis wir am Schloss angekommen waren. Es war ein
großes und schön verziertes, mächtiges Gebäude.
Inmitten des Platzes befanden sich mehrere Springbrunnen, die munter
vor sich hin plätscherten. Ein sympathischer Herr namens Kreis begrüßte
uns freundlich und führte uns in einen von sechs Räumen. In diesem
Raum standen verschiedene Orgeln und Klaviere. Das erste Musikinstrument,
das wir besichtigten, bestand aus einer Orgel, einem Minischlagzeug, einem
winzigen Xylophon sowie einer Walze mit verschiedenen Löchern, die
darin versteckt waren. Wir bekamen erzählt, dass diese Löcher
kleine Melodien erzeugen. Es gab unterschiedlich große und kleine
Orgeln. Als erstes betrachteten wir Orgeln, auf denen kleine Figürchen
standen. So große Orgeln besaßen meistens sehr reiche Menschen,
oder sie standen in der Kirche. Die etwas kleineren Orgeln standen meistens
in Wohnzimmern oder Wirtschaften. Sie dienten zur Unterhaltung. Danach
gingen wir weiter zu den Kuckucksuhren. Die meisten von ihnen wurden im
Schwarzwald gebaut. Die Schwarzwaldbewohner hatten ein Wohnzimmer mit Zugang
zu allen anderen Räumen des Hauses. Der Mann arbeitete den ganzen
Tag an den Kuckucksuhren. Die Frau und die Kinder halfen bei der Arbeit
auf dem Feld. An den Uhren arbeitete der Mann zwei Wochen lang, jedoch
verdiente er nicht viel für die Kuckucksuhren. Nun führte uns
Herr Kreis in ein Zimmer mit vielen Stühlen und Tischen. Der große
Moment kam, und wir durften selbst eine kleine Melodie lochen. Doch nicht
irgendeine Melodie sollten wir uns ausdenken, sondern ein bekanntes Musikstück.
Das Lied hieß: "Auf de schwäbsche Eisebahne". Wir zeichneten
Kreuze ein und stachen diese mit einem kleinen Werkzeug aus. Als wir fertig
waren, durften wir unsere Melodie anhören.
Danach sausten wir in den Marmorsaal des Schlosses, wo die „Optischen
Täuschungen" zu bewundern waren. An der Decke waren verschiedene Gemälde
und Figuren, die sich je nach Sichtposition entscheidend veränderten.
Hinterher spielten einige Jungs Fußball auf einer naheliegenden Wiese.
Die anderen warfen eine Frisbeescheibe hin und her oder ruhten sich einfach
aus. Am Ende kamen wir erschöpft, aber trotzdem fröhlich zu Hause
an. Für uns alle war das ein „super" Ausflug. Vielen Dank! Die Klasse
5d
Jazzband des Gymnasiums spielt im Forschunsgzentrum
Am 10.4.2001 feierte die Schule für Technik und Umwelt (FTU) beim
Forschungszentrum Karlsruhe ihr vierzigjähriges Bestehen.
Das Gymnasium Neureut ist Patenschule des Forschungsszentrums und führt
vielfältige außerunterrichtliche Veranstaltungen in Zusammenarbeit
mit den Forschern in Leopoldshafen durch. Deshalb wollte sich auch unsere
Schule an der Feier beteiligen. Was lag da näher als die musikalische
Umrahmung des Festaktes durch unsere derzeitige und durch „Ehemalige" verstärkte
Jazzband?.
Der Auftritt war ein großer Erfolg, und Herr Dr. Körting,
der Leiter der Schule, zeigte sich offensichtlich begeistert von unserer
musikalischen Einstimmung. Die FTU hat uns auch durch eine beachtlich finanzielle
Unterstützung beim Kauf eines E-Pianos für das Gymnasium geholfen.
Hierfür möchten wir uns auch auf diesem Wege nochmals herzlich
bedanken. Besonderer Dank gebürt aber auch allen Mitwirkenden, zumal
dieser Auftritt in die Zeit der Osterferien fiel.
Toni Mahl
Gymnasium Neureut geht neue Wege im Sportunterricht
Differenzierungsmodell startet im Schuljahr 2001/2002 mit den Schülerinnen
und Schülern der 5. Klassen
Hin und wieder sollte es an der Zeit sein, seine geleistete pädagogische
Arbeit kritisch zu reflektieren. Ohne einem geschätzten Kollegen zu
nahe treten zu wollen, um aber einen Vergleich heranziehen zu können,
sei behauptet, dass sich beispielsweise ein Mathematiklehrer diesbezüglich
nicht besonders schwer tun sollte. Er hat seinen konkreten Lehrplan und
findet darin recht klar definierte Ziele. Das Ergebnis seiner fachpädagogischen
Bemühungen dokumentiert sich dann schlussendlich in den Noten und
in der weiteren Entwicklung seiner ihm anvertrauten Zöglinge.
Betrachtet man demgegenüber den pädagogischen Auftrag im
Fach Sport, so findet man Zielvorgaben, die weitaus weniger konkret, dafür
aber deutlich vielfältiger gefasst sind. Filtert man alle Konjunktive
und Randziele aus, so reduziert sich für den verantwortungsbewussten
Sportpädagogen der zentrale Bildungsauftrag auf die Förderung
motorischer Neigungen und Begabungen.
Gehen wir gedanklich nochmals zum Vergleich mit dem Unterricht im Fach
Mathematik zurück. Der Mathematiklehrer einer 5. Klasse darf durchaus
erwarten, dass seine gymnasialen Novizen überdurchschnittliche fachliche
Begabungen und Fähigkeiten mitbringen. Darauf wird er nach einer gewissen
Nivellierungsphase aufbauen können.
Wie sehen aber demgegenüber die individuellen motorischen Voraussetzungen
unserer zehn- bis zwölfjährigen Gymnasiasten aus? Ohne auf die
vielfältigen Ursachen eingehen zu wollen, die Schere zwischen denjenigen
Kindern, die gute bis sehr gute motorische Voraussetzungen mitbringen,
und denen, die in Sachen Ausdauer, Beweglichkeit, Kraft und Koordinationsvermögen
deutliche Defizite aufweisen, klafft immer weiter auseinander.
Wie sollen wir bei solch unterschiedlichen Voraussetzungen unseren
pädagogischen Auftrag verantwortungsbewusst erfüllen? Ein pädagogischer
Spagat, der in den letzten Jahren zunehmend zu unbefriedigenden Erlebnissen
und Ergebnissen führte.
Die Fachabteilung Sport des Gymnasiums Neureut hat sich nach durchaus
kontroverser, abwägender Diskussion und nach Zustimmung unseres Schulleiters,
Herrn Wibel, mehrheitlich dafür entschieden, im Sportunterricht der
neuen Klassenstufe 5 einen zunächst auf ein Jahr befristeten Differenzierungsversuch
zu starten.
Unmittelbar nach Beginn des Schuljahres 2001/2002 werden alle Schülerinnen
und Schüler der Jahrgangsstufe 5 mittels standardisierter Tests bezüglich
ihrer individuellen Voraussetzungen und Fähigkeiten in Sachen
Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Schnelligkeit und Koordinationsfähigkeit
überprüft. Das Ergebnis dieses Sichtungsverfahrens wird, getrennt
nach Mädchen und Jungen, die Grundlage für eine erste, vorübergehende
Zuordnung in eine von jeweils 3 motorischen Lerngruppen darstellen. Da
wir in der glücklichen Lage sind, in Neureut über zwei Großsporthallen
zu verfügen, können alle 6 Gruppen (jeweils 3 männliche
Gruppen und 3 weibliche Gruppen) zeitgleich vormittags unterrichtet werden.
Die endgültige Einteilung in die jeweilige motorische Lerngruppe findet
dann nach Absprache zwischen den betreuenden Sportlehrern erst am Ende
der 6. Schulwoche statt.
Das Sportkollegium des Gymnasiums Neureut ist sich bereits im Vorfeld
durchaus bewusst, dass auch das geplante Differenzierungsmodell gewisse
Nachteile aufweist und im Verlauf seiner Durchführung Schwierigkeiten
und Probleme auftreten können. Wir begreifen es allerdings mehrheitlich
als große Chance und gute Möglichkeit, möglichst vielen
Schülerinnen und Schülern, entsprechend ihren jeweiligen individuellen
motorischen Fähigkeiten, eine optimale motorische Förderung zukommen
zu lassen. Von daher hoffen wir auf eine breite Zustimmung und Unterstützung
durch die kommenden Fünftklässler und deren Eltern. Nach Ablauf
des Schuljahres wird uns ein gemeinsames Resümee zeigen, ob sich hier
für die Zukunft neue Möglichkeiten aufzeigen oder ob es doch
vernünftiger sein wird, beim herkömmlichen Klassenverband zu
bleiben.
Schule muss sich bewegen, nicht um ihrer selbst willen, sondern stets
zum Wohle und damit zur best möglichen Förderung unserer Kinder.
Thomas Gottwald, Fachbeauftragter für Sport am Gymnasium Neureut
Jugend trainiert für Olympia 2001
Gerätturnen:
Da einige turnbegabte Schülerinnen unsere Schule besuchen, konnte
das Gymnasium Neureut bei den diesjährigen Wettkämpfen drei Mannschaften
anmelden.
Generell besteht eine Mannschaft aus 5 Turnerinnen. Die Mannschaften
selbst sind altersbegrenzt in Wettkampfklassen (WK) eingeteilt.
Die Wettkampfsaison beginnt mit der „Kreisqualifikation", die bereits
schon traditionell in Pfinztal/Bgh ausgetragen wird.
Im WK III: (Jahrgang 87/88) turnten für unsere
Schule: Lisa_Maria Hardt, Lisa Reinhard, Cornelia Kotuna, Jasmina Blechschmidt
sowie Francessca Pernecker.
Sie konnten ihre bisher gewonnenen Wettkampferfahrungen einsetzen und
sich für die Bezirksausscheidung in Oberderdingen qualifizieren, indem
sie den 1.Rang belegten.
Im WK. IV. (Jg. 88 u. jünger ) starteten zwei Mannschaften.
Gymnasium Neureut II, mit Heidi Böhm, Jenny Drausnigg, Sonja Reiling,
Natascha Könches und Rebecca Zuber, die als erfahrene Turnerin die
anderen vier Mädchen gut unterstützten konnte.Alle turnten ihre
Übungen gut und die Stimmung innerhalb der Mannschaft war dies auch.
Am Ende ihres Wettkampfdebüts war ihnen der 4. Platz von acht Mannschaften
sicher.
Gymnasium Neureut I. bildeten Julia Ebersol,Rebecca Reinhard (beide
KL: 5 ), Kira Weimer, Maike Wulbrede und Kristina Magagnato.
Diese Mannschaft hatte echte Chancen, den 1. Platz zu belegen, dies
gelang ihr auch. Somit konnten wir mit zwei Mannschaften bei der nächst
höheren Wettkampfrunde, den Bezirksmeisterschaften, starten.
Wie sich herausstellte, werden wir dieses Jahr auf zwei leistungsstarke
Turnerinnen verzichten müssen. Verena Rodemann setzt ihre sportliche
Laufbahn erfolgreich im Trampolinturnen fort. Andrea Deutsch, die bereits
badische u. deutsche Meistertitel erhalten hat, laboriert an einer langwierigen
Rückenverletzung. Wir hoffen,dass es ihr bald wieder besser geht.
Bezirksmeisterschaften:
Am 22.1.01. fanden in der schönen Aschingerhalle in Oberderdingen
die Bezirksmeisterschaften statt.Bei diesem Wettkampf waren die konkurrierenden
Mannschaften nicht zu verachten, denn Platz 1 oder 2 waren wichtig, um
sich für das Oberschulamtsfinale zu qualifizieren.
Der WK III. begann morgens und unsere Mädchen hinterließen
am Boden einen guten Eindruck.. Aber tatsächlich büßten
wir an unserem „Sorgengerät", dem Sprung, einige Punkte ein. Auch
der Schwebebalken wurde an diesem Tag einige Male zum „Zitterbalken". Doch
durch hervorragende Übungen am Barren gelang es Lisa-Maria, Jasmina,
Lisa, Kornelia und Francessca, hinter dem Justus- Knecht-Gymnasium Bruchsal,
den 2. Platz zu belegen.
Unsere jüngeren Turnerinnen: Natascha,.Kira,.Rebecca, Maike und
Kristina traten am frühen Nachmittag im WK IV an. Zu Beginn waren
sie noch etwas nervös, doch turnten sie ihre Übungen sehr ausgeglichen.
Sie wirkten als Mannschaft sehr homogen und belegten am Ende _ mit deutlichem
Vorsprung -.den 1. Platz. Zweiter Sieger wurde das Max- Planck- Gymnasium
Rüppurr, was uns auch freute, da die Mädchen beider Schulen im
Wettkampf guten Kontakt miteinander hatten und man sich beim Oberschulamtsfinale
wieder sehen wird.
Ein besonderes Lob geht an Maike Wulbrede, die noch vor der Siegerehrung
den Wettkampf verlassen musste, um in Durlach am Lesewettbewerb der Schulen
teilzunehmen.
Wie im vergangenen Jahr kann das Gymnasium Neureut wieder mit zwei
Mannschaften beim Oberschulamtsfinale teilnehmen,das am 8.3.01. in Dossenheim
stattfindet.
N. Mußgnug
Schulschachwettbewerbe
Auch im vergangenen Schuljahr wurden am Gymnasium Neureut Schülerinnen
und Schüler in zwei Schach-Arbeitsgemeinschaften unterrichtet. Dort
wurden Fähigkeiten wie logisches Denken, Konzentrationsvermögen
und Ausdauer gefördert. In vielen Trainingspartien mit ungefähr
gleich starken Gegnern bestand die Gelegenheit, die eigene Spielstärke
zu messen und zu verbessern. An den verschiedenen Schulschach- wettbewerben
nahmen fünf Mannschaften unserer Schule mit insgesamt 24 Schülerinnen
und Schülern teil, wobei zum Teil ausgezeichnete Ergebnisse erzielt
werden konnten. Im Einzelnen starteten die Mannschaften in den nach
Wettkampfgruppen (WK) getrennt durchgeführten Wettbewerben mit den
aufgeführten Ergebnissen:
WK Mädchen: Unsere Mädchenmannschaft mit
Susanne Schulz, Nikoletta Orban, Ramona Rackusch sowie unserer Neueinsteigerin
Maria Kempf konnte zwar bei der Bezirksmeisterschaft nach sehr unglücklichem
Verlauf nur den zweiten Platz belegen, beim Oberschulamtsfinale allerdings
war nach spannendem Kampf gegen die starken Neuenbürgerinnen der Sieg
auf unserer Seite. Im Landesfinale in Baden-Baden wurden unsere Mädchen
dann nur von der württembergischen Mannschaft aus Plochingen besiegt,
womit sie sich als badische Vertreterinnen für das Bundesfinale qualifiziert
hatten. Auch bei diesem Turnier, das in Berlin ausgetragen wurde, zeigte
die Neureuter Mannschaft überzeugende Leistungen und belegte in der
Schlusstabelle dieser deutschen Meisterschaft einen guten neunten Platz
unter 16 teilnehmenden Mannschaften.
WK I (Jahrgang 1980 und jünger): Unsere Oberstufenmannschaft mit
Alexander Enzmann, Daniel Reidinger, Chris Thomale und Sebastian Kreuter
konnte beim Bezirksfinale alle Gegner besiegen und holte somit verdient
den Bezirksmeistertitel nach Neureut. Auch beim Oberschulamtsfinale in
Neuenbürg zeigten unsere Spieler hervorragende Leistungen und belegten
nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen mit der starken Mannschaft des
„Schachgymnasiums" Altensteig den ausgezeichneten zweiten Platz.
WK II (Jahrgang 1984 und jünger): Die Jungenmannschaft der WK
II mit Thorsten Schulz, Christian Tomas, Markus Hötzel, Timo Oppermann,
Matthias Wermund und Michael Lebedkin konnte sich ohne Schwierigkeiten
für das Bezirksfinale qualifizieren und belegte dort mit knappem Rückstand
den dritten Platz in ihrer Gruppe.
WK IV (Jahrgang 1988 und jünger): In dieser WK waren wir sogar
mit zwei Mannschaften vertreten. Die erste Mannschaft mit Gunnar Strentzsch,
Marc-Oliver Winghart, Stefan Rackusch, Daniel Benz und James Damon belegte
bei den Endkämpfen der Bezirksmeisterschaft den zweiten Platz und
konnte damit das Oberschulamtsfinale erreichen. Bei diesem Turnier war
die gastgebende Mannschaft aus Neuenbürg allen anderen Teilnehmern
deutlich überlegen, im Kampf um die Platzierungen zeigten unsere Spieler
überzeugende Leistungen und konnten am Ende den dritten Platz unter
acht teilnehmenden Schulmannschaften belegen. Die zweite Neureuter Mannschaft
dieser Altersklasse mit James Damon, Martin Kubat, Tobias Seufert, Maria
Kempf und Steffen Schrempp konnte trotz großem Kampfgeist in ihrer
Vorrundengruppe nur den dritten Platz erreichen und verpasste damit ganz
knapp die Qualifikation für das Bezirksfinale.
Gedankt sei an dieser Stelle allen Beteiligten für ihre große
Einsatzbereitschaft, die wieder einmal zu ausgezeichneten Ergebnissen unserer
Schachgruppe bei vielen Wettkämpfen führte. Ganz besonderen Dank
verdienen in diesem Jahr unsere Abiturientin Susanne Schulz und unsere
Abiturienten Alexander Enzmann, Sebastian Kreuter und Chris Thomale, die
in allen neun Schuljahren an Schulschachwettbewerben teilnahmen und mit
ihrem hervorragenden schachlichen Können zu den zahlreichen kleinen
und großen Erfolgen der Neureuter Schulschachmannschaften wesentlich
beitragen konnten.
Franz Wiedemann
III. Exkursionen
Klasse 5a fährt nach Goersdorf
09.07.2001
Vormittag
Wir sind nach Goersdorf gefahren, weil wir endlich unsere Brieffreunde
kennen lernen und Unterricht in einer neuen Umgebung haben wollten. Morgens
um 8.30 Uhr mussten alle Schüler sich vor der Schule versammeln. Dann
verabschiedeten sie sich alle von ihren Eltern und stiegen in den Bus ein.
Eineinhalb aufregende Stunden sind wir bis nach Goersdorf gefahren. Über
steile und hohe Straßen. In dieser Zeit spielten manche Karten, andere
erzählten sich etwas (z.B. Witze). Dort angekommen stiegen alle aus
dem Bus, stellten ihre Koffer vor das Haus und machten Fotos von der schönen
Aussicht. Es dauerte eine Weile, bis wir unsere Koffer in das Zimmer bringen
konnten, aber dann war ein "Mordsgeschrei und Getrampel", als alle die
Zimmer erkundeten. Danach packten wir die Koffer aus und gingen in den
freien Raum ganz unten im Haus. Dort stellten wir 32 Stühle im Kreis
auf. Wir machten eine Anfangsrunde "Phantasiereise", danach sprachen wir
über Konflikte und Streit. Herr Eisenhardt las uns dazu auch Sätze
vor und wir mussten entscheiden, ob sie einen Konflikt oder keinen Konflikt
beschreiben. Die Entscheidung fiel uns sehr schwer. Am Schluss gab es unterschiedliche
Meinungen. Schon an diesem ersten Vormittag haben wir eine halbe Stunde
Federball oder Fußball gespielt. Danach gab es ein leckeres Mittagessen.
Nataly StösserLehmann
Mittag
Am Mittag haben wir uns in einem Stuhlkreis zusammengesetzt und über
das Thema "Verschiedenheiten erleben _ ohne Abwertung" unterhalten. Danach
haben wir draußen ein Interaktionsspiel gemacht. Dabei kam es besonders
auf Vertrauen an. Man lässt sich einfach fallen, und die anderen Schüler,
die eng in einem Kreis stehen, müssen einen leicht auffangen und wieder
vorsichtig weitergeben. Das hat den meisten großen Spaß gemacht,
aber manche haben noch ein Problem damit. Dann kam wieder ein Stuhlkreis
mit dem Tagesblitzlicht. Hier konnten oder sollten wir sagen, wie es uns
gerade geht und wie wir den Tag fanden.
Endlich kamen dann die Freizeitspiele. Manche spielten Federball und
Tischtennis. Die meisten Jungen spielten Fußball. Andere sind in
ihre Zimmer gegangen und haben dort etwas gespielt oder haben sich hingelegt.
Auf die Freizeitspiele hat sich jeder schon gefreut, denn da konnte man
machen oder spielen, was man wollte. Sandra Pellinghoff und Caroline Jelinek
Abend
Um 18.30 Uhr gab es unser erstes Abendessen in Frankreich. Zuerst mussten
wir aber das Jugendhaus verlassen und zum Haupthaus hoch steigen. Dort
waren nämlich die Küche und die Rezeption. Zur Vorspeise gab
es Leberpastete mit Brot, das Hauptgericht war Hähnchenschlegel mit
Gemüse. Als Nachspeise gab es sehr gutes Eis.
Nach dem Abendessen hatten wir ungefähr noch eine halbe Stunde
Zeit, bis wir uns in unserer Herberge im Gemeinschaftsraum versammeln mussten.
Auf unserem Programm stand nun "Buchvorstellung". Wie auch sonst im Schulalltag
lief die Buchvorstellung hier genauso konzentriert ab. Alle lauschten gespannt
auf die einzelnen Ausführungen. Ein Buch lautete: Die sanften Riesen
der Meere, geschrieben von Nina Rauprich. Dieses Buch handelt vom Walfang
und von dessen Bekämpfung. Manuel wird von Delphinen gerettet und
ändert daraufhin seine Meinung über die großen Riesen der
Meere.
Als auch die Buchvorstellung zu Ende war, so zirka um 21.00 Uhr, mussten
wir alle auf unsere Zimmer. Bei uns wurde eine kleine Party gestartet.
Es gab Chips, Cola und Musik bis zum Abwinken. Als es jedoch zu laut wurde,
kam Herr Eisenhardt und ermahnte uns. Als es dann eine halbe Stunde später
immer noch nicht leiser war, kam er noch einmal zu uns. Aber dieses Mal
schickte er alle, die nicht zum Zimmer gehörten hinaus. Als Herr Eisenhardt
weg war, machten wir uns bettfertig. Als alle lagen, erzählten wir
uns noch ein paar Gruselgeschichten und schliefen erst lange nach 24.00
Uhr ein.
Hanna Heger
10.7.2001
Nach dem Frühstück (es gab Baguette, Marmelade, Käse,
Müsli und eine große Auswahl an Getränken von Orangensaft,
Kakao, Tee, Wasser bis Milch) haben wir ein "Anfangsblitzlicht" gemacht.
Das
ist ein Spiel, bei dem sich jeder kurz dazu äußert, wie er sich
fühlt. Danach haben wir wie immer einen Stuhlkreis gestellt und über
das Thema "Gefühle ausdrücken, Gefühle erkennen" geredet.
Dazu bekamen wir auch Blätter ausgeteilt und machten kleine Spiele
zu diesem Thema. Um ca. 11 Uhr waren wir fertig und redeten über das
Klassenproblem "Außenseiter". Zu diesem Thema machten wir ein Spiel,
bei dem jeder zeigen konnte, wie er sich in der Klasse fühlt und wie
es ihm gefällt. Bei diesem Spiel zeigte sich, dass sich einige gar
nicht so wohl in unserer Klasse fühlten, was uns doch sehr zu denken
gab.
Danach gab es um Punkt 12 Uhr Mittagessen wie es in Frankreich üblich
ist. Wie immer gab es ein Drei-Gänge-Menü. Zur Vorspeise gab
es Taboulé (nordafrikanische Spezialität). Der Hauptgang bestand
aus mit Fleisch gefüllten Maultaschen mit Tomatensoße. Als Nachspeise
gab es eine weitere typisch französische Delikatesse: Mousse au chocolat!
Im Anschluss eine Stunde Mittagspause! - Zeit zum Fußballspielen,
Kartenspielen, Duschen, Schachspielen, Ausruhen, Briefe schreiben,... Dann
ging es los mit der Exkursion durch Wald und Wiese. Nachdem wir einmal
im Kreis gelaufen waren (einmal Goersdorf und zurück), setzten wir
unsere Wanderung fort. Es ging durch Wiesen, Wald und Felder mit verschiedenartigen
Bäumen, zu denen wir gleich die französischen Vokabeln lernten.
Irgendwann teilte uns Herr Eisenhardt "Baumkärtchen" aus. Sie zeigten
einen Baum, die Form seiner Blätter und seine Früchte. Jeder
musste „seinen Baum" suchen, finden, einen Zweig von ihm mitnehmen und
ihn später Herrn Eisenhardt zeigen. Vor dem Abendessen hatten wir
noch eine kleine Pause (zum Duschen, Fußballspielen usw.). Zur Vorspeise
gab es Hühnercremesuppe, zum Hauptgericht gab es Merguez (gewürzte
Bratwurst, eine weitere französische Spezialität aus Nordafrika
), grünen Salat und Kartoffelsalat. Danach hatten wir wieder eine
kleine Pause, bevor wir um 20.30 Uhr wie am vorherigen Abend uns gegenseitig
Bücher vorstellten. Dann gab uns unser Mitschüler Benjamin Lipp
ein schönes Konzert auf seiner Konzertgitarre. Weil von der vorherigen
Nacht noch alle müde waren, wurde von unseren Klassenlehrern Frau
Rabe-Vogt und Herrn Eisenhardt angeordnet, dass um 22 Uhr alle mucksmäuschenstill
in den Betten liegen mussten. Überraschend klappte dieses Unternehmen
bis auf wenige Ausnahmen. Damit war der zweite Tag beendet.
David Westenfelder, Johannes Spindler, Benjamin Lipp
11.07.2001
Gleich nach dem Aufstehen haben wir unsere Sachen gepackt und die Zimmer
gereinigt. Dann brachten wir unsere Taschen und Rucksäcke ins Erdgeschoss
und gingen zum Frühstück. Als wir nach dem guten Essen zum Haus
zurückkehrten, kam auch schon der Bus. Wir räumten unser Gepäck
in den Kofferraum des Busses und stiegen ein. Dann fuhren wir durch die
schöne Landschaft nach SEEBACH.
Dort angekommen, besichtigten wir die Bäckerei und durften sogar
selber Brezeln formen. Danach bekamen wir einen Flammkuchenteig und durften
ihn selbst mit Speck, Zwiebeln, Käse und Pilzen belegen. Als wir ihn
gegessen hatten, besichtigten wir SEEBACH mit seinen vielen schönen
Fachwerkhäusern.
Wir spazierten Richtung Schule und begutachteten derweil das Haus von
Frau Rabe-Vogt. An der Schule wurden wir von unseren französischen
Brieffreunden mit Kuchen und Getränken empfangen. Die Jungs spielten
schnell miteinander Fußball, einige Mädchen setzten sich zusammen
und spielten Karten, während andere sich nur einfach mit ihren Brieffreundinnen
unterhielten. Nach ca. einer Stunde, die wir Zeit hatten, um unsere Brieffreunde
persönlich kennen zu lernen, mussten wir leider auch schon wieder
gehen. Dann fuhren wir ziemlich müde wieder nach Neureut. Dort angekommen,
waren alle trotz der schönen Tage sichtlich froh, ihre Eltern wiederzusehen.
Damit war unser schöner Ausflug beendet.
Luna Siebert und Anna Jentho
Besuch des Lindenmuseums in Stuttgart
lm letzten Schuljahr fuhr die Klasse 7d nach Stuttgart ins Lindenmuseum
für Völkerkunde. Wir besuchten die Ausstellung „Im Fluss der
Zeit" über das Leben nordamerikanischer Indianerstämme. Begleitet
wurden wir von Frau Gamerdinger (BK) und Herrn Reinhard (Englisch). Bei
einer Führung durch die Ausstellung zeigte man uns Indianerkleidung,
Waffen und Tipis. Anschließend konnten wir die traditionellen Muster
und Motive skizzieren, mit denen die Indianer ihre AlItagsund Kultgegenstände
schmückten. So hatten wir genügend Ideen und Anregungen, um im
BKUnterricht unsere eigenen kleinen Tipis zu bemalen.
Sonja Sudarski
Landschulheimaufenthalt der 8c auf Rügen
Mittwoch, 18 Juli, 4.28 Uhr!! Hauptbahnhof Karlsruhe:
Wir, die 8c, Frau Petirsch und Herr Lindenmeier steigen in den ICE,
mit dem wir uns auf den Weg nach Binz, dem größten Seebad der
Ostseeinsel Rügen machen.
Mittwochnachmittag:
Nach über 10 Stunden Reise kamen wir endlich in unserer Jugendherberge
in Binz an, wo wir auch gleich in unsere Zimmer mit Meerblick ziehen konnten.
Den Rest des Tages verbrachten wir am Strand.
Donnerstag, 19 Juli:
Vormittags fuhren wir mit einem Ausflugsschiff zu den nahegelegenen
Kreidefelsen Rügens. Vom Schiff aus sahen wir auch die langen Häuser
am Strand von Prora, die einst Hitlers "Bad der Zwanzigtausend" werden
sollte. Die Anlage wurde jedoch nie fertiggestellt. Einige von uns hatten
noch den Schlaf vom Vortag nachzuholen und dösten an Deck. Der Nachmittag
stand uns zur freien Verfügung.
Freitag, 20 Juli:
An diesem Tag wanderten wir bei 30 Grad im Schatten zum acht Kilometer
entfernten Jagdschloss Granitz, das 1836 erbaut wurde und die Ausstellung
"Hirsche der Welt" (unzählige Hirschgeweihe) beherbergt. Vom 38 Meter
hohen Turm bot sich uns ein schöner Ausblick bis Stralsund und Hiddensee.
Samstag, 21 Juli:
Beim Frühstück packten wir unsere "Lunchpakete", dann liehen
wir uns Fahrräder und fuhren los, um Rügen zu erkunden. Nach
einigen Pannen, Reparaturversuchen, Navigationsproblemen und einer Boddenüberquerung
mit einem Ruderboot durften wir uns in Sellin ausruhen. Sellin wurde durch
seine 500 Meter lange Landungsbrücke mit Konzertpavillon und Restaurant
bekannt. Rast machten wir auch am "Schwarzen See". Ich habe gehört,
dass wir auch an einem Wikingerdenkmal vorbeigekommen sind!?
Sonntag, 22 Juli
Morgens fuhren wir mit dem Bus auf die Halbinsel Göhren. Dort
besichtigten wir zwei kleine Heimatmuseen und eine Kirche. Nach zwei sonnigen
Strandstunden fuhren wir dann gemütlich mit dem "Rasenden Roland",
einer Schmalspurbahn, zurück nach Binz.
Montag, 23 Juli:
Für diesen Tag war ein Ganztagsausflug geplant. Am Bahnhof Stralsund
holte uns ein älterer Herr ab, der uns die Marienkirche und viele
Backsteinhäuser (Hanse-Architektur) der einst sehr reichen und mächtigen
Hansestadt zeigte. Später brachte er uns zur Stralsunder Jugendherberge,
der ältesten in Europa. Dort bekamen wir ein Mittagessen (flachster
Fisch und flüssigster Kartoffelbrei Europas). Danach besuchten wir
das sehr interessante Meeresmuseum, das in einem großen, alten Kloster
untergebracht ist.
Dienstag, 24 Juli:
Wir hatten den ganzen Tag frei, mieteten Tretboote und lagen am Strand.
Abends mussten wir auch schon unsere Koffer packen, um danach im Innenhof
unsere eigene kleine Grillparty zu machen.
Mittwoch, 25 Juli:
Nach einer langen Reise kamen wir müde, aber braungebrannt und
glücklich wieder am Karlsruher Hauptbahnhof an.
Wir bedanken uns bei Frau Teichmann und Herrn Ziegler für die
perfekte Planung und Organisation der Reise. Leider konnten sie wegen Krankheit
nicht mitkommen. Zum Glück war unsere Biolehrerin Frau Petirsch spontan
bereit, uns zu begleiten, und auch Herr Lindenmeier reiste kurzentschlossen
mit, obwohl er uns nicht kannte (vielleicht gerade deshalb). Danke!
Laura Faust, 8c
Studienfahrt der Klasse 10a nach München vom 6.-9.7.2001
Am Freitag, dem 6. Juli, trafen wir, die Klasse 10a, Frau Bock und Herr
Wendy, der auch noch seine Frau und seine zwei Töchter mitbrachte,
uns morgens um 6.30Uhr am Karlsruher Hauptbahnhof. Gegen 7.00 Uhr kam unser
Zug und wir verbrachten dort dreieinhalb vergnügliche Stunden bis
nach München. Per U-Bahn gelangten wir in die Nähe der Jugendherberge
und mit einem letzten Kraftakt schleppten wir unser Gepäck in unsere
vorläufige Behausung. Allerdings stellte sich dort heraus, dass wir
erst drei Stunden später in unsere Zimmer gehen konnten. Also machten
wir uns so gut wie möglich frisch, verstauten Koffer und Reisetaschen
und machten uns auf in die Innenstadt, wo wir erst einmal eine Stunde Freizeit
bekamen. Wir schauten uns also um und trafen uns schließlich vor
dem Rathaus wieder, wo gleich eine Überraschung auf uns wartete; ein
Team von PRO 7 hatte ein paar von uns in der Fußgängerzone angesprochen
und zu der Aufzeichnung einer Quizshow eingeladen, die abends stattfinden
sollte. Nach einer längeren Diskussion beschlossen wir schließlich,
diese Einladung anzunehmen, und verabredeten Ort und Zeit.
Nun gingen wir zum kulturelleren Teil des Tages über. Wir besuchten
erst die Frauen- und dann die Theatinerkirche, ersteres inklusive einer
Turmbesteigung, die uns einen wunderschönen Blick über München
bescherte, und einer erholsamen Rast. Anschließend durchwanderten
wir die Stadt und ließen uns schließlich nahe der Universität
in einer Kneipe mit Biergarten nieder, um etwas zu trinken und unseren
strapazierten Füßen etwas Erholung zu gönnen. Dann war
es Zeit, in Richtung Filmstudios aufzubrechen, wo wir um 17.00 Uhr angekommen
sein sollten. In einer Vorhalle warteten wir einige Zeit mit anderen Zuschauern,
dann wurden wir ins Studio gelassen. Ein Animateur sorgte für Stimmung
und im Rahmen seines Programms zeigten Frau Bock und Frau Wendy, dass sie
auch gerne mal das Tanzbein schwingen...
Die Aufzeichnung an sich bot einen interessanten Einblick und wir rieten
im Stillen auch eifrig mit. Wer sich für Promis interessierte, kam
durch die Anwesenheit Andreas Türcks, Giulia Siegels und Ralf Bauers
auch nicht zu kurz. Auf jeden Fall waren zum Schluss eigentlich alle, auch
die anfänglichen Skeptiker, angetan von dieser Erfahrung. Nachdem
wir in die Jugendherberge zurückgekehrt waren, aßen wir erst
zu Abend und nahmen dann unsere Zimmer in Augenschein. Wir richteten uns
mehr oder weniger häuslich ein und der Großteil der Klasse erkundete
noch die Biergärten und Kneipen der Umgebung. Wieder `zu Hause' unterhielten
wir uns noch eine Weile und gingen schließlich schlafen.
Für den nächsten Tag war der Besuch des Deutschen Museums
angesagt. Wir gingen also schon um 8.00Uhr frühstücken, um so
schnell wie möglich starten zu können. Das Museum an sich war
interessant, und da wir drei Stunden Zeit hatten, konnten wir uns auch
gut umschauen, obwohl es für das ganze riesige Muse
um natürlich nicht reichte. Nach diesem Besuch hatten wir
Freizeit. Wir gingen grüppchenweise einkaufen, ruhten uns aus, gingen
etwas trinken oder erkundeten München. Allerdings wurden wir von einem
starken Gewitter überrascht, das die meisten von uns schließlich
in die Herberge flüchten ließ, wo wir uns die Zeit bis zum Abendessen
vertrieben. Nach dem Essen machten wir uns fertig und auf ging's zum `Tollwoodfest',
wobei wir zeitweilig befürchten mussten, es würde buchstäblich
ins Wasser fallen. Dieses Fest jedenfalls ist eine Art Oktoberfestalternative
mit Musik, Essen und Trinken und vielen kleinen Einkaufsständen und
wir hatten viel Spaß. Zurück in der Herberge tauschten wir noch
unsere Erfahrungen aus und gegen halb zwei gingen die meisten ins Bett.
Am Sonntag durften wir schließlich etwas länger schlafen
und gingen `erst' gegen neun Uhr essen. Nach dem Frühstück teilten
wir uns in zwei Gruppen. Die Mehrzahl entschloss sich zu einer Besichtigung
des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau unter der Führung Herrn
Wendys, eine kleinere Gruppe besuchte mit Frau Bock eine Kunstausstellung
in der Stadt. Man muss sagen, dass dieser Vor- und Nachmittag für
alle sicherlich sehr interessant, im Fall der Dachau-Gruppe aber auch ziemlich
erschreckend und traurig war. Gegen vier trafen wir uns dann im Englischen
Garten, ruhten uns aus, wiederum in Gruppen, und amüsierten uns prächtig,
zumal wir fast das ganze Wochenende über wunderschönes Wetter
hatten. Nach dem Abendessen begann es wieder zu regnen. Trotzdem verließen
die meisten von uns zumindest für eine Weile die Jugendherberge und
machten die Umgebung unsicher. Einige entschieden sich auch zu einem Besuch
des wärmstens empfohlenen Stadtteils Schwabing oder suchten sich eine
Kneipe oder eine Disko. Auch an diesem Abend - bzw. dieser Nacht - fanden
noch amüsante Treffen in den einzelnen Zimmern statt, bis wir uns
endlich müde genug fühlten, um schlafen zu gehen. Teilweise wurden
wir nach eins sogar noch von Angestellten der Herberge auf die Nachtruhe
hingewiesen, was wiederum ein Zeichen dafür ist, dass wir uns wirklich
sehr nett unterhalten hatten...
Montag morgens standen wir dann zwischen 7.30 Uhr und 8.00 Uhr auf,
packten unsere Sachen zusammen, räumten die Bettwäsche weg und
gingen schließlich frühstücken. Dann machten wir uns endgültig
fertig, erledigten noch ein paar Kleinigkeiten und brachen schließlich
in Richtung Hauptbahnhof auf. Dort gaben wir vorläufig unser Gepäck
ab und hatten nun noch einmal ein paar Stunden Zeit, um eine letzte ausgiebige
Shoppingtour zu unternehmen, bis wir uns dann um halb zwei wieder am Bahnhof
trafen und zu unserem Gleis marschierten. Die Zugfahrt wurde wieder ziemlich
lustig, und die meisten sahen der Rückkehr nach Hause doch mit gemischten
Gefühlen entgegen und wären gerne noch ein paar Tage geblieben.
Alles in allem war unser Münchenaufenthalt trotz einiger kleiner
Dispute, die natürlich nicht ausblieben, äußerst gelungen
und wir hatten jede Menge Spaß. Gleichzeitig kam auch die Kultur
nicht zu kurz und so waren diese vier Tage durchaus lehrreich.
In diesem Zusammenhang auch vielen herzlichen Dank an Frau Bock
und Herrn Wendy, die sich große Mühe gaben, unseren Aufenthalt
durch sachkundige Führung schön zu gestalten, die außerdem
tolerant waren, auch unsere Vorschläge und Meinungen weitgehend akzeptierten
und das Lehrersein auch einfach mal beiseite ließen und sich mit
uns amüsierten. Jedenfalls werden wir München 2001 sicherlich
in guter Erinnerung behalten.
Tanja Bruß, 10a
Rovinj oder ein Bio-LK lebt auf!
Am 11. Juni 2001 brachen wir Biologie-Leistungskursler der Klassenstufe
12, gutgelaunt mit viel Musik, Red Bull und Lollis Richtung Villach auf,
wo wir schließlich gegen 20 Uhr ankamen.
Am nächsten Morgen setzten wir die Fahrt zu unserem Ziel fort.
Auf dem Weg nach Rovinj besichtigten wir in Slowenien zwei eindrucksvolle
Tropfsteinhöhlen. War da nicht eine Sprungschanze?
Unsere Erwartung, eine heruntergekommene Unterkunft anzutreffen, die
uns in Rovinj beherbergen sollte, wurde nicht bestätigt.
Statt dessen erwartete uns das Personal eines 3-Sterne-Sol-Hotels.
Wir bezogen unsere Suiten und bekamen zum ersten Mal in einem „Landschulheim"
etwas richtig Gutes zu essen: Ein wirklich erstklassiges Buffet, an dem
jeder satt werden konnte. Bei beeindruckendem Sonnenuntergang mit Blick
auf Rovinj von seiner schönsten Seite ließen wir den Abend in
der Suite unserer Jungs ausklingen. Nach relativ kurzer Nacht testeten
wir um 8 Uhr morgens (!) einen der drei hoteleigenen Pools. Diesen Tag
hatten wir zur freien Verfügung, da unsere Lehrer, Herr Schultheiß
und Herr Malsch, eine anstrengende Fahrt hinter sich hatten. Wir beschlossen
einen Bummel durch die Stadt zu machen und faulenzten nachmittags am sonnigen
Strand. Nach diesem Erholungstag ging es mit dem Boot des Meeresbiologischen
Instituts aufs Meer, wo mit einem Netz bodennahe Meeresbewohner heraufgezogen
wurden. Im Institut wuschen wir die Seesterne, Seegurken, Schwämme
und Seescheiden etc. und fotografierten sie. Nach diesem Besuch begaben
wir uns auf die Fahrt nach Pula, auf der wir am heißen Nachmittag
einen Abstecher an den Strand machten. Nach erholsamem zweistündigem
Sonnenbad war das Amphitheater in Pula dran. Dies erinnerte uns stark an
die letztjährige Studienfahrt nach Rom. Wieder im Hotel vergnügten
wir uns am Pool, bevor wir uns am reichhaltigen Buffet stärkten. Beim
Nachtisch erfuhren wir von Herrn Malsch, dass man Melonen in Kroatien auf
andere Weise isst als sonst auf der Welt: Man isst die Kerne und lässt
das „Rote" liegen. Am Abend schauten wir uns das von den Animateuren vorbereitete
Grease-Cabaret an.
Am Freitag fand die sehr schöne, aber „gefährliche" Istrienrundfahrt
statt. Wir werden nie vergessen, wie viele Dolinen es auf Istrien gibt.
Wir ahnten es noch nicht, bemerkten aber bald, dass wir uns auf den „Reisewegen
zur Kunst" in Istrien befanden: zum Beispiel die byzantinischen Mosaiken
in der Eupharsius-Basilika in Porec oder die versteckt im Wald gelegene
Kapelle St. Maria bei Pazin mit ihren gut erhaltenen Wandfresken. Hier
suchten wir nach Besichtigung lange Zeit nach unserem Herrn Schultheiß,
bis wir ihn schließlich auf dem Rücken liegend, die wunderbare
Kassettendecke der Kapelle fotografierend, fanden. Auf dem Weg zum Hotel
dann noch ein „leidenschaftlicher" Vortrag über die Macchie am Limski-Kanal
von unseren Chef-Biologen: „Macchie erfaßt man am besten mit allen
Sinnen: mit dem Temperatursinn (es hatte über 30°C im Schatten!),
dem Tastsinn (wir mussten die Blätter der Hartlaubgewächse zwischen
den Fingern zerreiben!), dem Gesichtssinn (seht ihr die herrlichen Zistrosen),
dem Geruchssinn (die ätherischen Öle), dem Schmerzsinn (die Stacheln
und Dornen zerkratzten die Haut) und dem Gleichgewichtssinn (der steinige,
verkarstete Untergrund!). Selbst schmecken kann man die Macchie, wenn man
mit ihren Kräutern ein gutes Essen würzt." Diesen Abend verbrachten
wir in der Diskothek des benachbarten Hotels, in der wir mit Sicherheit
einen bleibenden Eindruck hinterließen.
Am leider letzten Tag kletterten wir auf der kleinen und von
Herrn Schultheiß heiß geliebten Insel Banjole herum, auf der
eine Möwenkolonie brütete und eine sehr schöne ortsspezifische
Eidechsenrasse lebt. Nicht jeder behält diese kleine Insel in guter
Erinnerung, da eine gut zielende Möwe einer Kursteilnehmerin etwas
auf den Kopf fallen ließ. Nach diesem vergnüglichen Ausflug
gingen die meisten von uns noch einmal in die Stadt, um sich Reiseproviant
zu kaufen. Den letzten Abend genossen wir mitsamt unseren beiden Lehrern
in einem netten Restaurant.
Fazit: Viel Geographisches, Biologisches und zahlreiche kulturgeschichtliche
Eindrücke in nur wenigen Tagen! Daneben noch Zeit für erholsame
Strandaufenthalte und „abenteuerliche Erlebnisse".
Wir sind stolz darauf, der letzte LK sein zu dürfen, der mit Herrn
Schultheiß diese Exkursion erleben durfte. Wir danken ihm und Herrn
Malsch für diese schönen Tage im sonnigen Kroatien!
Stefanie Schuhmann & Kristina Maier
IV. Auslandskontakte
Schüler aus Verdun genießen deutsche Romantik
In der französischen Bildungstradition ist Deutschland das Reich der
Romantik. Dieser Vorstellung kam das Programm, das Gisela Gleich und Frieder
Kohlenberger vom Neureuter Gymnasium für die diesjährigen Schüler
aus Verdun zusammengestellt hatten, weitgehend entgegen. Waren die Höhepunkte
des Aufenthaltes vom 28.11. bis 8.12. doch der Karlsruher Weihnachtsmarkt,
Gounods Faust im Staatstheater und Fahrten nach Heidelberg und Rothenburg
ob der Tauber. Aber auch eine Besichtigung des Neureuter Heimathauses kann
nostalgische Gefühle wecken und zu Überlegungen über die
vielschichtigen deutsch-französischen Beziehungen Anlass geben.
Heute geht es natürlich vor allem darum, die Schüler - ausgehend
von Berührungspunkten in der Vergangenheit - auf eine partnerschaftliche
Zukunft vorzubereiten. So traf es sich gut, dass die 19 Schüler und
Schülerinnen aus der Seconde (10. Klasse) in den Klassen ihrer Partner
auch am Vorlauf des im Elsass entstandenen Wettbewerbs "Mathematik ohne
Grenzen" teilnehmen konnten.
Ko
Aus dem Tagebuch eines französischen Austauschschülers:
La mairie (das Rathaus) de style néoclassique, a été
construite il y a environ 200 ans par Friedrich Weinbrenner. Elle se situe
à proximité de la pyramide de Karlsruhe qui est le symbole
de la ville. Nous avons ensuite découvert l'obélisque (rappel
de la première constitution en Allemagne) qui se dresse devant un
ancien palais, aujourd'hui devenu une banque. En nous promenant nous avons
vu dans une vitrine une spécialité régionale, le Dambedei.
Nous sommes ensuite passés devant deux monuments symbolisant la
révolution de 1848 puis sur la place des fêtes (Festplatz)
où I'on trouve plusieurs bâtiments culturels (die Schwarzwaldhalle
und das Konzerthaus). Puis nous sommes allés au jardin municipal
où se trouvent la bibliothèque et la fontaine aux nymphes
(Nymphengarten). Nous avons vu la plus vieille église de la ville
(die Katholische Stadtkirche) et nous sommes allés au château
en passant par la rue commerçante (die Kaiserstrasse).
Karlsruhe est un centre économique régional très
influencé par la France. C'est également un très grand
port sur le Rhin. Le plan de la ville représente un cercle dont
le centre est le château. Karlsruhe propose de nombreuses installations
culturelles et de loisirs. La ville est recouverte à 50% d'espaces
verts. C'est un centre sportif important où l'on retrouve dans les
fêtes I'ambiance badoise.
Mittwoch, den 6.Dezember:
Heute ist Nikolaus. Wie jeden Morgen bin ich um halb sieben aufgewacht.
Ich habe mich geduscht und angezogen, dann habe ich gefrühstückt.
Ich bin in die Schule gegangen. Um acht Uhr hatten die Franzosen drei Unterrichtsstunden.
Ich habe Sport und Französisch. Um halb elf haben wir die Straßenbahn
genommen, um zum ZKM zu fahren. Wir haben moderne Kunst gesehen, aber ich
fand es hässlich. Danach haben wir eine Informatikausstellung besucht.
Es war interessant und lustig. Wir sind zurückgefahren. Zum Mittagessen
gab es Fleisch und Nudeln. Nachdem wir gegessen haben, habe ich geschlafen,
weil ich sehr müde war. Um sechs Uhr habe ich seine Großeltern
getroffen. Sie haben mir Schokolade geschenkt und wir haben diskutiert.
Dann haben wir zu Abend gegessen. Es gab Wurst und Salat. Um acht Uhr habe
ich mit meinem Partner Computer gespielt und ich habe gewonnen. Um halb
zehn sind wir ins Bett gegangen.
Schüler aus Neureut erleben Verdun
Weder anhaltendes kühles Regenwetter noch Aufregungen um MKS konnten
den 19 Schülerinnen und Schülern des Neureuter Gymnasiums die
Freude an dem zehntägigen Aufenthalt in Verdun verderben, von dem
sie am 3O.3. zurückgekehrt sind. Als Austauschschüler konnten
sie - was kaum einem Touristen möglich ist - das Leben in einer französischen
Familie und den Schulalltag ihrer Altersgenossen aus erster Hand kennen
lernen. Dabei stellten sie fest, dass sich herkömmliche Erwartungen
und Vorstellungen teils zu erfüllen scheinen, oft aber auch gründlich
revidiert werden müssen.
In die an diesem Ort unvergessenen schrecklichen Grabenkämpfe
von 1916 waren allenfalls noch die Urgroßväter der heute Sechzehnjährigen
unmittelbar verwickelt, aber im Friedenszentrum im alten Bischofspalast
richtet sich der Blick in die Zukunft. Dort geht es um Menschenrechte und
Verhinderung von kriegerischen Konflikten.
Neben Politik und Geschichte kam auch die französische Kunst nicht
zu kurz. Während dieses 15. Besuches Neureuter Schüler in der
"Hauptstadt des Friedens" konnte auch wieder eine Tagesfahrt nach Paris
organisiert und finanziert werden, deren Höhepunkt eine Führung
zu den Meistern des 19. Jahrhunderts im Musée d'Orsay war.
Ko
Trimesteraufenthalt in Verdun
5. 9. bis 1. 12. 2000
Im Herbst '99 wurden wir ihn der Schule über die Möglichkeit
informiert, ein Trimester, also circa drei Monate, in Frankreich zu verbringen.
Zu dieser Veranstaltung waren auch Schüler eingeladen, die diesen
Austausch schon im letzten Jahr gemacht hatten, und da diese sich sehr
positiv äußerten, war für mich sofort klar, es auch zu
versuchen. So bewarb ich mich schließlich über das Oberschulamt
für das Internat in Verdun. Zuerst schien es auf Grund von Umbauarbeiten
an der Schule nicht zu klappen, aber dann kam plötzlich der Anruf,
ich könne doch gehen.
Von diesem Aufenthalt erhoffte ich mir natürlich große Fortschritte
in der französischen Sprache, wollte aber auch neue Freundschaften
schließen und einen ganz anderen Lebensstil kennen lernen. Außerdem
war ich schon immer recht neugierig, wie das Leben in einem Internat so
aussieht. Nun bekam ich die Chance, all das miteinander zu verbinden.
In der Zeit vor meiner Abreise war ich nicht besonders aufgeregt, da
ich mir noch gar nicht vorstellen konnte, wirklich für so lange Zeit
im Ausland zu sein. Aber schließlich war der Augenblick doch gekommen.
Am Morgen des 5. September ging es los.
Gegen 10.00 Uhr standen meine Familie, die mich begleitete, und
ich vor der Pforte des Lycée. Das Abenteuer begann! Wir besichtigten
die Schule und regelten die Formalitäten. Dann hieß es Abschied
nehmen und in die Klasse gehen. Dort kümmerte sich ein Mädchen
auch gleich ganz lieb um mich, und in ihr und ihren Freundinnen fand ich
eine Gruppe, die mir beim Eingewöhnen half - auch im Internat.
Zum Internatsleben muss in allererster Linie einmal Folgendes gesagt
werden: Mit den Vorstellungen, die durch das Lesen diverser Internatsbücher
entstehen, hat das wirkliche Internatsleben herzlich wenig zu tun. Es ist
ziemlich streng (z.B. um 22.00 Uhr Bettruhe, Zeiten, in denen man für
die Schule arbeiten und still sein muss), und es herrscht auch durchaus
nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen. Es stimmt natürlich schon,
dass, wenn man so intensiv zusammenlebt, eine gute Gemeinschaft da ist,
aber es gibt natürlich auch Streit, Getratsche und kleine Intrigen,
außerdem ist es schwer, einmal seine Ruhe zu haben. Dennoch bin ich
letztendlich froh, ins Internat gegangen zu sein, da man nirgendwo sonst
so schnell so viele nette Menschen kennen lernt.
Was mich allerdings etwas gestört hat, war der regelmäßige
Tagesablauf, der kaum Freiraum lässt, und der ziemlich harte Schulalltag.
Das französische Schulsystem unterscheidet sich stark vom deutschen.
Da das Abitur nach 12 Schuljahren geschrieben wird und nicht nach 13, hat
man sehr viel Unterricht und, bis auf den Mittwoch, an dem nachmittags
in ganz Frankreich schulfrei ist, auch jeden Nachmittag. Oft hat man, wie
meine Klasse, auch Samstag morgens Schule. Außerdem werden sehr viele
Arbeiten und Tests geschrieben, und zusätzlich zu dem langen Unterricht
fallen die Hausaufgaben auch noch sehr umfangreich und oft auch schwierig
aus.
Ich war in einer `Seconde', die als Klassenstufe ungefähr unserer
Zehnten entspricht. Mit dem Stoff hatte ich eigentlich in keinem Fach wirkliche
Probleme, war am Trimesterende sogar Drittbeste meiner Klasse. Wenn ich
doch einmal eine Frage hatte, konnte ich mich an Klassen- und Internatskameraden
wenden oder auch an die Lehrer, die alle sehr nett zu mir waren und sich
um mich kümmerten.
Was mir besonders auffiel, war, dass die französischen Schüler
in den Fremdsprachen sehr schlecht sind, dafür aber in den Naturwissenschaften
schon recht weit. Wozu man sagen muss, dass in Frankreich Physik und Mathematik
groß geschrieben werden und die Sprachen eher nebensächlich
sind.
Nach allem, was ich in Frankreich in Sachen Schule erlebt habe, ziehe
ich das deutsche Schulsystem klar vor. Die französischen Schüler
haben praktisch keine Freizeit, und ich habe festgestellt, dass sie trotz
des vielen Unterrichts nicht schneller oder mehr lernen als wir in Deutschland.
Das Internat ist von Samstagnachmittag bis Montagmorgen geschlossen.
Während dieser Zeit gehen die französischen Schüler nach
Hause. Für Gastschüler sieht das Lycée vor, die Wochenenden
bei wechselnden Gastfamilien zu verbringen. Man hat auch eigentlich keine
Mühe, jemanden zu finden, der einen aufnimmt, da fast alle sehr nett
und natürlich auch etwas neugierig sind. An Angeboten mangelte es
mir also nicht, doch letztendlich verbrachte ich doch fast alle Wochenenden
bei derselben Familie. Es ist interessant, am Leben einer französischen
Familie teilzunehmen und auch Besichtigungen in Verdun und Umgebung zu
unternehmen.
Verdun ist für uns eher eine große Gemeinde, in Lothringen
aber schon eine richtige Stadt. Es hat ein sehr schönes Zentrum mit
kleinen Lädchen, es gibt aber auch große Einkaufszentren, ein
Kino und ein Schwimmbad. Verdun und seine Umgebung waren ein wichtiger
Schauplatz besonders des Ersten Weltkrieges und das macht sich heute noch
bemerkbar. Man kann noch Schützengräben und unterirdische Gänge
sehen, außerdem gibt es unzählige Soldatenfriedhöfe, sowohl
deutsche als auch französische.
Verdun ist auch sonst eine interessante Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten,
z.B. sehr viele Kirchen, unter anderem eine wunderschöne Kathedrale,
dann das `Centre mondial de la paix', die riesige Zitadelle, ein altes
Stadttor und Denkmäler wichtiger Persönlichkeiten.
Was die Umgebung betrifft, ist das Beinhaus von Douaumont meiner Meinung
nach sehr sehenswert. Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man auch
die beiden anderen mehr oder weniger nahen Städte besichtigen, Metz
und Thionville. Besonders Metz hat mich begeistert, obwohl ich - leider
- nur einen Nachmittag dort war. Ich gebe zu, dass es in Frankreich nicht
immer leicht war und ich manchmal auch ganz schönes Heimweh hatte,
besonders in den ersten zwei Wochen. Dann wurde es stetig besser. In den
Ferien war ich zu Hause, die Wochen danach bis zu meiner Abreise waren
dann noch wunderschön. Die Klasse und besonders meine neu gewonnenen
Freundinnen im Internat waren auch ziemlich traurig, weil ich gehen musste,
und ich fand es dann auch sehr schade, obwohl ich mich natürlich auch
freute, wieder zu Hause zu sein. Aber ein sehr ereignisreicher Lebensabschnitt
war nun endgültig zu Ende und so ein Gedanke macht schon etwas trübsinnig.
Zurückblickend muss ich sagen, dass es sich wirklich gelohnt hat,
nach Frankreich zu gehen. Die Fortschritte, die ich in Französisch,
besonders das Verständnis betreffend, gemacht habe, sind bemerkenswert.
Außerdem bin ich ein ganzes Stück reifer geworden und werde
Herausforderungen in Zukunft sicher besser entgegengehen können. Ich
habe auch viele neue Bekanntschaften geschlossen und andere Lebensweisen
und Bräuche kennengelernt. Auf alle Fälle möchte ich allen
empfehlen, solch eine Chance zu nutzen, wenn sie sich bietet, da man wirklich
unglaublich davon profitiert.
Tanja Bruß
Klasse 7a besucht Villars-les-Dombes
28 Schülerinnen und Schüler der Klasse 7a besuchten vor den Pfingsferien
eine Woche lang Villars-les-Dombes bei Lyon. Sie waren in den Familien
ihrer jeweiligen Austauschpartner untergebracht, mit denen sie brieflich
schon in Kontakt standen und die fast unmittelbar zuvor eine Woche lang
als Gäste in Neureut geweilt hatten.
Der Austausch in Frankreich begann mit dem "Familienteil": Freitag
abends nach unserer Ankunft mit einer "Willkommensparty" unter der Regie
der französischen Eltern, dann das Wochenende in den Familien. Da
hochsommerliche Temperaturen herrschten, machten viele Familien mit ihren
deutschen Gästen einen Besuch im Schwimmbad in der näheren oder
auch ferneren Umgebung. Ein Schüler lernte so sogar Aix-les-Bains
und den Lac Bourget, den größten Binnensee Frankreichs, kennen.
Die Woche begann dann mit zwei Exkursionen: montags zu der einzigen
Krokodil-Farm in Europa, dienstags stand der Besuch von Lyon auf dem Programm.
Mittwochs hatten unsere deutschen Jugendlichen noch Gelegenheit, am Unterricht
ihrer Austauschpartner teilzunehmen und so einen kleinen Einblick ins französische
Schulsystem zu bekommen. Die Zeit verging sehr schnell, hatten sich doch
Freundschaften angebahnt, die mit Sicherheit über den Schüleraustausch
hinaus andauern werden.
Mit den kulturellen Unterschieden kamen die Schüler gut zurecht,
nicht zuletzt Dank der entsprechenden Vorbereitung durch die begleitenden
Lehrkräfte Frau Bock und Frau Oberacker-Hartig. So wurden die Teilnehmer
ihrer Rolle als „Botschafter Deutschlands" gut gerecht. Überraschend
war die Unbefangenheit, mit der die 13jährigen Gymnasiasten mit der
französischen Sprache umgingen und so ihre Kenntnisse erweiterten.
In diesem Punkt haben sie ihren gleichaltrigen Mitschülern einiges
voraus. In der 5. Klasse lernt sich die französische Aussprache doch
leichter, als wenn erst zwei Jahre später damit begonnen wird.
L. Oberacker-Hartig
V. Am Rande des Lehrplans
Fahrradturnier am Gymnasium Neureut
Am letzten Tag vor den Herbstferien hat das Gymnasium Neureut in Zusammenarbeit
mit dem Polizeiposten Neureut und dem ADAC ein Fahrradturnier für
alle 5. Klassen veranstaltet. Für die Kinder ging es darum, zu zeigen,
dass sie auch unter schwierigen Bedingungen das eigene Fahrrad einwandfrei
beherrschen - eine unabdingbare Voraussetzung für die heutigen Anforderungen
im Straßenverkehr.
Zunächst aber mussten alle in einem Fragebogen ihre theoretischen
Kenntnisse unter Beweis stellen.
Die nächste Hürde war die Überprüfung der Fahrräder
auf ihre Verkehrssicherheit. Und dann konnte es "richtig" losgehen: Anfahren
(umschauen nicht vergessen!) - Kreisel - Achter ... ; insgesamt mussten
acht Aufgaben bewältigt werden, und die Stoppuhr lief!
Glücklicherweise hatten wir einige sehr engagierte Mütter
als Schiedsrichter und zum Auswerten der Ergebnisse, so dass auch wir nicht
"ins Schleudern gerieten".
Nach so viel Anstrengung gab es für die Kinder erst mal eine Stärkung
(ein Dank den Spendern!).
Zum Abschluss fuhren Herr Wibel und zwei Kollegen den Parcours - außer
Konkurrenz natürlich - aber sehr zur Freude der Schülerinnen
und Schüler.
Höhepunkt war dann die Siegerehrung in der Pausenhalle: die Besten
erhielten Medaillen, Gürteltaschen und Buchgutscheine und David Westenfelder
aus der 5a als Gesamtsieger einen Wanderpokal.
Ein schöner Abschluss für die Fünftklässler nach
den anstrengenden ersten Wochen am Gymnasium!
Kristina Schiller, Beauftragte für Verkehrserziehung am Gymnasium
Neureut
Die 5a auf neuen Wegen
I. Vorüberlegungen
Untersuchungen über Schülerverhalten ( u. a. Klippert), eigene
Erfahrungen als Fachlehrer und Beratungslehrer, sowie Gespräche mit
Kollegen und auch Eltern zeigen, dass es den Schülern schwer fällt
- bei Unterrichtsgesprächen aktiv mitzumachen
- selbstständig Hausaufgaben zu machen und nach einem gewissen
Plan die Hausaufgaben zu organisieren
- sich gezielt auf Klassenarbeiten bzw. Klausuren vorzubereiten
- die Heftführung sauber und geordnet zu gestalten
- selbstständig Informationen aus Büchern usw. zu entnehmen
- an der Tafel etwas zu erläutern
- vor der Klasse ohne Angst zu reden
- mit ungeliebten Schülern in einer Gruppe zu arbeiten und
- Kompromisse zu finden.
Befragt man Lehrer zur Unterrichtsbeteiligung ihrer Schüler, so
werden oft folgende Punkte beklagt
- die dürftige Lernfähigkeit und Lesebereitschaft vieler
Schüler
- ihre geringe Ausdauer und Konzentration ( dies ist übrigens
auch der am häufigsten vorgebrachte Grund, wenn Eltern bei mir in
der Beratung sind, wegen Schulschwierigkeiten ihres Kindes)
- ihre Unsicherheit und Unselbstständigkeit bei komplexen Arbeitsaufträgen
- ihre mangelnde Eigeninitiative und Problemlösefähigkeit
- ihre geringe Gesprächsbereitschaft und Gesprächskompetenz
- ihre mangelnde Teamfähigkeit und Unfähigkeit anderen zuzuhören
- ihre geringe Ordnungsliebe
- ihr rasches Vergessen des Lernstoffs und ihre überwiegend geringe
Motivation
Ich will diese skizzierten Untersuchungsergebnisse nicht verallgemeinern.
Sicher haben wir am Gymnasium auch sehr viele Schüler, für die
viele der oben genannte Punkte nicht zutreffen. Tatsache für mich
aber ist, dass wir Lehrer im Unterrichtsalltag bei unseren Schülern
oft ein unbefriedigendes Lern- und Arbeitsverhalten beobachten können.
Wir Lehrer reagieren natürlich darauf, indem wir helfen, wiederholen,
predigen, drohen und sanktionieren. Die Folgen sind meist klar. Beide Seiten
sind häufig frustriert. Der Lehrer macht seine "unkonzentrierten"
Schüler dafür verantwortlich, diese sehen wiederum den "unfähigen"
Lehrer als den Schuldigen.
Was sind die Ursachen? Wie sieht der traditionelle Unterrichtsalltag
aus?
Ich beschreibe einmal - sicher bewusst übertrieben - stichwortartig
den Ablauf in einem Klassenzimmer:
Der Lehrer
- trägt vor, fragt
- informiert, erklärt
- korrigiert, demonstriert
- experimentiert, bewertet
- plant, organisiert
- entscheidet, weist an
- strukturiert, visualisiert
- löst Probleme
- übernimmt Verantwortung
- zeigt Initiative
Und die Schüler? Die Schüler sollen
- zuhören, aufpassen
- den Stoff aufnehmen, abspeichern
- abstrahieren, reproduzieren
- motiviert sein
- Ausdauer zeigen
- angepasst lernen
Wir Lehrer haben während unserer Ausbildung vor allem gelernt,
zu lehren und den Lernstoff den Schülern nahe- bzw. beizubringen.
Wir haben zu wenig gelernt, die Schüler selbständig und eigenverantwortlich
arbeiten zu lassen.
Weitere Belastungen und Störungen des Unterrichtsgeschehens ergeben
sich durch folgende Punkte:
- Es zeigt sich, dass auch bei einem guten Frontalunterricht die Schüler
immer schwerer zu motivieren sind.
- Die Bereitschaft und Fähigkeit, Lernstoff aufzunehmen und sich
mit ihm zu beschäftigen hat bei vielen Schülern erheblich abgenommen.
Ich denke, dass hier vor allem der Einfluss des alltäglichen Medienkonsums
eine wichtige Rolle spielt.
- In den neuen Lehrplänen wird ausdrücklich davon ausgegangen,
dass wir unseren Schülern Schlüsselqualifikationen wie Methodenkompetenz,
Kommunikationsfähigkeit und Teamfähigkeit vermitteln.
- Im Berufsleben werden von unseren Abiturienten neben dem Fachwissen
sogenannte Schlüsselqualifikationen erwartet.
Ich denke mit einer darbietenden, lehrerzentrierten Unterrichtsform
können diese Schlüsselqualifikationen nur gering herangebildet
und fortentwickelt werden.
II. Wir Lehrer müssen umdenken
Wenn ich ein Fazit aus dem bisher Gesagten ziehe, glaube ich, dass an unseren
Schulen ein ausgeprägter Innovationsbedarf besteht. Nach Klippert
müssen die tradierten direktiven Methoden in Frage gestellt werden
oder zumindest ergänzt werden durch neue Methoden, die eigentlich
gar nicht so neu sind und die auch vielen Lehrern teilweise schon bekannt
sind, aber die nicht oder viel zu wenig in dem täglichen Unterrichtsgeschehen
eingesetzt werden.
Die meisten Schüler/innen sind praktisch anschauliche Lerner,
d.h. sie brauchen zum erfolgreichen Lernen die praktische Lerntätigkeit.
"Erkläre mir was, und ich werde es vergessen! Zeige mir was und
ich werde mich erinnern! Beteilige mich, dann werde ich verstehen!" (Thannhoffer)
Klippert spricht in seinem " Neuen Haus des Lernens" von "learning
by doing". Das bedeutet aber auch, dass wir unseren Schüler/innen
mehr zutrauen und zumuten müssen. Selbstständigkeit, Kommunikations-
und Teamfähigkeit müssen verstärkt gefordert und gefördert
werden, denn unsere Schüler/innen können mehr, als sie uns im
alltäglichen Schulbetrieb zeigen.
III. Methoden- und Kommunikationstraining in der 5a
a) Voraussetzungen
Nachdem im Vorfeld einige organisatorische Hürden erfolgreich
bewältigt wurden, konnten Frau Rabe-Vogt und ich versuchen unsere
gemeinsamen Vorstellungen über " die 5a auf neuen Wegen" in die Tat
umzusetzen.
Die erste wichtige Neuerung für unsere gemeinsamen Vorhaben war
die Bildung eines "Teams", d.h. es gibt keinen Klassenlehrer im herkömmlichen
Sinn, sondern jeder im Team ist gleichwertiger Ansprechpartner für
Schüler, Eltern und Kollegen. Voraussetzung dafür ist allerdings
ein sehr guter Informationsaustausch zwischen den Teammitgliedern. Dies
war bei uns gegeben, da wir uns wöchentlich trafen. Das Team besteht
aus mindestens zwei Kollegen, die - und das ist der entscheidende Punkt
- in möglichst vielen Stunden die Klasse unterrichten und ein gemeinsames
pädagogisches und methodisches Konzept haben. Frau Rabe-Vogt unterrichtete
zehn Stunden die Fächer Französisch und Deutsch, während
ich mit Biologie, Naturphänomenen und koedukativem Sport sieben Stunden
pro Woche in der Klasse war.
Hinzu kam, und dies ist die zweite entscheidende Neuerung, eine zusätzliche
Wochenstunde, die als sogenannte "Goldstunde" 14-täglich Donnerstagnachmittags
stattfand und in der bei mir Methoden- und Kommunikationstraining auf dem
Programm stand. Dies bedeutete, dass die Klasse in insgesamt 17 von 30
Stunden von uns unterrichtet wurde.
Die dritte Neuerung betraf den Ablauf der ersten Woche der Schüler
im Gymnasium Neureut. Um den Schülern und Schülerinnen, die aus
sieben verschiedenen Grundschulen kamen, den Übergang auf das
Gymnasium zu erleichtern, waren die Kinder in dieser Zeit fast nur mit
dem Team zusammen ohne Fachunterricht zu machen.
Programm der ersten Woche:
Dienstag:
- Begrüßung in der Aula
- Vorstellung des Teams
- Organisatorisches (z.B. Stundenplan, Wege in die Fachräume,
Hausordnung usw.)
- Sitzordnung
Mittwoch:
- "Wir lernen uns kennen!"
- Phantasiereise
- Wünsche und Ängste
- Steckbriefschreiben
- Bücherausgabe
Donnerstag:
- "Wie wollen wir miteinander umgehen?"
- Aufstellen von Gesprächs- bzw. Kommunikationsregeln
- Erstellung von Wandplakaten mit verbindlichen Regeln für Schüler
und Lehrer
- Vorstellung einzelner Fachlehrer
Freitag:
- "Wir sitzen alle in einem Bus und sind für die nächsten
Jahre auf großer Fahrt"
- Erstellung eines Wandplakates in Gestalt eines Busses mit den Steckbriefen
- erster Fachunterricht
Die Vorteile dieses Einstieges für die Kinder und auch für
das Team sind offensichtlich:
- Innerhalb kürzester Zeit lernen sich die Schüler/innen
kennen
- Schüchterne und stille Schüler verlieren ihre Ängste
vor der "neuen riesigen Schule"
- Die Kinder fassen schnell Vertrauen und fühlen sich wohl
- Schaffung eines angstfreien Lernfeldes
- Erarbeitung der Grundlagen für ein gutes Klassenklima
- Verhaltensauffällige Schüler werden sehr schnell erkannt
- Als Lehrer/in lerne ich sehr schnell die Namen der Kinder und sehe
und behandle sie als Kinder, die noch keine Gymnasiasten sind, sondern
den Abschluss der Grundschule erreicht haben.
b) Umsetzung der "Klippertschen Gedanken"
Sehr früh fand unser erster Elternabend statt, an dem die Eltern
über das Methodentraining in der Goldstunde informiert wurden. Die
Eltern zeigten sich sehr interessiert und spielten den Beginn einer Lernspirale
selbst durch, um eine Vorstellung zu bekommen oder wie Klippert sagt: "learning
by doing!"
In einer Klassenkonferenz, die ebenfalls in den ersten vierzehn Tagen
stattfand, wurden alle Fachlehrer eingeladen, um ihnen mein Konzept des
Methoden- und Kommunikationstrainings vorzustellen.
Die Goldstunde diente als sogenanntes Basistraining. Dort lernten die
Schüler,verschiedene Methoden kennen, um sich Wissen anzueignen:
· Einzelarbeit
· Gruppenarbeit
· Wachsende Gruppe
· Sich in Einzelarbeit vorgegebene Informationen aneignen, um
sie anschließend den anderen Teilnehmern der Kleingruppe vorzutragen.
Danach wird gemeinsam an der Problemstellung weitergearbeitet
· Strategieliste erstellen
· Palaver
· Reißverschluss
· Kugellager
· Erfahrungsaustausch in verschiedenen Gruppen
· Brainstorming
· Rundgespräch
· Vorbefragung
· Arbeiten mit Metaplankärtchen, um Ergebnisse zu dokumentieren
· Infotexte bearbeiten, Fragen dazu beantworten
· Texte analysieren und auswerten
· Merksätze austüfteln
· Ergebnisse präsentieren
· Lernplakate erstellen
Inhalte des Methodentrainings waren grundlegende Arbeits- und Lerntechniken,
die für eine erfolgreiche Schullaufbahn als Grundvoraussetzung gelten:
· Hausaufgabengestaltung, Zeitplanung
· Vorbereitung einer Klassenarbeit
· Arbeitsplatzgestaltung
· Auswendiglernen
· Lerntypgemäßes Lernen
· Vokabeln lernen, Benützung der Lernkartei
· Merkstoff behalten
· Informationen sammeln und recherchieren
· 5-Gang-Lesetechnik
· Mindmapping
· Präsentieren
· Freies Reden
Eine entscheidende Rolle bei der Erarbeitung der oben genanten Punkte
spielten Lernspiralen.
Bei einer Lernspirale handelt es sich um ein mehrstufiges Einüben
und Klären einer bestimmten Methode. Sie besteht aus mehreren aufeinander
aufbauenden Lernsequenzen, die spiraligförmig in die einzelnen Methoden
hineinführen.
Die Schüler arbeiten:
· methodenzentriert
· sind aktiv und kreativ
· planen und entscheiden
· kommunizieren und diskutieren
· setzen sich mit dem Thema auseinander und begreifen auf diesem
Weg grundlegende Lern- und Arbeitstechniken
Diese im Basistraining in der Goldstunde erworbenen Fähigkeiten
und das dazugehörige Wissen wurden dann zum Teil in den einzelnen
Fächern fachspezifisch umgesetzt und wieder trainiert. Dies funktionierte
in den Fächern Deutsch, Französisch, Biologie und Naturphänomene
sehr gut. Dies lag sicher auch daran, dass sich das Team jede Woche mindestens
eine Stunde zusammensetzte, um sich auszutauschen. Damit konnten auftauchende
Probleme in der Klasse sofort diskutiert, mit der Klasse besprochen und
gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten gesucht werden. Die Fachlehrer
wurden zu Beginn des Schuljahres in einer Klassenkonferenz informiert und
während des Schuljahres mit Unterlagen versorgt, die als Anregungen
zu verstehen waren, um fachspezifische Lernspiralen und verschiedene Methoden
auch anzuwenden und auszuprobieren. Hier muss ich jedoch einschränkend
sagen, dass diese Kommunikation zwischen dem Team und den Fachlehrern/innen
in Bezug auf das Methodentraining noch besser hätte ablaufen können.
Ab Mai begann das Kommunikationstraining. Schwerpunkt war hier der
dreitägige Landschulheimaufenthalt im Château Liebfrauenberg
in Goersdorf im Elsass. Die Schüler hatten an den ersten beiden Tagen
Programm von jeweils 9:00 Uhr bis 12.00 Uhr und nachmittags von 14.00 Uhr
bis 17.00 Uhr, wobei am Dienstagnachmittag ab 15.30 Uhr ein Lerngang im
Wald auf dem Programm stand. Danach war Zeit zum Ausruhen oder Spielen.
Abends wurden, in Form von kleinen Vorträgen, interessante und informative
Buchvorstellungen gemacht.
Die Themen, die im Rahmen dieses Landschulheimaufenthaltes bearbeitet
wurden, waren folgende:
o Konflikt/Streit
o Verschiedenheit erleben - ohne Abwertung
o Gefühle ausdrücken, Gefühle erkennen.
Was wir Lehrer und Schüler hier erlebten und erfuhren, war sehr
eindrucksvoll. Die Schüler /innen arbeiteten unglaublich konzentriert
und setzten sich in verschiedenen Übungen und Interaktionsspielen
sehr intensiv, offen und nachhaltig mit den Themen auseinander. Aktuelle
Probleme in der Klasse wurden angesprochen und lösten tiefe Betroffenheit
aus, aber die Schüler bauten sich gegenseitig wieder auf und entwickelten
selbst Lösungsvorschläge zu aller Zufriedenheit.
Dieser Aufenthalt hat für die Klassengemeinschaft und für
jeden Einzelnen sehr wichtige Eindrücke und Erfahrungen gebracht,
die sich mit Sicherheit auf das zukünftige Verhalten positiv ausgewirkt
haben und auswirken werden. Ich denke, auch wir Lehrer haben viel gelernt
und von diesem Aufenthalt sehr profitiert.
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der französischen Brieffreunde
am Mittwoch in Seebach, den Frau Rabe-Vogt angeregt und auch organisiert
hatte. Wir wurden in einer herzlichen und offenen Weise mit Kuchen und
Getränken vom Direktor der Schule, Schülern, Lehrern und einigen
Eltern empfangen. Ich möchte noch betonen, dass dies nicht selbstverständlich
war, denn in Frankreich gab es zu diesem Zeitpunkt bereits Sommerferien.
Nach anfänglicher Zurückhaltung bildeten sich schnell Gruppen,
die sich rege, wenn auch ab und zu "mit Händen und Füßen"
unterhielten, während die meisten Jungen sehr schnell gemeinsam Fußball
spielten.
Wenn ich ein kurzes Fazit aus diesem ersten Jahr in der 5a ziehe, glaube
ich, dass der eingeschlagene "neue Weg" der richtige ist:
o Entwicklung vom Einzelkämpfer hin zum gemeinsamen Arbeiten im
Team
o Neue Energien werden frei, neue Ideen und auch Entlastung im Lehrerdasein
sind die Folgen
o Elternabende, die Freude machen
o Unterrichtsstunden, die Spaß machen, weil die Schüler/innen
konzentriert selbstständig erfolgreich arbeiten, Probleme in der Klasse
ansprechen, diese versuchen selbst zulösen und damit eine große
soziale Kompetenz entwickeln
"Deshalb: Wir müssen den Schülern mehr zutrauen und zumuten!
Wir müssen sie im eigenverantwortlichen Arbeiten verstärkt fordern
und fördern! Denn sie können in vielen Fällen erheblich
mehr als das, was sie uns im alltäglichen Schulbetrieb zeigen!" (Heinz
Klippert)
Dieter Eisenhardt
Ist die Goldstunde für unsere Kinder wichtig ?
Ich persönlich denke schon. Die Entwicklung eines Kindes oder auch
einer Schulklasse sollte man als fortlaufenden Prozess verstehen. In der
Goldstunde können sich die Kinder über ein natürliches und
ungezwungenes Feedback kontinuierlich nach Ihren Bedürfnissen verändern
und entwickeln.
Im Speziellen erhoffe ich mir, dass in dieser Stunde die Beziehungsebene
im Vordergrund steht. Die Kinder sollen lernen Selbsteinschätzungen
zu treffen. Darüber hinaus ist es auch wichtig, dass sie mit Einschätzungen
anderer Klassenkameraden umgehen können.
Falls dieser Zustand gegeben ist und jedes Klassenmitglied sich wohl
und sicher fühlt, kann der konstruktive Informationsaustausch nur
positiv für die Weiterentwicklung der Kinder sein.
Thomas Mini (Vater einer Tochter der 6a)
Ein klares JA!
Als wir beim 1. Elternabend (5.Klasse) erfuhren, was das Ziel der Goldstunde
ist, waren wir Eltern von der Idee begeistert. Selbstwertgefühl entwickeln,
Selbstbewußtsein stärken, Kommunikation, Lerntechniken, Mindmapping,
Vorbereitung auf Klassenarbeiten, Metaplan, alles Themen, die in unseren
Schulen mit zu den Hauptfächern gehören sollten. Die meisten
Menschen werden erst viel zu spät mit diesen Themen konfrontiert.
Diese Themen mit den Schülern jetzt zu entwickeln, zu erarbeiten,
ist so wichtig, weil diese die Basis für verantwortungsvolles und
soziales Handeln privat wie auch geschäftlich bilden. Wenn unsere
Kinder das heute schon lernen, schauen wir in eine bessere Zukunft.
Ein Schuljahr ging vorbei, und man erkennt deutlich an unseren Kindern
die tollen Fortschritte, die gemacht werden. Verantwortlich für diese
Entwicklung sind Frau Rabe-Vogt und Herr Eisenhardt.
Diese Goldstunde ist "Gold" wert, eine einmalige Chance, unseren Kindern
wichtige Elemente mit auf dem Weg zu geben.
Roger Zimmerman (Elternvertreter 6a)
"Glück im Unglück" oder "Wie Cindela das Meer rettete"
Cindela war an einem windigen Tag hinaus auf das Meer gesegelt. Sie wollte
aber bis zum Abend wieder zurück sein. Als es schon dunkler wurde,
fing es plötzlich an, große Wellen zu geben. Cindela wusste,
wie es auf dem Meer gefährlich sein konnte, wenn es in der Nacht Wellen
schlug. Also versuchte sie schnell wieder zurück zum Ufer zu segeln.
Das gelang ihr allerdings nicht so leicht, denn die Wellen wurden immer
höher. Nun musste sie mitten in der Nacht um ihr Leben kämpfen.
Die Wellen drückten sie fast unter das Wasser. Cindela schrie, doch
das war vergebens. Es befand sich kein einziges Schiff weit und breit.
Plötzlich schwappte eine große Welle über sie und Cindela
fiel über Bord, geradewegs in die Tiefe des Meeres.
Sie war in Ohnmacht gefallen und merkte deshalb nicht, was mit ihr
geschah. Ein Walfisch hatte sie gerettet. Er nahm sie auf seinen Rücken
und brachte sie zu den anderen Fischen in seinem Meeresdorf. Als Cindela
langsam wieder zu sich kam, erschrak sie fürchterlich. Sie merkte
aber mit der Zeit, dass sie unter Wasser atmen konnte. Der Walfisch sagte
zu ihr: «Habe keine Angst, wir tun dir nichts.» Cindela schaute
die Fische merkwürdig an und meinte: «Wo bin ich denn hier überhaupt?
Es fühlt sich wie Meerwasser an.»
Cindela verstand es allerdings überhaupt nicht, dass sie unter
Wasser atmen konnte. Aber das erklärten ihr die Fische. Sie könne
atmen, weil sie dazu bestimmt sei, das Meer von den Ölfässern
zu befreien. Sie solle einfach zurück an Land gehen und den Menschen
Bescheid geben, dass das Meer verunreinigt sei und unbedingt gesäubert
werden müsste. Cindela verstand allmählich, um was es ging.
Die restliche Nacht verbrachte sie noch unten im Meer bei den Fischen.
Am nächsten Morgen brachte sie der Walfisch zurück an das Ufer.
Cindela versprach alles zu versuchen, damit das Meer wieder von dem Öl
befreit wird. Sie ging gleich an das Bürgermeisteramt und erzählte
dem Bürgermeister die Geschichte. So ganz glaubte er ihr nicht, aber
er sagte, er kümmere sich darum, dass das Meer gesäubert wird.
Zum Schluss musste er Cindela noch versprechen, dass er gleich am anderen
Morgen einen Suchtrupp losschicken würde. «Ehrenwort!»,
versprach er ihr. Cindela wurde schon am Spätnachmittag am Ufer erwartet.
Alle Fische schauten sie erwartungsvoll an und Cindela sagte, dass der
Bürgermeister morgen früh einen Trupp schicken wolle, der das
ganze Meer säubern sollte. Tatsächlich kam am nächsten Morgen
eine ganze Herde von Männern. Cindela fuhr mit ihnen zu der Stelle,
an der sie vorgestern gekentert war. Mit U-Booten holten sie die Ölfässer
heraus. Danach desinfizierten sie das Meer. Natürlich mit einem Mittel,
das die Fische nicht gefährden würde. Nach zwei Tagen waren sie
mit der Arbeit fertig. Cindela bedankte sich bei den Herren, dass sie das
ganz freiwillig und ohne Geld getan hätten.
Die Fische feierten mit Cindela noch ein großes Fest im Meer.
Sie luden sie ein, immer wenn sie Lust dazu hätte, zu ihnen zu Besuch
zu kommen.
Aber Cindela musste sich noch bei jemand bedanken. Und zwar bei dem
Walfische, der ihr am Anfang des Märchens das Leben gerettet hatte.
Marina Lenz, Klasse 5b
Die drei Raben
Es waren einmal drei Raben. Der eine war sehr dick. Die anderen zwei Raben
ärgerten und verspotteten ihn deshalb. Sie saßen auf einem Ast
und riefen dem Dicken zu: ,,Komm fliege doch zu uns herüber." Obwohl
sie wussten, dass der fette Rabe, auch Dickerchen genannt, nicht fliegen
konnte. Sie lachten sich krank, wenn er dann versuchte zu fliegen. Er schlug
wild mit den Flügeln und trotzdem gab es eine Bauchlandung auf dem
Boden. Der Rabe weinte bitterlich.
Da kam plötzlich eine gute Fee und fragte ihn: ,,Warum weinst
du, kleiner Rabe?" Da antwortete das Dickerchen: ,,Meine zwei Brüder
verspotten mich, weil ich wegen meines Gewichtes nicht fliegen kann, und
lachen immer, wenn ich dann abstürze. Die Fee meinte: "Wenn ich dich
schlank zaubere, musst du mir innerhalb von drei Tagen den großen
Edelstein des Waldes bringen." Der dicke Rabe stimmte zu. Die Fee schwang
ihren Zauberstab hin und her und plötzlich war das Dickerchen schlank
und schön.
Es war ein herrliches Gefühl zu fliegen. Der Rabe kreiste wie
ein Adler über dem Wald.
Am ersten Tag suchte und suchte er, aber fand nichts.
Am zweiten Tag erkundete er ein anderes Gebiet, leider erfolglos.
Am dritten und letzten Tag sah er etwas aus dem Wald blitzen. Der kleine
Rabe sauste sofort im Sturzflug auf das glitzernde Ding zu. Es war der
Edelstein. Schnell schnappte er den Stein und brachte ihn der Fee und sagte
ihr seine drei Wünsche.
Der erste war, dass seine Brüder bestraft würden.
Als zweiten Wunsch wollte er, dass er nie mehr dick würde.
Der dritte Wunsch war, dass er nicht mehr geärgert würde.
Ein Gewitter zog auf. Es wurde ganz dunkel und ein Blitz traf die beiden
bösen Raben, so dass sie nicht mehr fliegen konnten.
Er aber, der nun schlanke und schöne Rabe, flog zufrieden fort.
Und wenn er nicht gestorben ist, dann fliegt er noch heute.
Kevin Schuler 5b Märchen
Plasmidisolation am Forschungszentrum Karlsruhe
Vierzehn Schüler des Leistungskurses Biologie von Herrn Schultheiß
waren voller Erwartung, was ihnen ein gentechnisches Praktikum an einem
Forschungszentrum bieten würde. Am 16. Mai 2001 um 9 Uhr war es dann
soweit.
Wer mit Bakterien und deren Erbmaterial arbeiten will, muss sich zunächst
mit den Sicherheitsregeln befassen. Ralf Bauerndistel, ein Mitarbeiter
des genetischen Instituts, machte uns damit vertraut und erläuterte
die Arbeitsschritte der vorgesehenen Experimente.
Dann endlich rein in die weißen Kittel und die sterilen Latexhandschuhe.
Drei freundliche und sehr fachkundige Praktikumsleiter, Tanja Schüler,
Yvonne Petersen und Resat Ünal, begleiteten die Arbeitsgruppen, die
sich gebildet hatten. Sie achteten mit viel Verständnis und Nachsicht
darauf, dass kein vorhersehbares Missgeschick passieren würde.
Nach erfolgreicher Plasmidisolation (Plasmide sind "Taxis", die Gene
übertragen können,) wurden die Plasmide enzymatisch aufgeschnitten
(der Genetiker spricht von Restriktionsverdau).
Während die Plasmide mit Eis gekühlt wurden, stellten wir
ein Agarosegel her. In dem Gel sollen sich die DNA - Bruchstücke trennen.
Die wohlverdiente Mittagspause in der Kantine des Forschungszentrums
brachte die nötige Stärkung für das Nachmittagsprogramm.
Es begann mit dem Beladen des mittlerweile erstarrten Gels mit den verdauten
Plasmiden. Während der elektrophoretischen Trennung der DNA _ Fragmente
verschaffte uns Herr Dr. Hubert Schorle einen guten Überblick über
die verschiedenen Abteilungen und Forschungsvorhaben des Zentrums.
Ein starker Kaffee, den wir in der Pause getrunken hatten, gab uns die
Kraft, dem Vortrag zu folgen.
Die anschließende Auswertung der Gelelektrophorese zeigte, dass
größtenteils erfolgreich gearbeitet wurde.
Die abschließende Retrospektive unter der Leitung von Herrn Ralf
Bauerndistel mündete in eine Diskussion über ethische Gesichtspunkte
uns "eigenwillig" erscheinender gentechnischer Ansätze. Der gut informierte
Diskussionsleiter konnte schnell Licht in unsere zum Teil sehr unklaren
Vorstellungen über den Wert solch experimenteller Ansätze bringen.
Dafür, aber auch für sein motivierendes Resumee: "Ihr seid alle
jung und dumm!" bedanken wir uns ausdrücklich.
Was bleibt neben den vielen positiven Erfahrungen, die uns das Praktikum
gebracht hat? Wissenschaftliches (was uns betraf, vielleicht auch nur wissenschaftsnahes)
Arbeiten ist mühsame Kleinarbeit, aber mit lohnenswerter Perspektive.
Ginge es nach den hilfsbereiten, ausgesprochen freundlichen Praktikumsleitern,
dürften wir jederzeit wiederkommen. Vielen Dank auch für dieses
Angebot.
Kristina Maier, Stefanie Schuhmann
Das Labyrinth wächst weiter
Rechtzeitig vor den Sommerferien hat die Klasse 5b die gut angewachsenen
Ligusterbüsche vor dem Vertrocknen in den Ferien durch eine dicke
Mulchdecke
geschützt. Einen halben Tag haben die Schüler mit Frau
Schumacher unter Mithilfe von Frau Schiller und Frau Gamerdinger Schubkarren
mit Mulch transportiert (einige LKWLadungen) und zum großen Teil
von Hand um die noch empfindlichen Pflanzen verteilt. Das Labyrinth wurde
am 11.11.1999 von Schülern in mehrtägiger Arbeit angelegt, es
sind über tausend Pflanzen entlang des Labyrinthweges (ca. 300 m)
gesetzt worden. Bei einem Spaziergang durch das Labyrinth läßt
sich der Grundriss recht gut erkennen. Wenn die Hecke, wie geplant, einen
Meter hoch ist, wird man den Bauplan nur noch aus der Vogelperspektive
erkennen können. Wer jetzt durch das Labyrinth geht, wird die Wirkung
der Pflanzung, die vom Parkplatz aus gesehen noch nicht gerade spektakulär
erscheint, erst richtig erkennen. Bei einem Rundgang zum Zentrum, der zunächst
zur Säule hin und dann scheinbar weit weg führt, erfährt
man die geniale Planung des antiken Baumeisters Dädalus, der eine
solche Anlage für den König Minos entworfen und in Stein errichtet
hat. Im antiken Labyrinth auf Kreta lebte nach der Überlieferung der
Sohn von König Minos, halb Stier halb Mensch. Die Schüler benötigen
für den Weg zur Säule und wieder aus dem Labyrinth hinaus beim
Fangspiel „vom Stier verfolgt" acht bis zehn Minuten. Alle, die eine Viertelstunde
Zeit haben, sind herzlich eingeladen, das Labyrinth zu erleben. Eine Bitte:
Steigen sie nicht über die Buschreihen, damit die jungen Triebe erhalten
bleiben und bald eine schöne Hecke entstehen kann. Der Weg ins Labyrinth
beginnt links neben dem Parkplatz. Angelika Gamerdinger
Wahnsinn oder Methode?
Natürlich darf man gerade in der Schule das Kind nicht mit dem Bade
ausschütten. Selbstverständlich sind Lehrer auch an einem Gymnasium
Wissensvermittler und Erzieher. Sie müssen ein Herz haben für
Kinder und Jugendliche und sie müssen sich immer wieder fragen, wie
sie ihre Fachkenntnisse und Fertigkeiten am besten an andere weitergeben
können. Ganz sicher sollten sie sich auch beständig fragen, welche
Inhalte und Fertigkeiten aus ihrem Fachbereich für die jungen Menschen
in Zukunft wirklich bedeutungsvoll sein werden.
Was den guten Gymnasiallehrer bei allen diesen Überlegungen antreibt
und leitet ist die Begeisterung für sein Fach. Erziehungswissenschaftler
und Bildungspolitiker scheinen diese Selbstverständlichkeit gelegentlich
aus den Augen zu verlieren.
Es ist wohl nicht sehr zeitgemäß, davor zu warnen, dass
Bemühungen um eine kindgerechte Schule und das Reden über Pädagogik
und Psychologie zum Selbstzweck werden und fragwürdige methodische
Spielereien jeder Art überbetont werden, deren Grundlagen alles andere
als wissenschaftlich gesichert sind und deren Ergebnisse kaum je überzeugend
überwacht oder kontrolliert werden.
Dies ist das Hauptproblem. Unterricht ist bis auf weiteres immer noch
ein Handwerk, das sich auf gesunden Menschenverstand und Erfahrung stützt.
Allgemein akzeptierte wissenschaftliche Erkenntnisse über wirksame
Lernmethode gibt es nur sehr wenige. Die Fachleute sind sich ja noch nicht
einmal einig, wie Kinder lesen lernen sollen. Häufig besteht der Verdacht,
dass propagierte neue Ansätze sich bald als weniger erfolgreich erweisen
als erprobte herkömmliche Lehrweisen.
Es mag sein, dass im Sport eine Spezialdiät und neue Trainingsmethoden
die Athleten beschleunigen und höher springen lassen. Solche eindimensionalen
Leistungen sind leicht zu messen. Außerdem können einige Leute
dabei viel Geld verdienen. Diese werden automatisch dafür sorgen,
dass nur erprobte neue Techniken eingesetzt werden. Lehrer und Erzieher
ziehen aber keinen direkten finanziellen Nutzen aus dem Erfolg ihrer Schüler,
und die Hersteller neuer Lehrmittel brauchen nicht zu befürchten,
dass die gesteigerte Lernerfolge in Zentimetern und Sekunden gemessen werden.
Wenn man den üblichen Klagen von Ausbildern und Professoren glauben
will, dann können heutige Schüler weniger als ihre Vorgänger
vor dreißig oder sechzig Jahren. Dieses Urteil dürfte weitgehend
Erinnerungsschwächen und der Tendenz zur Verklärung der Vergangenheit
zuzuschreiben sein. Andererseits behauptet kaum jemand im Ernst, dass die
auffallend besseren Durchschnittsnoten heutiger Abiturienten einen deutlich
gestiegenen Ausbildungsstand widerspiegeln.
Natürlich haben sich die inhaltlichen Schwerpunkte hie und da
verändert. Von Ökologie war vor vierzig Jahren in keiner Schule
die Rede. Faschismus und Antisemitismus waren schon damals zentrale Themen.
Begriffe wie "Ausländerfeindlichkeit" und "Multikulturismus" gab es
aber noch nicht. Die Mathematiker sprechen heute mehr von Wahrscheinlichkeitsrechnung,
und in den Fremdsprachen spielt die aktuelle Landeskunde eine größere
Rolle. Das heißt, die Schule spiegelt die gesellschaftliche Wirklichkeit
und befasst sich mit den Problemen, welche die Welt bewegen.
Auch gehen wir in den Schulen heute wesentlich demokratischer und ungezwungener
miteinander um. Lehrer nehmen ihre Schüler als gleichberechtigte Partner
ernst. Ihre Autorität kommt von ihrem Wissen, nicht von ihrem Amt.
Auch hier finden wir einfach den Geist der Zeit wieder. Mit Methodik im
schulisch engeren Sinn haben diese Veränderungen wenig zu tun.
Entscheidend sind am Gymnasium die Inhalte, und um diese müssen
sich die Lehrer daher auch in erster Linie kümmern. Freilich geht
es keinesfalls darum, die Inhalte der fachwissenschaftlichen Seminare unbesehen
in die Schulen zu übertragen. Ein hoher Prozentsatz der an den Universitäten
vermittelten Inhalte taugt kaum für die Schule. An der Universität
kann ein junger Mensch wissenschaftliche Arbeitstechniken, kritisches Denken
und eine Einführung in die Grundlagen seines Faches erlernen. Vor
allem in Deutschland und insbesondere in den Geisteswissenschaften lernt
er an der Universität außerdem selbständiges Arbeiten.
Den größten Teil seines Fachwissens für das Staatsexamen
muss er kraft eigener Initiative erwerben. Der Neusprachler muss außerdem
noch zusehen, wo er vor oder zwischen dem Studium an der deutschen Alma
Mater seine Sprachkenntnisse erwirbt oder verbessert.
Wer dieses Ausbildungssystem ernsthaft, fleißig und mit kritischer
Intelligenz durchlaufen hat, kann sich durchaus zutrauen, verschiedene
Aufgaben im praktischen Leben zu bewältigen - auch das Unterrichten
an einem Gymnasium. Wie jeder andere praktisch tätige Akademiker wird
auch er zu Beginn seiner Karriere und sein ganzes Leben lang immer wieder
dazulernen müssen. Wichtig ist nur, dass er gelernt hat, wie man Wissen
erwirbt. Vor allem ist aber zu hoffen, dass er gelernt hat, Wesentliches
vom Unwesentlichen zu unterscheiden.
Dann aber weiß er, welche Informationsquellen und Angebote der
Weiterbildung ihm etwas nützen werden. Insbesondere weiß er
dann auch, welche Bücher er lesen sollte. Aktuelle Studien zu den
französischen Dialekten des Mittelalters oder selbst zur Erzähltechnik
bei Chaucer werden ihn dann in der Regel weniger interessieren als die
Romane von David Lodge und die Stücke von Yasmina Reza. Wenn er dann
noch die internationale Presse verfolgt und sich über die weltbewegenden
Entwicklungen in Politik, Gesellschaft, Naturwissenschaft und Kultur halbwegs
informiert halten will, dann wird man ihm wohl nachsehen müssen, dass
er nicht jeder Zeile, welche die pädagogische Gilde unter dem Gebot
des "publish or perish" veröffentlicht, höchste Aufmerksamkeit
schenken kann. Die Zeit reicht einfach nicht, selbst wenn er die Rubriken
Sport und Popmusik überspringt.
Frieder Kohlenberger
Ein weiterer Schritt zur multimedialen Wissensvermittlung
Die bislang "Industriestaaten" genannten Länder dieser Erde verwandeln
sich in atemberaubendem Tempo zu Dienstleistungs- und Informationsgesellschaften.
Dabei verändern sich mit den Bedürfnissen der Menschen auch die
nachgefragten Fremdleistungen. Der Bedarf an Arbeitskräften in neuen
und höherqualifizierten Berufen steigt, während die Zahl der
Arbeitslosen zunimmt.
Da, wie allgemein bekannt, das Leben den straft, der zu spät kommt,
kann sich das Schulwesen dieser Entwicklung nicht verschließen. Im
Gegenteil, wenn die Schule die kommende Generationen auf deren Leben als
Erwachsene vorbereiten will, muss sie _ oft nur auf Prognosen gestützt
_ versuchen, diese für neue gegenwärtige und vermutete zukünftige
Entwicklungen fit zu machen. Das Land Baden-Württemberg und die Kommunen
tragen dem Rechnung, indem sie hohe Geldbeträge bereitstellen, damit
der Zug ins Informationszeitalter nicht ohne unsere Schüler davonfährt.
Daher wurde auch im Gymnasium Neureut ein neuer Multimediaraum mit 16 PC-Arbeitsplätzen
und einem digitalen Bildschirmprojektor eingerichtet, der in der zweiten
Hälfte des Schuljahres 2000/2001 in Betrieb genommen werden konnte.
Doch was nützen vorhandene Ressourcen, wenn sie nicht optimal
eingesetzt werden? Deshalb intensivierte Baden-Württemberg die Fortbildung
der Multimedia- und Netzwerkberater an den Schulen des Landes. Am Gymnasium
Neureut fand darüber hinaus am 7. März 2001 für alle Lehrkräfte
ein pädagogischer Tag statt, an dem die Möglichkeiten multimedialen
Unterrichtens mit Hilfe des PC´s im neueingerichteten Raum näher
ausgelotet wurden. In der Folgezeit fanden und finden zudem außerhalb
der Arbeitszeit schulinterne Lehrerfortbildungen zu verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten
und zu diversen Softwareprogrammen statt, an denen ein reges Interesse
besteht. Anton Schöffler
Thesen zum pädagogischen Einsatz der Multimedia-Techniken
1. Wo der Computer außerhalb der Schule vernünftig eingesetzt
wird, dient er in erster Linie zur Beschaffung von Information oder zur
Darstellung und Verbreitung von Information. Die Information besteht im
Wesentlichen aus Texten und Bildern.
2. Die Möglichkeit der weltweiten schnellen Übertragung von
Informationen macht den Computer zu einem schätzenswerten Mittel der
Kommunikation für jedermann.
3. Die scheinbar unbegrenzten Simulationstechniken erlauben die Erschaffung
virtueller Realitäten (Scheinwelten), die eine findige Industrie erfolgreich
als Spiele vermarktet. Viele Menschen verbinden "Multimedia" zuerst immer
noch mit Computerspielen. Diese Spiele spornen die Hersteller zu Höchstleistungen
an und haben vermutlich die Entwicklung leistungsfähiger PCs beschleunigt.
Viele der Spiele trainieren die Reaktionsgeschwindigkeit.
Viele machen sich weniger förderungswürdige menschliche Neigungen
(Aggressionstrieb usw.) zu Nutze. Von einem pädagogischen Wert wird
man in der Regel nicht reden können.
4. Daraus folgt, dass auch an der Schule der Computer vor allem im
Sinne von These 1 und 2 eingesetzt werden sollte.
5. Nachschlagewerke aller Arten werden vermutlich in Zukunft vor allem
in elektronisch gespeicherter Form erscheinen. Die Schüler müssen
zum Umgang mit diesen Arbeitsmitteln angeleitet werden. Vor allem müssen
sie Erfahrungen beim Recherchieren im Internet gewinnen.
6. Bei der Suche und Verarbeitung von Informationen benötigen
die Schüler in hohem Maße traditionelle Kulturtechniken. Sie
müssen Texte verstehen können! Das ist selbst in der Muttersprache
nicht selbstverständlich. Sie brauchen außerdem zunehmend gute
Fremdsprachenkenntnisse, vor allem sollten sie über einen möglichst
großen (passiven) Wortschatz verfügen. Sie brauchen zudem eine
breite Allgemeinbildung, da sie ohne einen Bezugsrahmen den Wert gefundener
Informationen nicht kritisch beurteilen und keine sinnvolle Auswahl aus
dem erschlagenden Informationsangebot treffen können.
7. Rechtschreibhilfen in Textverarbeitungsprogrammen mögen den
Schüler in gewissen Fällen entlasten. Andererseits werden die
Anforderungen an die äußere Form von Briefen, Referaten usw.
immer größer. Die Schüler sollten deshalb früh Maschinenschreiben
lernen und z. B. im Deutsch- und Kunstunterricht Grundlegendes zur Gestaltung
von Textseiten erfahren.
8. Das Internet macht grundsätzlich Projekte mit Schülern
überall in der Welt möglich. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass
regelmäßige und sinnvolle E-mail-Kontakte zwischen Gruppen oft
an verschiedenen organisatorischen Schwierigkeiten scheitern. Weitere Versuche
sind aber anzustreben.
9. Für den Fremdsprachenunterricht bieten die Verlage drei Arten
von Programmen an:
a) auf die Lehrwerke abgestimmte Lernprogramm zur Einübung von
Vokabeln und Strukturen. Diese Programme sind vor allem für das Üben
zu Hause gedacht. Sie können gewisse Schüler motivieren. Schullizensen
sind sehr teuer.
b) Programme, die dem Lehrer helfen schriftliche Arbeitsmaterialien
zu erstellen.
Die Programme können natürlich vor allem "mechanisch" erstellbare
Übungen (Lückentexte, Satzumstellungen, Wortschlangen, Kreuzworträtsel)
produzieren.
Derartige Übungen können Schüler selbst ohne Programm
am Rechner für einander herstellen und dabei sogar sinnvollere Aufgaben
stellen als die erhältlichen Programme.
c) Multimedial aufbereitete Lernspiele
Solche Spiele können - solange sie neu sind - motivieren. Verschiedene,
auch komplexere Fertigkeiten können wiederholt und geübt werden.
Auch hier fallen hohe Kosten an.
10. Das Hauptziel des FU, die Erstellung eigener Texte in der Fremdsprache,
kann durch Festigung von Wortschatz und Strukturen gefördert werden.
Es besteht aber auch die Gefahr, dass, wenn bei Übungen und Tests
vorwiegend einzelne Wörter und Formen eingesetzt werden, beim Schüler
(und gelegentlich auch beim Lehrer?) das Gefühl geweckt wird, er habe
das Hauptziel des Unterrichts schon erreicht. Bei der eigentlichen kreativen
Umsetzung und Anwendung der einzelnen Elemente kann der Rechner nicht helfen,
noch kann er bisher Idiomatik oder grammatikalische Richtigkeit überprüfen
- vom inhaltlichen Sinn oder Unsinn der Aussage ganz zu schweigen. Ko
Gute Vorsätze und viele Wünsche
Alle Jahre wieder kommt die besinnliche Weihnachtszeit und der Jahreswechsel.
Für die meisten von uns ist der Anfang eines Neuen Jahres ein
Punkt, an dem sie auf die vergangenen zwölf Monate zurückblicken.
Die Gedanken kreisen um lang gehegte Wünsche, die sich in der kommenden
Zeit erfüllen mögen und um gute Vorsätze, von denen es immer
genügend gibt.
`Visionen sind Zeitvergeudung, wenn man sie nicht umsetzt.' Wer sich
mit Zeitmanagement befasst, für den ist dieser Satz eine grundlegende
Forderung.
Dies sollte auch bei den Schülern1 der 5 c bedacht und verstanden
werden.
Deshalb starteten sie in den letzten Schulstunden des Jahres 2000 einen
Versuch:
- Alle Schüler konnten auf kleine Kärtchen ihre Wünsche,
Ängste und Vorsätze notieren, die sie bewegen.
- Sie steckten diese anonymen Kärtchen in einen Umschlag.
- Den versiegelten Umschlag versahen mit ihrem Namen.
- Am Ende des Jahres 2001 werden sie ihre Umschläge wieder öffnen
und sich selbst Rechenschaft darüber ablegen, was von ihren Wünschen
und Vorsätzen Wirklichkeit wurde.
Der französische Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal (1623-62)
hatte sicherlich recht, wenn er formulierte: „Es gibt bereits alle guten
Vorsätze, wir brauchen sie nur noch anzuwenden" Ru
Schriftstellerbesuch im „Betonklotz"
Da wir, die Klasse 7a, vorhatten im Deutschunterricht ein Jugendbuch von
Willi Fährmann zu lesen, hielten es alle für eine gute Idee,
einmal mit dem Autor zu sprechen. So kam es dazu, dass unsere Deutschlehrerin
den Schriftsteller zu uns einlud.
Am 25. April 2001 trafen wir uns mit Herrn Fährmann
und Frau Hornung im Gymnasium Neureut. Eigentlich hatten wir irgendeinen
langweiligen Vortrag erwartet, aber der Schriftsteller kann nicht nur fesselnd
schreiben, sondern auch unterhaltsam und interesseweckend erzählen.
Am Anfang berichtete er uns über sein Leben. Danach erzählte
er die Geschichten, von denen die Ideen der Bücher „Das Jahr der Wölfe",
„Der lange Weg des Lukas B.", „Kristina, vergiss nicht...", „Zeit zu hassen,
Zeit zu lieben" und „Es geschah im Nachbarhaus" stammen. Bevor er uns eine
Geschichte aus dem Buch „Zeit zu hassen, Zeit zu lieben" vorlas, erklärte
Herr Fährmann die Bedeutungen einiger schwieriger Wörter. Nachdem
er abgeschlossen hatte, musste er einen Schwall an Fragen über sich
ergehen lassen und diese natürlich auch beantworten. So erfuhren wir
zum Beispiel, dass Herr Fährmann sein erstes Buch mit 26 Jahren schrieb
und dass sein Vorbild Thomas Morus ist. Nach dieser sehr schönen,
interessanten und auch lehrreichen Stunde gab Herr Fährmann Autogramme,
die er in Form von Tieren wie Eule, Esel, Pferd, Nilpferd, Taube usw. schrieb.
Einige aus unserer Klasse wollten sogar gleich zwei.
Als wir nach zwei Schulstunden leider schon zum Französischunterricht
mussten, hatten wir ein genaueres Wissen über Herrn Fährmanns
Bücher, Lektüreempfehlungen, Autogramme, eine Übersicht
über seine Bücher und den Einblick in das Leben eines Schriftstellers
bekommen. Außerdem freuten wir uns über das Angebot eines Briefkontaktes,
den wir laut Frau Hornung sicher aufrecht erhalten werden. Auf diesem Weg
auch noch ein herzliches Dankeschön an Herrn Fährmann und an
Frau Hornung, die uns das Treffen ermöglichten.
Joëlle Kollum, Kerstin Riester, Lara Mengel
VI. Verzeichnisse für das Schuljahr 2001/2002
Die Lehrer-, Klassen- und Kurslisten liegen nur in der gedruckten Form vor.
Elternvertreter und Stellvertreter
Elternbeiratsvorsitzende: Sieglind Scholl
Stellvertreter: Jürgen Heuser
Klasse Elternvertreter/in Stellvertreter/in
5 a Frau Gabriel-Heger / Monika Bibel
5 b Susanne Will Inge / Zschumme
5 c Eva Barletta / Heinz Rothermel
6 a Roger Zimmerman / Adelheid Knodel
6 b Sibylle Kern-Hogrefe / Jürgen Schuler
6 c Ulrike Stärk / Heidi Dahn-Rietschel
6 d Ute Langanke-Weiß / Peter Rayling
7 a Ines Hieltscher / Susanne Deck
7 b Peter Ribnitzky / Uschi Stief
7 c Heidrun Schrempp / Traudel Zimmermann
7 d Marina Rayling / Frau Bruns
8 a Susanne Vetter / Manfred Schlichter
8 b Henning Wagner / Saskia Strentzsch
8 c Tina Meinzer / Bernd Latza
8 d Horst Kirchenbauer / Peter Schäfer
8 e Andrea Reuter / Stefan Seitz
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Klasse Elternvertreter/in Stellvertreter/in
9 a Roman Gaukel / Songard Grebe
9 b Ilka Faust / Margitta Warnuth
9 c Gerhard Wendel / Bernhard Hemmer
10 a Heidrun Mülthaler / Christiane Lederer
10 b Johannes Abeln / Maritta Magagnato
10 c Lothar Müller / Andrea Bremer
11 a Armin Beck / Gerlinde Bruß
11 b Heinz Riesch-Oppermann / Barbara Steffe
11 c Sieglind Scholl / Djamschid Raseghi
12 Rainer Weinbrecht / Helga Burgstahler
12 Uwe Friedrichs / Sigrun Butsch
12 Elisabeth Schöttle / Elisabeth Schillkowski
13 Renate Stober / Annette Niesyto
13 Jürgen Heuser / Alfons Brisbois
13 Jutta Rieger Angela / Junk-Eichhorn
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Mitglieder der Schulkonferenz (Schuljahr 2000/2001, 2001/2002)
Vorsitzender: 1. Herr Wibel
Stellvertretende Vorsitzende: 2. Frau Scholl
Vertreter des Kollegiums:
3. Frau Schifferdecker
4. Frau Oestreich
5. Herr Eilers
6. Herr Kohlenberger
7. Herr Härle-Hofacker
8. Frau Petirsch
Vertreter der Eltern: (Frau Scholl)
9. Herr Kirchenbauer
10. Frau Butsch
Vertreter der Schüler:
11. Christian Pudlo
12. Sabrina Ritz
13. Philipp Jänicke
Amtszeit:
Die Amtszeit der Mitglieder der Schulkonferenz dauert zwei Schuljahre.
(Beschluss der Schulkonferenz vom 06.06.89 gem. § 4 Abs. 2 SchKO).
Vertretung:
Im Verhinderungsfalle werden die Mitglieder von ihren Vertretern in
der Reihenfolge der erreichten Stimmenzahl vertreten (§ 3 Abs. 2 SchKO).
Ferienordnung für das Schuljahr 2001/2002
Sommerferien 26.07.2001 - 07.09.2001
Herbstferien 25.10.2001 - 02.11.2001
Weihnachtsferien 24.12.2001 - 04.01.2002
Winterferien 11.02.2002 - 15.02.2002
Osterferien 25.03.2002 - 05.04.2002
Nach Himmelfahrt 10.05.2002
Pfingstferien 21.05.2002 - 31.05.2002
Sommerferien 25.07.2002 - 06.09.2002
In der Aufstellung sind die kirchlichen Feiertage Reformationsfest
und Gründonnerstag enthalten, ferner die beweglichen Ferientage (5)
und die arbeitsfreien Tage (3).